Die digitale Vertriebsplattform GOG plant die Veröffentlichung einer offiziellen Linux-Version ihres Launchers GOG Galaxy. Wie das Unternehmen in seinem ersten Showcase anlässlich des 18. Geburtstags mitteilte, befindet sich der Client bereits in der Entwicklung und soll im Jahr 2027 auf den Markt kommen. Damit reagiert die Plattform auf eine langjährige Forderung der Nutzerschaft: Auf der offiziellen Community-Wunschliste verzeichnete der Vorschlag für eine Linux-Unterstützung am 5. November 2026 mehr als 44.000 Stimmen.
Neue Generation der Software für alle Betriebssysteme
Die Linux-Fassung soll Teil einer grundlegend neu entwickelten Galaxy-Version sein, die künftig plattformübergreifend bereitgestellt wird. Eine im Rahmen der Präsentation gezeigte Entwicklungsfassung wies eine modernisierte Spielebibliothek mit dedizierten Ansichten für kürzlich gespielte und neu hinzugefügte Titel auf.
Zudem integriert die neue Oberfläche Filteroptionen sowie wählbare Farbthemen. Nach Unternehmensangaben soll die Neuauflage optisch überarbeitet worden sein und schneller laufen.
Auch die Versionen für Windows und macOS erhalten diese Überarbeitung. GOG-Mitgründer Michal Kicinski verwies in diesem Zusammenhang auf das neue Design, das Anpassungsmöglichkeiten für Schriftarten sowie die Farbpalette vorsieht.
Trotz der Neuerungen betont der Betreiber, dass der Einsatz von GOG Galaxy auch weiterhin optional bleibt. Die Spiele lassen sich wie gewohnt über DRM-freie Offline-Installationsprogramme herunterladen und nutzen, die von den Änderungen unberührt bleiben.
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Über die offizielle Jubiläumsseite des Anbieters können sich Interessierte bereits für eine geschlossene Beta-Phase vormerken. Ein konkreter Starttermin für diesen Testlauf steht bislang ebenso wenig fest wie ein genauer Erscheinungsmonat für die finale Veröffentlichung im Jahr 2027. Berichten zufolge sind auch wesentliche technische Aspekte der Linux-Fassung noch ungeklärt: Unbeantwortet blieben Fragen zu offiziell unterstützten Distributionen, den Systemanforderungen sowie der Integration von Cloud-Speicherständen und Errungenschaften.
Auch zur Einbindung von Kompatibilitätswerkzeugen wie Wine oder Proton sowie zum künftigen Umgang mit reinen Windows-Spielen machte das Unternehmen noch keine Angaben. Mit dem Erscheinen schließen sich die Reihen der etablierten Launcher, womit GOG Galaxy neben Steam und dem Epic Games Launcher auf Linux vertreten sein wird.
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Weitere Neuerungen im Jubiläums-Showcase
Die Ankündigung des Linux-Clients bildete die fünfte Enthüllung der Veranstaltung. Daneben stellte GOG unter der Bezeichnung GOG Social eine neugestaltete Community-Plattform vor. Diese verzichtet auf algorithmische Empfehlungen und bietet stattdessen Galerien für Bildschirmfotos, Videofunktionen, Umfragen sowie geschachtelte Antworten.
Zudem präsentierte die Plattform mit Retrovibe by GOG eine eigene Publishing-Partnerschaft, die Projekte wie Project Warlock: Lost Chapters, Cop Bastard, The Looter, Shardpunk 2 und After Hell Freezes Over umfasst. Das hauseigene Programm zum Erhalt älterer Spieletitel, das laut Betreiberangaben mehr als 10.000 Unterstützer in 100 Ländern zählt und über 1.700 Fehlerbehebungen für mehr als 300 Klassiker umfasst, wurde um den Titel Nox erweitert.
Flankierend dazu wurden sieben Jubiläumsausgaben früherer Titel veröffentlicht, darunter restaurierte Versionen von Wing Commander: Prophecy und Road Rash.

