GlobalFoundries UX-Plattformen: Neue Chips für Physical AI und Edge-KI

GlobalFoundries öffnet zwei UX-Prozesse für Kunden und baut sein Angebot für Edge-KI mit Speicher-, Prozessor- und FPGA-Technologien aus.

GlobalFoundries (GFS) hat auf dem GTS in Nordamerika die Verfügbarkeit von Prozess-Design-Kits (PDK) für seine neue UX-Plattform-Familie angekündigt. Die beiden Technologien 40UX und 22UX richten sich an intelligente Edge-Anwendungen, Konnektivitätslösungen und den Bereich Physical AI, also die Verschmelzung von künstlicher Intelligenz mit physischen Systemen wie Robotik und Sensorik.

Zwei Plattformen für unterschiedliche Einsatzfelder

Die 40UX-Technologie basiert auf einem 40-Nanometer-Prozess und ist laut GlobalFoundries für Mikrocontroller und IoT-Anwendungen konzipiert. Die Produktion soll ab 2027 in Singapur anlaufen, zusätzlich ist ein Standort in Malta vorgesehen. Die zweite Plattform, 22UX, nutzt einen 22-Nanometer-Prozess und zielt auf Edge-KI sowie Mixed-Signal-Anwendungen ab. Ihre Fertigung ist am Standort Dresden angesiedelt.

Beide Plattformen stehen Kunden bereits für Engagements und Prototyping über den GlobalShuttle-Service zur Verfügung, wie GlobalFoundries mitteilte. Damit können Kunden frühzeitig mit der Entwicklung eigener Chipdesigns auf Basis der neuen Prozesstechnologien beginnen.

Wachsender Markt für Physical AI

GlobalFoundries begründet den Vorstoß mit dem erwarteten Wachstum des Marktes für Physical AI, den das Unternehmen bis 2030 auf über 18 Milliarden US-Dollar beziffert. Im Zuge der strategischen Ausrichtung auf diesen Bereich hat GlobalFoundries zudem die Übernahme des ARC-Prozessorgeschäfts von Synopsys abgeschlossen, zu dem mehr als 150 Patente und rund 300 Kunden gehören.

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Als weiteren technologischen Baustein nannte das Unternehmen embedded RRAM auf der 22FDX+-Plattform, dessen Volumenproduktion demnächst erwartet wird.

Kooperation mit RAAAM für neuen Speichertyp

Parallel zur UX-Ankündigung gaben GlobalFoundries und das Unternehmen RAAAM eine Zusammenarbeit zur Entwicklung von Gain-Cell RAM (GCRAM) auf Basis der FDX-Technologie bekannt. Ein Testchip habe den Tape-out bereits erfolgreich durchlaufen.

Mit der GCRAM-Entwicklung verfolgen beide Partner das Ziel, gegenüber klassischem SRAM eine Flächenersparnis von 40 Prozent sowie eine Leistungsreduktion von bis zu 60 Prozent zu erreichen. Leitkunden sollen ab Anfang 2027 Zugang zum Design erhalten; der Halbleiterhersteller NXP evaluiert die Lösung bereits.

MIPS präsentiert Prozessorplattformen, QuickLogic zeigt eFPGA-IP

Im Umfeld der UX-Ankündigung stellte auch MIPS, ein zu GlobalFoundries gehörendes Unternehmen, drei neue Workload-native Plattformen für Physical AI vor: Acies für Inferenz-Anwendungen, Actus für ereignisbasierte Verarbeitung und Aegis für sicherheitskritische Anwendungen. MIPS-CEO Sameer Wasson betonte dabei einen Software-first-Ansatz bei der Entwicklung der neuen Plattformen.

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Ebenfalls auf dem GTS North America in Santa Clara präsentierte QuickLogic am 2. September 2026 erweiterte eFPGA-Hard-IP für den GF-12LP-Prozess. Die Lösung umfasst eine DSP-MAC-Einheit, ist auf eine Skalierbarkeit von über 250.000 LUTs ausgelegt und verfügt optional über einen Configuration Bit Health Monitor.

Die Ankündigungen bündeln sich zu einem umfassenden Technologiepaket, mit dem GlobalFoundries seine Position im Wachstumsmarkt rund um Edge-KI und physische künstliche Intelligenz stärken will.