Google Assistant endet am 4. September: Gemini wird Standard

Google ersetzt den Assistant auf Smartphones und Wearables durch Gemini. Der Rollout startet im September, neue Hardware und Browser-Integration begleiten den Wechsel.

Google stellt seinen Sprachassistenten ein: Ab September 2026 übernimmt Gemini auf Smartphones und Wearables. Für Millionen Nutzer ändert sich damit der Alltag mit ihren Geräten.

Der Technologiekonzern läutet das Ende einer Ära ein. Ab dem 4. September 2026 wird Google Assistant schrittweise von mobilen Geräten und Wearables verschwinden. Die Zukunft gehört Gemini – der KI-Assistent wird zum Standard auf Android-Smartphones, Tablets, Wear-OS-Uhren und Kopfhörern. Der Rollout soll mehrere Wochen dauern, bis alle Nutzer erreicht sind.

Was bedeutet das für Nutzer?

Wer ein Gerät besitzt, das Gemini nicht unterstützt, kann vorerst weiter mit Google Assistant arbeiten. Auch Besitzer von Smart Displays und Heimlautsprechern sind von der Umstellung zunächst nicht betroffen. Anders sieht es bei Android Auto aus: Hier wird Gemini zum neuen Standard, während Fahrzeuge mit integrierter Google-Software den bisherigen Assistenten vorerst behalten.

Die Umstellung dürfte viele Nutzer vor eine Umgewöhnung stellen. Schließlich ist Google Assistant seit Jahren fester Bestandteil des Android-Ökosystems. Doch der Konzern macht Tempo – die Nutzerzahlen von Gemini sprechen für sich: Rund 950 Millionen Menschen nutzen die KI monatlich.

Neuer Lautsprecher mit Gemini an Bord

Parallel zur Software-Offensive bringt Google neue Hardware auf den Markt. In Deutschland ist ein neuer Google-Home-Lautsprecher für 120 Euro erhältlich. Das Gerät bietet 360-Grad-Sound, fungiert als Matter-Hub und Thread-Router – und setzt voll auf Gemini. Käufer erhalten die Premium-Funktionen, die regulär zehn Euro pro Monat kosten, bis zum 30. September 2026 kostenlos dazu.

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Gemini erobert den Browser

Auch im Web wird Gemini präsenter. Mit „Gemini Spark“ für Chrome zieht ein KI-Agent in den Browser ein, der Webseiten durchsucht, Preise vergleicht und Formulare ausfüllt. Voraussetzung ist ein Abo der Pro- oder Ultra-Tarife sowie ein Rechner mit Windows 11 oder macOS.

Strategische Neuausrichtung mit Folgen

Die Konzentration auf Gemini zeigt Wirkung – und hinterlässt Spuren. So wurde der Start einer eigenständigen AI-Studio-App kurzfristig abgesagt, nur einen Tag vor der geplanten Veröffentlichung. 800.000 Vorregistrierungen aus 168 Ländern hatten Interesse signalisiert, dennoch entschied sich Google, die Funktionen direkt in Gemini zu integrieren.

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Auch beim Support älterer Geräte zieht der Konzern klare Linien. Das im August veröffentlichte Android 17 unterstützt die Pixel-6- und Pixel-7-Serien nicht mehr. Die Pixel-6-Modelle erreichen im Oktober 2026 ihr letztes Support-Ende, die Pixel-7-Reihe folgt im Oktober 2027. Wer also noch ein älteres Pixel besitzt, sollte sich auf den Wechsel einstellen – oder bewusst auf Gemini umsteigen.