Grundlage sind ihre plattformübergreifende Nutzbarkeit und umfassende Sicherheitsfunktionen.
Testsieger mit klaren Kriterien
Im aktuellen Ranking der Passwort-Manager haben sich 1Password, Proton Pass und Bitwarden als Spitzenreiter etabliert. Die Experten bewerteten vor allem die breite Plattformunterstützung und die robuste Ausstattung positiv.
Andere Anbieter hinken hinterher: RoboForm bleibt in der Gratisversion auf ein einziges Gerät beschränkt. Dashlane bietet weiterhin keine native Desktop-Anwendung. Der Google Password Manager liefert laut Analyse nur Basisfunktionen, während Apple Passwords an der fehlenden plattformübergreifenden Unterstützung krankt.
Empfohlen werden vor allem Lösungen mit Zero-Knowledge-Architektur – bei denen der Anbieter selbst keinen Zugriff auf die verschlüsselten Daten hat – sowie integrierter Unterstützung für Zwei-Faktor-Authentifizierung und biometrische Sperren.
Google macht Passkeys mobil
Einen bedeutenden Schritt kündigte Google am gestrigen Freitag an: Der Android Password Manager erhält eine Import- und Exportfunktion für Passkeys. Die Technologie basiert auf dem Credential Exchange Protocol (CXP) der FIDO Alliance.
Bislang war die Übertragung digitaler Zugangsdaten zwischen verschiedenen Ökosystemen ein Problem. Mit dem neuen Protokoll sollen Nutzer künftig Passkeys zwischen Androids Bordmitteln und Drittanbieter-Apps wie Bitwarden oder 1Password hin- und herschieben können – ein lang erwarteter Schritt für mehr Flexibilität.
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Keeper Security wächst rasant
Im Unternehmenssegment meldet Keeper Security beeindruckende Zahlen. Der Anbieter erreichte einen jährlichen Wiederholungsumsatz von 225 Millionen Euro – das ist eine Verdreifachung seit 2021. Mehr als 95.000 Organisationen vertrauen auf die Dienste des Unternehmens.
Wachstumstreiber ist die KeeperPAM-Lösung, die im Februar 2025 auf den Markt kam. Am heutigen Samstag wurde das Unternehmen zudem von KuppingerCole als führend im Bereich Non-Human Identity Management ausgezeichnet. Hintergrund: Nicht-menschliche Identitäten – also automatisierte Systeme und KI-Agenten – übersteigen menschliche Zugänge inzwischen im Verhältnis 150 zu 1. Das schafft völlig neue Governance-Herausforderungen.
Weitere ausgezeichnete Anbieter im Bereich Privileged Access Management sind Segura, Devolutions, BeyondTrust und WALLIX. Sie überzeugten durch hohe Kundenzufriedenheit und spezielle Funktionen wie den Just-in-Time-Zugriff.
Neue Bedrohung: Vishing-Attacken auf Passkeys
Trotz besserer Verwaltungswerkezeuge warnen Sicherheitsexperten vor neuen Angriffsmethoden. Seit April 2026 nutzt die Gruppe O-UNC-066 (Pink) sogenanntes Vishing – also Phishing per Telefon – um Microsoft-Entra-Passkey-Anmeldungen zu kapern.
Die Angreifer zielen auf Branchen wie Gesundheitswesen, Luftfahrt und Technologie ab. Sie locken ihre Opfer auf gefälschte Portale, wo sie Anmeldedaten und Multi-Faktor-Codes in Echtzeit abgreifen. So können die Täter eigene FIDO2-Passkeys auf dem Konto des Opfers registrieren – oft mit verheerenden Folgen: Datenabflüsse innerhalb von 72 Stunden sind keine Seltenheit.
Allein in Deutschland werden pro Quartal rund 4,7 Millionen Online-Konten gehackt – oft, weil herkömmliche Passwörter kein Hindernis mehr darstellen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Guide, wie Sie mit Passkeys eine Sicherheitsstufe erreichen, die Hackern keine Chance mehr lässt. Kostenlosen Sicherheits-Report anfordern
Hardware-Lücke bei Dell und Einbruch bei Miinto
Auch auf Hardware-Ebene gibt es Alarm. Anfang des Sommers wurde die Sicherheitslücke CVE-2026-40639 in Dell-BIOS-Konfigurationen entdeckt. Betroffen sind Latitude- und XPS-Modelle. Ein gebrochener Verschlüsselungsmechanismus ermöglicht Angreifern mit physischem Zugriff, Administrator-Passwörter in Millisekunden zu entschlüsseln. Erste Patches wurden am 9. Juni ausgeliefert, weitere Updates werden im Laufe des Juli erwartet.
Im Einzelhandel meldete der dänische Mode-Marktplatz Miinto heute einen Sicherheitsvorfall. Ein Eindringling verschaffte sich Zugang zum Bestellverwaltungssystem. Dabei wurden Kontaktdaten und Zahlungsmethoden der Kunden offengelegt – Kreditkartennummern blieben allerdings verschont. Das Unternehmen hat die Datenschutzbehörden informiert und rät zur Wachsamkeit gegenüber anschließenden Phishing-Versuchen.

