GitHub Copilot CLI 1.0.64: Tabs, KI-Agent und neue Terminals

GitHub veröffentlicht überarbeitete Copilot CLI mit tab-basierter Oberfläche, Sitzungswiederaufnahme und erweiterten KI-Funktionen für Entwickler.

Das Update bringt eine spezialisierte Terminal-Oberfläche und erweiterte KI-Funktionen.

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Tab-basierte Oberfläche und verbesserte Workflows

Die neue Copilot CLI, die am heutigen Dienstag in die allgemeine Verfügbarkeit gegangen ist, bietet Entwicklern eine zentrale Anlaufstelle. In einer tab-basierten Umgebung lassen sich nun Issues, Pull Requests und Gists verwalten. Die Version 1.0.64 enthält geführte Konfigurationen für das Model Context Protocol (MCP), Plugins und verschiedene Skills.

Besonders praktisch: Die Sitzungswiederaufnahme bewahrt Dateiverweise, und ein neuer „Rubber-Duck“-Subagent hilft bei der Code-Überprüfung. Die CLI unterstützt zudem „Bring Your Own Key“ (BYOK) für OpenAI-kompatible Websockets und bietet Pfadzugriffsabfragen mit Symlink-Zielen.

Barrierefreiheit und Bedienkomfort

Ein Schwerpunkt der Neugestaltung lag auf der Zugänglichkeit. Die Oberfläche unterstützt jetzt Bildschirmlesegeräte und verwendet themenbewusste Farben, die den GitHub-Standards entsprechen. Entwickler können zudem Inline-Bilder rendern und per Mausklick im Terminal navigieren.

Agentische Fähigkeiten im Fokus

Bereits Anfang der Woche hatte GitHub seine agentischen Angebote erweitert. Die Spracherkennung auf dem Gerät und der Rubber-Duck-Agent sind nun allgemein verfügbar. Principal Technical Program Manager Ilyas F erklärte, dass der Rubber-Duck-Agent die Arbeit eines Entwicklers gegen ein zweites KI-Modell prüfen kann – für mehr Genauigkeit.

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Das Unternehmen hat zudem sein System für „Agent Skills“ formalisiert. Dabei handelt es sich um eigenständige Ordner mit Assets und Dokumentation, die über die GitHub-CLI installiert werden können. Verfügbare Skills umfassen unter anderem die Wissensaneignung über Codebasen und Bereitschaftsbewertungen.

Integration in Drittanbieter-Umgebungen

Auch für externe Entwicklungsumgebungen gibt es Neuerungen. Updates für JetBrains-IDEs führen eine öffentliche Vorschau für Claude als Agentenanbieter ein, zusammen mit einem neuen Modellauswähler und KI-Kreditindikatoren pro Durchlauf. Für Unternehmensnutzer gibt es organisationsweite Agenten und eine Zusammenfassung der Agent-Debug-Logs.

Diese Veröffentlichungen folgen auf die allgemeine Verfügbarkeit der Copilot-Desktop-Anwendung vom 17. Juni 2026. Zeitgleich setzt GitHub neue Sicherheitsstandards um: Am 18. Juni veröffentlichte das Unternehmen Version 7 seines Actions-Checkout-Tools, um Workflow-Angriffe mit ungeprüftem Code aus Repository-Forks zu verhindern.

Wettbewerb und Preismodell im Wandel

Die technische Expansion der Copilot-Suite erfolgt vor dem Hintergrund sich verändernder Entwicklerpräferenzen. GitHub hatte Copilot zum 1. Juni 2026 auf nutzungsabhängige Abrechnung umgestellt. Branchenbeobachter sehen darin eine Reaktion auf den zunehmenden Wettbewerb durch Alternativen wie Cursor, Claude Code und Windsurf.

Cursor stärkte seine Position zuletzt durch die Übernahme der Open-Source-Copilot-Alternative Continue – ein Schritt, der am 22. Juni bekannt wurde. Während GitHub Copilot ein dominierender Player bleibt, weichen einige Entwickler aufgrund der schwer kalkulierbaren Kosten oder spezifischer Agent-Funktionen der Konkurrenz aus. In dieselbe Periode fällt die Einstellung des Gemini-CLI für Verbraucher am 18. Juni sowie die frühere Schließung des Dienstes Phind im Januar 2026.