Gigabyte-Service Delhi: Grafikkarte RTX 4060 Ti verlässt Werkstatt beschädigt

Kunde erhält defekte RTX 4060 Ti mit fehlenden Schrauben zurück. Service-Center weist Schuld von sich, was Kritik an Qualitätsstandards auslöst.

Ein Vorfall in einem indischen Service-Center des Hardware-Herstellers Gigabyte sorgt derzeit für erhebliche Diskussionen über die Qualität der Kundendienst-Prozesse des Unternehmens. Im Zentrum der Kritik steht die Abwicklung eines Garantiefalls in Delhi, bei dem eine Grafikkarte nach einem Aufenthalt in der Werkstatt in einem schlechteren Zustand als zuvor an den Kunden zurückgegeben wurde.

Mangelhafte Instandsetzung im Service-Center Delhi

Am 21. August 2026 wurde bekannt, dass ein Kunde sein Service-Erlebnis in der Niederlassung im Nehru Place in Delhi öffentlich gemacht hat. Den Berichten zufolge wurde eine Grafikkarte des Typs GeForce RTX 4060 Ti zur Reparatur eingereicht, da der HDMI-Port des Geräts einen Defekt aufwies.

Bei der Rückgabe der Hardware stellte der Besitzer jedoch fest, dass nicht nur der ursprüngliche Fehler weiterhin bestand, sondern zudem Gehäuseschrauben an der Karte fehlten.

Besondere Aufmerksamkeit erregte in diesem Zusammenhang die Reaktion der lokalen Leitung. Der zuständige Manager des Service-Centers habe das Fehlen der Schrauben als einen üblichen Umstand bezeichnet.

Des Weiteren sei vonseiten des Personals behauptet worden, dass die vorliegenden Beschädigungen an der Hardware durch den Kunden selbst verursacht worden seien. Eine Übernahme der Verantwortung für die mangelhafte Montage oder den verbliebenen Defekt lehnten die Verantwortlichen vor Ort demnach ab.

Eskalation des Schadens und RMA-Status

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Die Situation für den betroffenen Nutzer hat sich in der Folge weiter verschärft. Während die Grafikkarte ursprünglich lediglich einen teildefekten Video-Ausgang aufwies, wird das Gerät mittlerweile als vollständig funktionsunfähig eingestuft. Der Vorgang wird unter der RMA-Nummer DE1-2680021 geführt.

Dieser Fall reiht sich in eine Serie von Berichten über technische Probleme bei Grafikkarten ein, die in der Vergangenheit bereits für Unruhe in der Gaming-Community gesorgt hatten. So gab es bereits zu früheren Zeitpunkten Meldungen über Hardware-Ausfälle bei Gigabyte-Produkten, unter anderem bei der GeForce RTX 3080 Ti OC.

In jenen Fällen standen die Defekte oft im Zusammenhang mit einer extremen thermischen Belastung, die beispielsweise durch die Anforderungen spezifischer Softwaretitel wie dem Online-Rollenspiel „New World“ provoziert wurde. Damals berichteten Reparaturdienstleister wie PowerGPU von irreparablen Schäden an den Platinen nach intensiven Spielsitzungen.

Herausforderungen für die Qualitätssicherung

Die aktuellen Ereignisse in Delhi werfen erneut Fragen zur Standardisierung und Kontrolle von Service-Dienstleistungen bei global agierenden Hardware-Herstellern auf. Während technische Defekte bei hochkomplexen Komponenten wie der RTX 4060 Ti vorkommen können, ist der Umgang mit Reklamationen ein entscheidender Faktor für die Markenreputation.

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Bisherige Lösungsansätze bei ähnlichen Hardware-Problemen umfassten häufig die Begrenzung der Bildrate durch Software-Tools oder die Aktualisierung von Treibern, um Lastspitzen zu vermeiden. Im vorliegenden Fall eines mechanischen Defekts und einer mangelhaften Werkstattarbeit greifen diese Maßnahmen jedoch nicht.

Kunden und Branchenbeobachter fordern in sozialen Netzwerken nun eine Stellungnahme des Herstellers zu den Praktiken in seinen regionalen Service-Zentren, um sicherzustellen, dass Rücksendungen den Qualitätsstandards entsprechen und nicht mit fehlenden Bauteilen oder unbegründeten Schuldzuweisungen an den Endverbraucher enden.