In der Entwicklungsplattform Google Antigravity stehen die neuesten KI-Modelle von Anthropic zur Verfügung. Wie aus aktuellen Branchenberichten hervorgeht, wurden Claude Opus 5.5 und Claude Sonnet 5.5 in den Modellauswahldialog der Umgebung integriert. Das Angebot richtet sich jedoch an einen eingeschränkten Nutzerkreis: Freigeschaltet sind die Systeme ausschließlich für zahlende Abonnenten der Tarife Google AI Pro und Google AI Ultra.
Nutzer der kostenlosen Basisversion, des Tarifs Google AI Plus sowie von Enterprise-Zugängen erhalten keinen Zugriff auf die neuen Anthropic-Modelle. Dies gilt den Berichten zufolge auch für Pro-Konten, die über Werbeaktionen, Rabatte oder kostenlose Testphasen laufen; berechtigt sind lediglich Vollpreis-Abonnements.
Preislich liegt der Pro-Tarif nach Angaben des Analysehauses CloudZero bei monatlich 19,99 US-Dollar, während für die Ultra-Stufe 99,99 US-Dollar im Monat anfallen. Ein separater Programmierschnittstellen-Schlüssel von Anthropic ist für die Nutzung nicht erforderlich, da der Verbrauch direkt über das Kontingent des jeweiligen Google-Tarifs abgerechnet wird.
Eine Einbindung eigener API-Schlüssel wird nicht unterstützt. Wurde ein Modell gewählt, bleibt diese Einstellung innerhalb des jeweiligen Konversationsverlaufs bestehen.
Leistungsdaten und Bereitstellung der Modelle
Anthropic hatte Claude Opus 5.5 am 22. September 2026 veröffentlicht, gefolgt von Claude Sonnet 5.5 am 28. September 2026 – mithin weniger als eine Woche vor dem Auftauchen in der Google-Umgebung.
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Nach Angaben des Entwicklers ist Opus 5.5 für längere Programmiersitzungen und anspruchsvolle Wissensarbeit konzipiert, während Sonnet 5.5 auf eine Balance zwischen Rechengeschwindigkeit und Fähigkeiten zielt.
Regulär betragen die API-Preise bei Anthropic je einer Million Tokens 4 US-Dollar bei der Eingabe und 20 US-Dollar bei der Ausgabe für Opus 5.5 sowie 2 US-Dollar beziehungsweise 10 US-Dollar für Sonnet 5.5. Für das Modell Opus 5 liegen die Raten bei 5 US-Dollar für die Eingabe und 25 US-Dollar für die Ausgabe.
Die Systeme verfügen über ein Kontextfenster von einer Million Tokens und liefern eine maximale Ausgabe von 128.000 Tokens beziehungsweise 300.000 Tokens im Batch-Betrieb.
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In Benchmark-Tests zur Plattformnutzung schneiden die Neuzugänge unterschiedlich ab. Im Terminal Bench 4.0 erreicht Claude Sonnet 5.5 einen Wert von 70,6, während Claude Opus 5.5 auf 66,4 kommt. Sonnet 5.5 arbeitet zudem rund 30 Prozent schneller und verbraucht weniger Tokens.
Umbau des Modellangebots im November
Die Einführung der Versionen 5.5 markiert zugleich eine umstellung des Modellportfolios. Berichten zufolge lief Google Antigravity seit Februar auf Claude Opus 4.6 und Claude Sonnet 4.6. Diese beiden Vorgänger sowie das Modell GPT-OSS-120B sollen am 2. November 2026 von der Plattform entfernt werden.
Bislang sind die 4.6-Modelle für Free, Plus und Pro verfügbar, während GPT-OSS-120B in Free, Plus, Pro und Ultra bereitsteht; Enterprise-Nutzer sind von beiden Angeboten ausgenommen.
Mit dem Stichtag am 2. November 2026 wird der Zugriff auf Drittanbietermodelle innerhalb von Antigravity generell auf die Bezahlstufen Google AI Pro und Ultra begrenzt. Die konzerneigenen Google-Modelle Gemini 3.8, Gemini 3.7, Gemini 3.6 Flash sowie Gemini 3.1 Pro verbleiben dagegen in allen Plankategorien ohne Abschaltungsdatum.
Zu der Integration liegt bislang kein offizieller Eintrag im Änderungsprotokoll von Google und keine gesonderte Ankündigung für Antigravity vor. Der genaue Status des weltweiten Rollouts sowie die finale Tarifberechtigung sind daher offiziell noch unbestätigt. Eine diesbezügliche Nutzeranfrage in einem Entwicklerforum vom 30. September 2026 blieb unbeantwortet.

