Google stellt die Version 2.29 seiner Entwickler- und Agentenplattform Antigravity bereit. Das Update wird für macOS, Windows sowie Linux verteilt und bringt eine grundlegend überarbeitete Benutzeroberfläche, neue Sprachfunktionen sowie die Auslagerung von Rechenprozessen in virtuelle Cloud-Umgebungen mit sich.
Neues Design und Sprachsteuerung per Gemini Live
Optisch nähert sich die Desktop-Anwendung mit der Aktualisierung dem Erscheinungsbild der Gemini-App an. Die modernisierte Konversationsseite platziert das Eingabefeld nun am unteren Fensterrand, während der Begrüßungsbereich im oberen Teil der Ansicht liegt. Als Standardschriftart dient ab sofort Google Sans, ergänzt durch ein dunkles Onyx-Farbschema.
Zu den zentralen funktionellen Neuerungen gehört ein integrierter Sprachmodus, der auf der Technologie von Gemini Live aufsetzt. Entwickler können die KI-Agenten über gesprochene Anweisungen steuern. Dabei stehen mehrere wählbare Stimmen zur Verfügung, zudem lässt sich die Wiedergabegeschwindigkeit in einem Bereich von 0,75x bis 2x individuell anpassen.
Cloud-Agenten für kontinuierliche Aufgaben
Mit den sogenannten Remote Agents verlagert Google rechenintensive Arbeitsabläufe in isolierte virtuelle Maschinen in der Cloud. Diese Agenten lassen sich an GitHub-Repositories oder Ordner in Google Drive anbinden. Entwicklungsprozesse laufen in dieser Umgebung auch dann ohne Unterbrechung weiter, wenn der lokale Laptop geschlossen wird.
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Für die Überwachung und Bedienung von unterwegs stellt Google eine mobile Weboberfläche unter der Adresse antigravity.google.com/remote bereit. Der Zugang zu diesen Remote-Agenten wird schrittweise für zahlende Abonnenten der Tarife Google AI Pro und Ultra freigeschaltet.
Darüber hinaus umfasst Version 2.29 praktische Anpassungen im Detail. Bei Projekten mit einem einzelnen Repository sind die Auswahl des Versionszweigs und der Git-Worktrees in einem gemeinsamen Menü zusammengefasst.
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Der Agent-Picker befindet sich nun direkt im Modell-Auswahlmenü. Eine neu hinzugefügte Automations-Seite strukturiert Aufgaben nach ihrem aktuellen Status sowie nach Zeitplänen, unterteilt in geplante, dauerhaft aktive oder pausierte Ausführungen.
Der integrierte Browser erhielt Verbesserungen bei der Dateidownload-Verwaltung und dem Verlauf der Adressleiste. Nutzer können zudem Tastaturkürzel frei belegen und profitieren laut den Berichten von einem spürbar schnelleren Kaltstart des Programms.
Zunehmende Einbindung in Entwickler-Ökosysteme
Die Plattform Antigravity verzeichnete bereits in den vergangenen Wochen eine verstärkte Integration in bestehende Entwicklerwerkzeuge. Am 13. Oktober 2026 hatte Google das System in die macOS-Version der Gemini-App eingebunden.
Dort können Nutzer ab 18 Jahren über persönliche Konten oder qualifizierte Arbeitskonten in unterstützten Regionen Coding-Agenten starten. Diese erstellen nach Bestätigung des Plans Programmcode im Hintergrund, führen Tests durch und benachrichtigen bei Fertigstellung, wobei das System derzeit englischsprachig arbeitet.
Zudem weitete sich die Unterstützung durch Drittanbieter aus: Microsoft integrierte Google Antigravity am 4. November 2026 im Rahmen des ACP-Standards in Version 0.3.3083.0 seines Intelligent Terminals, neben GitHub Copilot CLI, Claude und Codex. Allerdings besteht auf manchen Unternehmenssystemen unter Windows noch die Einschränkung, dass Antigravity aufgrund von Problemen beim Laden dynamischer Bibliotheken nicht gestartet werden kann.

