Globale KI-Regeln: Fast 90 Prozent der Deutschen halten sie für wichtig

In einer Forsa-Erhebung bewerten 89 Prozent globale KI-Vorgaben als wichtig oder sehr wichtig; die Zustimmung unterscheidet sich nach Alter und Parteipräferenz.

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Eine breite Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland spricht sich für globale Standards beim Einsatz von künstlicher Intelligenz aus. Fast 90 Prozent der Bürger halten weltweit gültige KI-Regeln für sehr wichtig oder wichtig. Dies geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift „Internationale Politik“ hervor, über die Medien am 24. Oktober 2026 berichteten.

Konkret stuften 70 Prozent der Befragten ein solches Regelwerk als sehr wichtig ein, während 19 Prozent es als wichtig bezeichneten. Lediglich 9 Prozent gaben an, verbindliche globale Vorgaben für nicht oder gar nicht wichtig zu erachten.

Deutliche Unterschiede zwischen Altersgruppen und Bildungsständen

Die Erhebung, für die Forsa am 9. und 12. Oktober insgesamt 1.000 Personen befragte, offenbart spürbare Unterschiede je nach Altersgruppe. Während bei den jüngeren Bürgern im Alter von 18 bis 29 Jahren 47 Prozent weltweite Regelungen als sehr wichtig einstuften, lag dieser Wert in der Gruppe der 30- bis 44-Jährigen bei 70 Prozent.

Noch ausgeprägter zeigte sich die Zustimmung bei älteren Personen: Bei den 45- bis 59-Jährigen sahen 79 Prozent globale Vorgaben als sehr wichtig an, bei den Befragten ab 60 Jahren lag der Anteil bei 77 Prozent.

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Auch das Bildungsniveau korreliert mit dem Wunsch nach Regulierung. Befragte mit Abitur stuften weltweite Regeln zu 79 Prozent als sehr wichtig ein. Bei Personen mit Mittlerer Reife lag dieser Anteil bei 66 Prozent, während Befragte mit Hauptschulabschluss zu 61 Prozent dieselbe Ansicht teilten.

Hinsichtlich des Geschlechts fielen die Differenzen geringer aus: Unter den befragten Frauen hielten 72 Prozent internationale Regeln für sehr wichtig, bei den Männern waren es 68 Prozent.

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Haltung variiert nach parteipolitischer Ausrichtung

Bei der Aufschlüsselung nach Parteipräferenzen zeigten sich klare Tendenzen. Den Spitzenwert bei der Zustimmung verzeichneten Anhänger der Grünen, von denen 93 Prozent globale KI-Regeln als sehr wichtig bewerteten. Bei den Wählern der AfD stuften 49 Prozent die Festlegung internationaler Leitlinien als sehr wichtig und 22 Prozent als wichtig ein. Zugleich äußerten 26 Prozent der AfD-Wähler, globale Regeln seien weniger oder gar nicht wichtig.

In den übrigen Wählerschichten stieß eine Ablehnung weltweiter Regulierungen kaum auf Resonanz. Unter den Anhängern von CDU und CSU sowie der SPD bezeichnete jeweils lediglich 1 Prozent globale Vorgaben als weniger oder gar nicht wichtig. Bei den Wählern der Grünen betrug dieser ablehnende Anteil 2 Prozent, bei den Unterstützern der Linken lag er bei 4 Prozent.