Googles klassischer Sprachassistent wird noch in diesem Jahr auf Android-Geräten durch die generative KI-Plattform Gemini ersetzt. Der Schritt markiert das Ende einer Ära und den Beginn einer neuen, kontextbewussten Interaktion mit dem Smartphone.
Gemini 3.1 Pro als entscheidender Turbo
Der beschleunigte Wechsel wird durch das neue KI-Modell Gemini 3.1 Pro ermöglicht, das Google am 19. Februar in einer Vorabversion veröffentlichte. Es verdoppelt laut Unternehmensangaben die Leistung in logischem Denken und komplexer Problemlösung im Vergleich zum Vorgänger. Diese Intelligenzsprünge sind nötig, um den alten Assistenten abzulösen.
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Während der Google Assistant auf starre Sprachbefehle wie Timer-Stellen oder Wetterabfragen beschränkt war, soll Gemini mehrstufige Aufgaben verstehen, Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführen und den Kontext eines Gesprächs über längere Zeit behalten. Ein weiterer Vorteil: Die neue Balance zwischen lokaler Verarbeitung auf dem Gerät und Cloud-KI soll Antwortzeiten verkürzen und die Privatsphäre stärken.
Ausmusterung startet im März
Der Zeitplan für den Abschied wurde mehrfach angepasst. Ursprünglich für Ende 2025 geplant, soll der Übergang nun 2026 reibungslos vollzogen werden. Aktuelle Hinweise deuten darauf hin, dass die Server für den alten Assistant auf Android-Geräten und in Android Auto ab März schrittweise abgeschaltet werden.
Für Nutzer wird der Unterschied deutlich: Gemini agiert nicht mehr als isoliertes Sprachwerkzeug, sondern als digitaler Begleiter. Es ist tief in Google-Dienste wie Gmail, Fotos und die Suche integriert und kann so aus E-Mails, Bildern und Web-Ergebnissen schöpfen, um komplexe Anfragen zu beantworten. Die App des klassischen Assistants wird aus Stores entfernt; moderne Geräte wechseln automatisch zu Gemini. Ältere Hardware könnte die Funktion hingegen ganz verlieren.
Mega-Deal mit Apple ebnet den Weg
Die dominance der Gemini-Plattform wurde durch einen Paukenschlag besiegelt: Am 12. Januar 2026 gaben Apple und Google eine bahnbrechende Partnerschaft bekannt. Apple lizenziert Googles Gemini-Modelle, um die nächste Generation von Siri und Apple Intelligence damit zu betreiben.
Analysten schätzen den Lizenzvertrag auf rund eine Milliarde Euro jährlich – ein strategischer Sieg für Google-Mutter Alphabet. Die Integration in iOS bedeutet, dass Googles KI-Architektur künftig auf beiden großen Mobilplattformen der Welt läuft. Während Android-Nutzer zu Gemini wechseln, bekommen Apple-Nutzer zeitgleich ein von Gemini angetriebenes Siri. Damit setzt Google seinen KI-Standard bei Milliarden Smartphone-Nutzern durch.
Ein neues Zeitalter für digitale Assistenten
Der komplette Wechsel wird 2026 Wellen über den gesamten Markt für Unterhaltungselektronik schlagen. Neben Smartphones sind auch Smart-Home-Geräte, Wearables und Auto-Infotainmentsysteme betroffen. Intelligente Lautsprecher und Displays erhalten Updates, die die traditionelle Assistenten-Oberfläche durch die konversationelle Gemini-Schnittstelle ersetzen.
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Die Erwartungen der Verbraucher werden sich grundlegend ändern. Die Zeit, in der man spezifische Sprachbefehle auswendig lernen musste, weicht einem natürlichen Dialog. Gemini, gestützt auf die 3.1 Pro-Infrastruktur und Mega-Deals, wird zur unsichtbaren, aber allgegenwärtigen Schicht der digitalen Erfahrung.
Für manche Nutzer mag die Umgewöhnung von Befehlen auf Gespräche eine Hürde sein. Doch der Wandel ist eine notwendige Modernisierung. Bis Ende 2026 wird der vor einem Jahrzehnt gestartete Google Assistant endgültig Technikgeschichte sein – abgelöst von einer Ära agentenhafter, multimodaler Künstlicher Intelligenz.





