GitHub Copilot: KI genehmigt Pull Requests offiziell

GitHub erweitert Copilot um Pull-Request-Freigaben, neue Modelle und HydraFusion. Benchmarks zeigen teils höhere Qualität bei deutlich geringeren Kosten.

Die Entwicklerplattform GitHub hat den Funktionsumfang ihres KI-Assistenten Copilot signifikant erweitert. Wie das Unternehmen mitteilte, ist das Werkzeug nun offiziell in der Lage, Pull Requests zu genehmigen. Damit erfüllt Copilot die technischen Repository-Anforderungen, die in vielen Entwicklungsumgebungen eine formale Freigabe vor der Zusammenführung von Code-Änderungen vorschreiben.

Automatisierung im Review-Prozess

Bisher diente GitHub Copilot primär als Unterstützung beim Schreiben von Code oder zur Analyse bestehender Strukturen. Mit der neuen Funktionalität greift die Künstliche Intelligenz nun tiefer in den Workflow der Softwareentwicklung ein. Durch die Möglichkeit, Pull Requests offiziell zu validieren, können automatisierte Prüfprozesse beschleunigt werden.

Parallel zur Einführung kam es bei der Funktion Copilot Code Review zeitweise zu Beeinträchtigungen. Nach Unternehmensangaben wurde die Ursache identifiziert und Minderungsmaßnahmen eingeleitet. Die Auswirkungen für die Nutzer wurden als gering eingestuft.

Multi-Model-Orchestrierung mit HydraFusion

Zusätzlich zur neuen Genehmigungsfunktion hat GitHub das „Project HydraFusion“ angekündigt. Dabei handelt es sich um eine Research Preview für die Copilot-Kommandozeile (CLI), die Coding-Anfragen über eine Multi-Model-Orchestrierung steuert. Das System nutzt drei verschiedene Ausführungsmuster: Single, Cascade und Critique.

Interne Vergleiche mit dem Modell Claude Opus 5 zeigen unterschiedliche Ergebnisse in der Effizienz. Beim Benchmark TerminalBench 2.1 erzielte HydraFusion eine Steigerung der Qualität um 4,9 Punkte bei einer gleichzeitigen Kostenreduktion von 67 Prozent.

In anderen Testszenarien wie DeepSWE sank die Punktzahl geringfügig um 1,5 Punkte, während die Kosten um 36 Prozent fielen. Beim CheckpointBench lag der Qualitätsverlust bei lediglich 0,1 Punkten, gepaart mit einer Kostenersparnis von 65 Prozent.

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Erweiterte Agenten-Funktionen und Modell-Updates

Bereits in den vergangenen Wochen wurden die Möglichkeiten für parallele Arbeitsschritte ausgebaut. Die Copilot-App unterstützt nun mehrere gleichzeitig ausführbare AI-Agenten-Sessions. Diese sind über Git Worktrees isoliert, wodurch jede Sitzung ihren eigenen Kontext behält. Diese Funktion steht seit Anfang Juli 2026 für alle Copilot-Abonnements zur Verfügung.

Im Rahmen der regelmäßigen Aktualisierungen wurden zudem neue Modelle integriert. Für Nutzer der Tarife Pro+, Max, Business und Enterprise ist nun Claude Fable 5.1 verfügbar. Gemini 3.8 Flash wurde ebenfalls für alle kommerziellen Tarife bereitgestellt, wobei für dieses Modell ein Einführungspreis bis zum 31. Dezember 2026 gilt.

Gleichzeitig kündigte GitHub die schrittweise Einstellung älterer Modelle an. Anfang Oktober 2026 werden Gemini 3.5 und 3.6 Flash sowie Kimi K2.7 Code und Claude Opus 4.7 deaktiviert. Als Alternativen stehen Gemini 3.8 Flash, Kimi K3 und Claude Opus 5 bereit.

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Administrative Neuerungen für Unternehmen

Für die Tarife Copilot Business und Enterprise öffnet GitHub in den kommenden Wochen wieder schrittweise die Neuanmeldungen per Kreditkarte oder PayPal. Dies geht mit einer strengeren Überprüfung der Konten und einer neuen Abrechnungsstruktur einher, die ab dem 1. Oktober 2026 in Kraft tritt.

Auch die Integration in Entwicklungsumgebungen wurde aktualisiert. Die Version 1.136 von VS Code enthält unter anderem eine öffentliche Vorschau für den „Agent Merge“ sowie experimentelle Funktionen für Multi-root Workspaces und hierarchische Chat-Sessions. Zudem halten die Copilot-App und die Kommandozeile nun definierte Ausschlusskriterien für Inhalte (Content Exclusions) strikt ein.