Good Lock für Galaxy: Über 20 Module bringen neue Funktionen aufs Handy

One UI bietet flexible Einstellungen für Bedienung, Datenschutz und Personalisierung; Good Lock ergänzt die Galaxy-Geräte um zahlreiche Anpassungsmodule.

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Die One-UI-Benutzeroberfläche auf Samsung-Galaxy-Geräten bietet zahlreiche Optionen zur individuellen Konfiguration, die über die Standardansicht hinausgehen. Wie aktuelle Anleitungen zur Anpassung der Bedienoberfläche aufzeigen, lassen sich zentrale Bedienelemente wie das Schnelleinstellungs-Panel gezielt erweitern und neu organisieren.

Nutzer können über ein Stift-Symbol im Kontrollzentrum eine oft übersehene zweite Seite mit Verknüpfungen freischalten, um dort Funktionen wie mobile Daten, die Taschenlampe, den Bildschirmrekorder oder den QR-Code-Scanner flexibel zu platzieren.

Schnelleinstellungen und Systemsteuerung nach Bedarf belegen

Neben der Anordnung der Schnelleinstellungen lässt sich die Systemsteuerung weiter vereinheitlichen. Möglich ist unter anderem die Zusammenführung des Benachrichtigungsbereichs mit dem Schnelleinstellungs-Panel sowie der Einsatz einer Now-Bar-Filterung für eingehende Mitteilungen.

Auch die standardmäßige Belegung der Seitentaste lässt sich verändern: Statt des Sprachassistenten Bixby kann das klassische Ausschalt-Menü hinterlegt werden. Der Pfad dazu führt über die Einstellungen zu den erweiterten Funktionen und dem Menüpunkt Funktionstaste.

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Für das Herunterfahren oder den Neustart eines Galaxy-Smartphones stehen mehrere Wege zur Verfügung. Neben der Belegung der Seitentaste lässt sich das Ausschalt-Symbol oben rechts im Schnelleinstellungs-Menü nutzen, ein Sprachbefehl über Bixby absetzen oder die Kombination aus Funktionstaste und Leiser-Taste für 2 bis 3 Sekunden gedrückt halten.

Sollte das Smartphone einfrieren, lässt sich ein Soft-Reset durch das Gedrückthalten beider Tasten für über 7 bis 10 Sekunden auslösen. Ein automatischer Neustart kann ebenfalls eingerichtet werden, sofern der Bildschirm ausgeschaltet ist, das Gerät ungenutzt bleibt, der Akkustand über 30 Prozent liegt und keine SIM-Sperre aktiv ist.

Datenschutzfunktionen und App-Verwaltung

Zum Schutz der Privatsphäre stehen ab One UI 3.0 zwei native Methoden zur Verfügung, um Anwendungen auf Galaxy-Geräten zu verbergen. Zum einen lassen sich Apps direkt über die Desktop-Einstellungen ausblenden. Diese Funktion wird auf Modellen der Reihen S21, S22, S23, S24 sowie der A- und Z-Serie unterstützt, steht in speziellen Minimal-System-Modi jedoch nicht bereit.

Für sensiblere Daten existiert der auf Samsung Knox basierende Sichere Ordner, der vor der Nutzung eine separate Initialisierung erfordert. Für Messenger-Dienste wie WhatsApp bietet die Benutzeroberfläche zudem die Option Dual Messenger an, um zwei Konten parallel zu betreiben.

Erweiterte Personalisierung über Good Lock

Für weitreichende Anpassungen stellt Samsung die offizielle App Good Lock bereit, die über 20 Module umfasst. Sie steht für Galaxy-Geräte ab One UI 6 zur Verfügung – darunter die S23-Reihe, das Z Flip 5, das Z Fold 5 und die Tab-S9-Serie aufwärts – und wird seit Ende 2025 auch über den Google Play Store vertrieben.

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Zu den Modulen zählen unter anderem Theme Park mit einem KI-Theme-Generator, LockStar für Widgets und Animationen auf dem Sperrbildschirm, MultiStar für Split-Screen-Erweiterungen sowie RegiStar für Tastenbelegungen und eine Rückseiten-Tippgeste.

NotiStar protokolliert den Benachrichtigungsverlauf, NavStar modifiziert die Navigationsleiste, und der Camera Assistant schaltet unter anderem einen 24-Megapixel-Modus auf Geräten der S26-Reihe frei.

Beim Modul One Hand Operation Plus, das Gestensteuerungen am Bildschirmrand bereitstellt, kann es mit Stand 2026 zu Konflikten mit den herkömmlichen Edge-Panels kommen. Als Übergangslösung hilft das Drehen des Bildschirms oder eine Anpassung des Gestenbereichs im Modul; Samsung stellte hierfür eine Fehlerbehebung in einem künftigen Update in Aussicht.

Systemübergreifende Komfortfunktionen

Ergänzt wird der Bedienkomfort durch Android-Funktionen, die teilweise speziell in One UI integriert sind. So lassen sich Bildschirmfotos auf Samsung-Geräten unter den erweiterten Funktionen so konfigurieren, dass Status- und Navigationsleisten automatisch ausgeblendet werden.

WLAN-Zugänge können über einen QR-Code geteilt werden – eine Funktion, die seit Android 10 aus dem Jahr 2019 existiert und bei Samsung alternativ über Quick Share bereitsteht. Das seit Android 5.0 aus dem Jahr 2014 bekannte Extend Unlock, ehemals Smart Lock, hält Geräte an vertrauenswürdigen Orten entsperrt, während in Gboard häufig genutzte Zwischenablagen per Pin dauerhaft fixiert werden können.