Google baut die Suchfunktion in Gmail grundlegend um: Statt klassischer Trefferlisten liefert die Suche künftig direkte Antworten in Form von AI Overviews. Die Funktion richtet sich zunächst an zahlende Workspace-Kunden und wird weltweit ausgerollt, wie heise.de berichtete.
Stufenweiser Rollout
Der Rollout läuft in zwei Kanälen an. Im sogenannten Rapid-Release-Kanal ist die Verteilung bereits seit dem 3. September angelaufen, im Scheduled-Release-Kanal startete sie am 21. September. Laut einem Bericht von blogspan.net kann es im schnellen Kanal bis zu 15 Tage dauern, bis die Funktion für alle Nutzer sichtbar ist, im Scheduled-Kanal soll es hingegen nur ein bis drei Tage dauern.
Eine Einschränkung gibt es bislang bei der Sprache: Die KI-Antworten funktionieren laut heise.de nur, wenn die Gmail-Oberfläche auf Englisch eingestellt ist.
Verfügbarkeit in DACH-Region, private Konten ausgeschlossen
Workspace-Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz können die neue Suchfunktion laut einem Bericht von nydus.org nutzen. Anders sieht es bei privaten Google-Konten aus: Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum, in der Schweiz, in Großbritannien und Japan bleiben von der Funktion vorerst ausgeschlossen. Private Konten außerhalb dieser vier Ausnahmeregionen werden dagegen laut blogspan.net seit dem 3. September schrittweise freigeschaltet.
Auf Workspace-Seite steht die Funktion Kunden mit den Tarifen Business/Enterprise Starter, Standard, Plus sowie Frontline Plus zur Verfügung. Auch Nutzer von Google AI Pro for Education sowie weiteren KI-Add-ons beziehungsweise dem AI-Expanded-Access-Zusatz können die Funktion nutzen, wie heise.de berichtete.
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Vier Schalter für die Aktivierung
Nach Angaben von Google ist die Funktion zwar standardmäßig aktiviert, ihr tatsächlicher Einsatz hängt jedoch von insgesamt vier Einstellungen ab, wie blogspan.net berichtete. Auf Administratorseite müssen sowohl Gemini für Workspace in Gmail als auch der Workspace-Intelligence-Zugriff auf Gmail aktiviert sein.
Nutzerseitig braucht es zusätzlich die Freigabe der Smart Features in Gmail, Chat und Meet sowie der Workspace-weiten smarten Funktionen. Erst wenn alle vier Schalter aktiv sind, greift die neue KI-gestützte Suche vollständig.
Vergleich zur Konkurrenz
Mit dem Schritt reagiert Google auf eine Entwicklung, die auch bei der Konkurrenz bereits Einzug gehalten hat: Microsoft bietet mit Copilot in Outlook eine vergleichbare Funktion an, wie heise.de anmerkte. Beide Anbieter setzen damit zunehmend auf generative KI, um die E-Mail-Suche von der reinen Stichwortsuche zu einer dialogbasierten Beantwortung von Nutzeranfragen weiterzuentwickeln.
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Für Unternehmen in der DACH-Region bedeutet der Rollout zunächst vor allem administrativen Aufwand: Da die Funktion an mehrere Freigaben gebunden ist, müssen IT-Verantwortliche aktiv werden, damit Mitarbeitende die neuen KI-Antworten in der Gmail-Suche tatsächlich nutzen können.

