GitHub Copilot: Ab Juni 2026 drastisch teurer – Nutzer rechnen mit 60x Kosten

Microsoft stellt GitHub Copilot auf Verbrauchsabrechnung um, was für Vielnutzer massive Kostensteigerungen bedeutet. Windows-11-Anwender hadern weiter mit den tief integrierten KI-Funktionen.

Der KI-Assistent für Entwickler wird zum Juni 2026 teurer – und Windows-Nutzer hadern mit den hartnäckigen KI-Funktionen im Betriebssystem.

Microsoft dreht an der Preisschraube: Ab dem 1. Juni 2026 führt der Konzern für GitHub Copilot ein neues Abrechnungsmodell ein. Statt einer monatlichen Flatrate zahlen Entwickler künftig nach Verbrauch – ein System, das vor allem Vielnutzern schmerzhafte Kostensteigerungen bescheren dürfte. Parallel dazu kämpfen Windows-11-Anwender weiter mit den tief ins System integrierten KI-Funktionen, die sich nur widerwillig entfernen lassen.

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Entwickler rechnen mit drastisch höheren Kosten

Das neue „AI Credits“-System ersetzt die bisherigen Festpreise. Ein professioneller Account kostet zwar weiterhin zehn Dollar im Monat, enthält aber nur noch 1.000 Credits. Ein Credit entspricht etwa einem US-Cent. Die Krux: Wer den Assistenten intensiv nutzt, muss tief in die Tasche greifen.

In Entwicklerforen wie Reddit und auf X berichten Nutzer von erschreckenden Rechnungen. Einige erwarten einen Anstieg von 29 auf 750 Dollar monatlich, andere sogar von 50 auf 3.000 Dollar. Das entspricht einer Steigerung um das 25- bis 60-Fache. In Malaysia etwa bietet der Professional-Tarif für umgerechnet rund neun Euro lediglich 2.000 Code-Vervollständigungen und 300 Premium-Anfragen.

Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Dienst boomt. Microsoft-CEO Satya Nadella bestätigte im Januar 2026, dass GitHub Copilot 4,7 Millionen zahlende Abonnenten zählt – ein Plus von 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Windows 11: Der Kampf um die KI-Sichtbarkeit

Während Großkunden wie Accenture im April 2026 eine gigantische Einführung mit 743.000 Lizenzen ankündigten, zeigt sich die Basis frustriert. Microsoft hatte Anfang 2026 versprochen, den Copilot im Betriebssystem weniger aufdringlich zu platzieren – nur um wenige Wochen später zur ursprünglichen Seitenleisten-Konfiguration zurückzukehren.

Aktuell können Nutzer die KI-Funktionen auf mehreren Wegen eindämmen:

  • Taskleiste entfernen: Das Copilot-Symbol per Rechtsklick lösen
  • Deinstallation: Die dedizierte App über die Windows-Einstellungen entfernen
  • Tastatur umbelegen: Mit Microsoft PowerToys die spezielle Copilot-Taste neuerer Tastaturen umprogrammieren
  • Gruppenrichtlinien: In den Editionen Pro, Enterprise und Education lässt sich die Funktion systemweit deaktivieren

Ein technisches Update vom April 2026 bringt zudem eine wichtige Neuerung: Nutzer können nun verhindern, dass Copilot bei künftigen Systemupdates automatisch neu installiert wird. Analysten bezweifeln jedoch, dass Microsoft auf Dauer die Finger davon lässt – besonders bei größeren Funktionsupdates.

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Neue Anpassungsmöglichkeiten und Hardware-Partnerschaft

Um die Kritik an der überladenen Oberfläche zu entschärfen, veröffentlichte Microsoft am 29. Mai 2026 den Windows 11 Insider Preview Build 26300.8553. Die experimentelle Version erlaubt erstmals, die Sichtbarkeit einzelner Bereiche im Startmenü anzupassen und zwischen verschiedenen Größen für angeheftete und zuletzt verwendete Apps zu wählen. Diese Funktionen sollen mit dem 26H2-Update später im Jahr für alle Nutzer kommen.

Parallel dazu baut Microsoft das Hardware-Ökosystem für seine KI-Agenten aus. Am 30. Mai 2026 wurden Pläne für die ersten Windows-PCs mit Nvidia-Prozessoren bekannt, die speziell für lokale KI-Agenten ausgelegt sind.

Mit der kürzlich eingeführten „Work IQ“-Funktion und einem „progressive disclosure“-Design will Microsoft zudem die kognitive Überlastung reduzieren. Das System nutzt Kontext aus internen Dokumenten und E-Mails, um relevantere Vorschläge zu liefern. Nutzer können dabei zwischen verschiedenen KI-Modellen wechseln – je nachdem, ob sie im Büro oder von unterwegs arbeiten.