Genspark Work Brain: KI merkt sich Arbeitskontext über Sitzungen

Genspark integriert Arbeitskontext in KI-Agenten. Das Update AI Workspace 6.0 bringt ein persistentes Gedächtnis für nahtlose Aufgabenverfolgung.

Das Technologieunternehmen Genspark hat die Einführung einer neuen Funktion namens „Work Brain“ bekannt gegeben. Wie CEO Eric Jing am 25. Juli 2026 erklärte, integriert diese Lösung den Arbeitskontext aus E-Mails, Besprechungen und verschiedenen Applikationen in ein persistentes Gedächtnis für KI-Agenten. Diese Entwicklung zielt darauf ab, Wissensarbeitern eine digitale Unterstützung zu bieten, die über einzelne Sitzungen hinaus Informationen speichert und verarbeitet.

Persistentes Gedächtnis im Zentrum von AI Workspace 6.0

Die Neuerung ist Bestandteil des aktualisierten „AI Workspace 6.0“, der laut Unternehmensangaben bereits kurz zuvor veröffentlicht wurde. Kernstück des Updates ist das sogenannte „SecondBrain“, ein System für persistentes Gedächtnis. Im Gegensatz zu herkömmlichen KI-Modellen, die oft nur innerhalb eines einzelnen Chats Kontext halten, behält das System von Genspark Nutzerinformationen über verschiedene Sitzungen hinweg bei.

Das System ermöglicht es den KI-Agenten, Folgeaufgaben auf Basis desselben Kontextes auszuführen. Dabei werden Daten aus Dokumenten, E-Mails und Meetings zusammengeführt. Eric Jing betonte in diesem Zusammenhang das Ziel, eine Künstliche Intelligenz zu schaffen, die sich an vorangegangene Arbeitsschritte erinnert und darauf aufbauend nächste Aufgaben übernehmen kann. Trotz der tiefen Integration betonte das Unternehmen, dass die Nutzer die volle Kontrolle über ihr digitales Gedächtnis behalten und die Eigentumsrechte an den Daten bei ihnen verbleiben.

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Erweiterung des Ökosystems durch Software und Hardware

Parallel zur neuen Software-Struktur führt Genspark weitere Dienste wie GenMail, AI Design und GenTeam ein. Die Plattform nutzt eine sogenannte „Agentic Engine“, die Zugriff auf mehr als 70 verschiedene Modelle und über 150 Werkzeuge bietet. Um eine nahtlose Integration in bestehende Arbeitsabläufe zu gewährleisten, unterstützt das System Anbindungen an verbreitete Dienste wie Google Workspace, HubSpot und Notion.

Zusätzlich zur Software präsentierte Genspark mit dem „SecondBrain Note“ sein erstes Hardware-Gerät. Der kartenähnliche Rekorder wird zu einem Preis von 179 US-Dollar angeboten. Das Gerät verfügt über vier Mikrofone, eine Speicherkapazität von 64 GB und eine Batterielaufzeit von 35 Stunden, um Meetings und Notizen für das digitale Gedächtnis zu erfassen.

Marktwachstum und strategische Expansion in Südkorea

Im Rahmen eines Medientages am 24. Juli 2026 in Seoul gab das Management Einblicke in die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Innerhalb von zwölf Monaten konnte Genspark mehr als 7.000 Unternehmenskunden gewinnen. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) beläuft sich auf 250 Millionen US-Dollar. Insgesamt hat das Unternehmen bisher 645 Millionen US-Dollar an Kapital aufgenommen, was zu einer Bewertung von 2,6 Milliarden US-Dollar führt.

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Ein wesentlicher Pfeiler der künftigen Strategie ist die Expansion im asiatischen Raum. COO Wen Shang bezeichnete Südkorea als einen der wichtigsten Märkte für das Unternehmen. Genspark plant, über die nächsten drei Jahre rund 100 Millionen US-Dollar in Südkorea zu investieren. Um die technologische Basis zu sichern, pflegt das Unternehmen Partnerships mit führenden Branchengrößen wie OpenAI, Anthropic und Microsoft. Während die technischen Details und die Vision vorgestellt wurden, nannte das Unternehmen noch keinen konkreten Zeitplan für den globalen Roll-out aller Funktionen oder detaillierte Preismodelle für die verschiedenen Software-Pakete.