Der Hardwarehersteller Gigabyte bereitet sich auf den Wechsel zu Intels nächster Plattform vor. Wie aus einem Bericht vom 21. Oktober 2026 hervorgeht, hat das Unternehmen 40 Z990-Modellnamen in der Datenbank der Eurasischen Wirtschaftsunion (EEC) registriert.
Die Einträge verteilen sich auf insgesamt 24 eigenständige Mainboard-Modelle, die für Intels künftige Desktop-Prozessoren der Generation Nova Lake-S und deren neuen Sockel LGA1954 bestimmt sind.
Umfangreiche Modellpalette für den Sockel LGA1954
Die von Gigabyte registrierten 24 Z990-Platinen decken nahezu das gesamte Portfolio des Herstellers ab. Dazu zählen Varianten der etablierten Serien AORUS XTREME, MASTER, PRO, ELITE und STEALTH ebenso wie die Reihen EAGLE und DS3H.
Zudem finden sich die Modellbezeichnung DUO X sowie drei AERO-Varianten, darunter Bezeichnungen wie DARK WOOD und WOOD, in den Unterlagen. Nach Angaben eines Berichts vom 21. Oktober 2026 erstrecken sich die geplanten Hauptplatinen über die Formfaktoren ATX, Micro-ATX, Mini-ITX und E-ATX.
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Neben den 24 Modellen mit dem künftigen Spitzenchipsatz listet die Registrierung sechs ältere B760-Modelle. Mainboards mit Bezeichnungen wie B960 oder weitere Varianten der 900er-Serie tauchen in dem Dokument hingegen nicht auf. Technische Spezifikationen, unverbindliche Preisempfehlungen oder genaue Veröffentlichungstermine sind in dem Behördeneintrag nicht enthalten.
Zudem garantiert eine Listung bei der EEC keine tatsächliche Markteinführung. Gigabyte pflegt Modellreihen erfahrungsgemäß gestaffelt einzuführen, weshalb einzelne Entwürfe möglicherweise erst später oder unter alternativen Namen erscheinen könnten.
Technische Eckdaten des Flaggschiff-Chipsatzes Z990
Der Z990 bildet Intels Spitzenmodell unter den Chipsätzen für Nova Lake-S auf der Basis des LGA1954-Sockels. Berichten vom 20. Oktober 2026 zufolge stellt die Plattform insgesamt 48 PCIe-Lanes bereit.
Der Platform Controller Hub (PCH) verfügt demnach über jeweils 12 PCIe-5.0- und 12 PCIe-4.0-Lanes, acht SATA-3.0-Anschlüsse sowie bis zu fünf Ports für USB 3.2 20G, zehn für USB 3.2 10G und zehn für USB 3.2 5G bei einer maximalen Leistungsaufnahme von 14 Watt. Während der Z990 eine umfassende Übertaktung über Basistakt und Multiplikator erlaubt, verzichtet der kleinere Z970 auf Anpassungen des Basistakts.
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Intel plant gestaffelten Nova-Lake-Start
Laut durchgesickerten Roadmaps plant Intel den Start der Desktop-CPUs der Reihe Nova Lake für Anfang 2027 beziehungsweise das erste Quartal 2027. Erste Modelle sollen mit bis zu 28 CPU-Kernen als Single-Die-Varianten starten, während eine version mit bis zu 52 Kernen im Dual-Die-Design rund zwei bis drei Monate später, voraussichtlich im zweiten Quartal 2027, folgen könnte.
Die Prozessoren, die teils als Core Ultra 400 oder mit vierstelligen Core-Ultra-4000-Namen gehandelt werden, nutzen den Sockel LGA1954, bieten bis zu 288 Megabyte BLLC und unterstützen DDR5-Arbeitsspeicher mit regulär 8.000 MT/s.
Frühe Testmuster mit acht Coyote-Cove-Performance-Kernen und 16 Arctic-Wolf-Efficiency-Kernen wurden zunächst im internen Verfahren 18A-P mit rückseitiger Stromversorgung gefertigt, bevor die Compute-Tiles für nachfolgende Muster auf das N2P-Verfahren von TSMC wechselten.
Zudem belegt Intels 60. Architecture Instruction Set Extensions Manual, dass die Architektur sowohl ein AVX-512-Subset als auch das AVX10.2-Superset auf den Performance- und Efficiency-Kernen unterstützt.

