Der Technologiekonzern Microsoft bemüht sich derzeit um die Stabilisierung seiner Infrastruktur, nachdem erneut weitreichende Serviceausfälle gemeldet wurden. Im Zentrum der aktuellen Störungen stehen Suchfunktionen innerhalb der Microsoft-365-Anwendungen sowie zentrale Dienste der Entwicklerplattform GitHub. Das Unternehmen bestätigte, dass die Beeinträchtigungen eine Teilmenge der weltweiten Nutzerschaft betreffen.
Ursachenanalyse und Fehlerbehebung bei Microsoft 365
Die aktuellen Einschränkungen in der Microsoft-365-Umgebung betreffen insbesondere die Suchfunktionalität in den Anwendungen Outlook (sowohl Web- als auch Desktop-Clients), SharePoint Online und OneDrive.
Nach internen Untersuchungen gab das Unternehmen bekannt, dass ein kürzlich durchgeführtes Deployment die Ursache für die Probleme sei. Diese Aktualisierung habe zu einer Ineffizienz bei der Ressourcennutzung geführt, was wiederum die Performance der Suchdienste beeinträchtigte.
Microsoft führt den Vorfall unter der Kennung Incident MO1456424. Den Angaben zufolge wurde bereits eine Korrekturmaßnahme bereitgestellt, um die Funktionalität wieder vollständig herzustellen. Obwohl das Ausmaß der Störung auf eine Teilmenge der Nutzer begrenzt sei, wurden bislang keine spezifischen geografischen Regionen genannt, in denen die Ausfälle besonders gehäuft auftraten.
Erhebliche Beeinträchtigungen auf der GitHub-Plattform
Zusätzlich zu den Problemen bei den Büroanwendungen verzeichnete die Microsoft-Tochter GitHub massive Störungen ihrer Kerndienste. Betroffen waren wesentliche Funktionen wie Pull Requests, GitHub Actions, Issues, Webhooks sowie die API-Schnittstellen. Auch der KI-gestützte Programmierassistent GitHub Copilot war in seiner Leistung eingeschränkt.
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Die Ausfallzeit wurde mit insgesamt 6 Stunden und 42 Minuten beziffert. Während dieses Zeitraums wurden signifikante Fehlerraten beobachtet: Bei Web- und API-Anfragen lag die Quote bei etwa 20 Prozent, während bei Downloads Fehlerraten von rund 50 Prozent verzeichnet wurden.
Insbesondere der Dienst raw.githubusercontent.com wies eine Fehlerrate von 50 Prozent auf. Nachdem die verantwortliche Komponente identifiziert und Korrekturmaßnahmen ergriffen worden waren, meldete die Plattform starke Anzeichen einer Erholung. Die Zahl der Störungsmeldungen sank in der Folge von etwa 3000 auf wenige hundert Fälle ab.
Häufung technischer Zwischenfälle
Die jüngsten Ereignisse reihen sich in eine Serie technischer Probleme ein. Für GitHub handelte es sich um den siebten Vorfall innerhalb von 15 Tagen. Branchenstatistiken verdeutlichen die Frequenz der Herausforderungen: Im Zeitraum von Mai 2025 bis April 2026 wurden für die Plattform insgesamt 257 Incidents registriert, wovon 48 als schwerwiegende Störungen eingestuft wurden.
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Neben den Such- und Entwicklerdiensten wurden in den vergangenen Stunden weitere Unregelmäßigkeiten im Microsoft-Ökosystem bekannt. Dazu zählen Schwierigkeiten bei der Anmeldung für OneNote unter iOS, Probleme mit Exchange-Mailboxen, fehlerhafte Teams-Berichte sowie Störungen bei Outlook-Add-ins und dem Notruf-Standortdienst in Teams.
Während einige Marktbeobachter über einen Zusammenhang mit Problemen bei Amazon Web Services spekulierten, liegt hierfür keine offizielle Bestätigung vor. In Fachforen äußerten Nutzer zudem verstärkt Rückfragen an GitHub-Mitarbeiter bezüglich der Ursachen für die wiederholten Ausfälle, wobei zunächst keine detaillierten internen Informationen kommuniziert wurden.

