GitHub Copilot: KI-Agent startet in Teams und Slack

GitHub integriert den Copilot Coding Agent in Microsoft Teams. Die Public Preview erlaubt kontextbasiertes Programmieren direkt aus Chat-Unterhaltungen.

Die Microsoft-Tochter GitHub hat die Integration des Copilot Coding Agent in Microsoft Teams gestartet. Wie das Unternehmen mitteilte, ist das Werkzeug ab sofort in einer öffentlichen Testphase (Public Preview) sowohl für die Desktop-Anwendung als auch für die Web-App von Teams verfügbar. Damit wird es Softwareentwicklern ermöglicht, Informationen aus laufenden Chat-Unterhaltungen direkt als Kontext für automatisierte Programmiervorgänge zu verwenden.

Die Neuerung zielt darauf ab, den Übergang von der konzeptionellen Diskussion in Kommunikationsplattformen zur tatsächlichen Code-Implementierung zu verkürzen. Durch die agentischen Fähigkeiten des Tools können Nutzer den KI-Assistenten beauftragen, spezifische Entwicklungsaufgaben innerhalb der Kollaborationsumgebung zu übernehmen.

Erweiterte Funktionen für den Entwickleralltag

Der Copilot-Agent ist in der Lage, gemeldete Probleme (Issues) in den Repositories zu untersuchen, eigenständig Code-Änderungen vorzuschlagen und diese umzusetzen.

Ein zentraler Bestandteil des Workflows ist die automatisierte Erstellung von Pull Requests. Dabei agiert die KI nicht in einem isolierten Raum, sondern unterliegt den bereits bestehenden Repository-Berechtigungen und Kontrollmechanismen für Pull Requests. Damit soll sichergestellt werden, dass automatisierte Änderungen denselben Qualitäts- und Sicherheitsstandards folgen wie manuell erstellter Code.

In der Praxis können Entwickler den Agenten über den Befehl „@GitHub“ im Chat ansprechen. Zu den unterstützten Aufgaben gehören neben der Beantwortung von Code-Fragen auch die sogenannte Bug-Triage, also die Sichtung und Einordnung von Fehlermeldungen.

Zudem bietet die Integration die Möglichkeit, in einer Cloud-basierten Sandbox-Umgebung zu arbeiten, um Code-Entwürfe sicher zu testen, bevor diese in den Hauptzweig eines Projekts übernommen werden.

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Verfügbarkeit und administrative Voraussetzungen

Die öffentliche Testphase des Copilot-Agenten wurde bereits vor wenigen Tagen eingeleitet und umfasst neben Microsoft Teams auch die Plattform Slack. Bei der Bereitstellung gibt es jedoch Unterschiede in den Lizenzmodellen: Während der Zugriff in Microsoft Teams für Nutzer aller bezahlten Copilot-Pläne möglich ist, beschränkt sich die Verfügbarkeit in Slack derzeit auf Kunden der Varianten Copilot Business und Copilot Enterprise.

Für Unternehmen, die die neuen Funktionen nutzen möchten, ist ein administrativer Eingriff erforderlich. Administratoren müssen die entsprechende Richtlinie für den Copilot Cloud-Agenten (Copilot Cloud-Agent-Policy) explizit aktivieren. Zudem weist GitHub darauf hin, dass die Nutzung der Cloud-Sandbox-Umgebung separat abgerechnet wird.

Kontextbezogene Entwicklung als Kernvorteil

Der wesentliche Vorteil der Integration liegt in der Nutzung von Teams-Unterhaltungen als Datenquelle. Oftmals entstehen wichtige Entscheidungen über die Architektur oder Fehlerbehebung während einer Diskussion im Team-Chat. Bisher mussten diese Informationen manuell in die Entwicklungsumgebung übertragen werden.

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Durch die neue Schnittstelle kann der Copilot Coding Agent diesen Kontext direkt erfassen und für agentische Coding-Sessions nutzen, was die Fehlerquote bei der Informationsübertragung senken und die Geschwindigkeit der Umsetzung erhöhen soll.

Mit diesem Schritt baut GitHub seine Strategie aus, KI-Unterstützung nicht mehr nur direkt in der integrierten Entwicklungsumgebung (IDE), sondern über den gesamten Software-Lebenszyklus und die damit verbundenen Kommunikationswege hinweg anzubieten. Die Public Preview dient nun dazu, Feedback aus der Entwicklergemeinschaft zu sammeln, bevor die Funktion allgemein verfügbar gemacht wird.