Google bringt KI-Assistent Gemini in Chrome für Chromebook Plus

Googles Premium-Chromebooks erhalten den KI-Assistenten Gemini direkt im Browser, um Arbeitsabläufe zu vereinfachen und mit Windows-PCs zu konkurrieren. Die Funktion ist zunächst auf die USA beschränkt.

Google stattet seine Premium-Chromebooks in den USA mit dem KI-Assistenten Gemini direkt im Browser aus. Die Integration soll die Laptops zu intelligenteren Arbeitsgeräten machen und mit Windows-PCs sowie Macs gleichziehen.

Seit Ende Januar erhalten alle Nutzer von Chromebook Plus-Modellen in den USA schrittweise Zugang zu der KI. Gemini erscheint als Seitenleiste im Chrome-Browser und kann Inhalte offener Tabs analysieren. Ziel ist es, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und den Wechsel zwischen Anwendungen zu reduzieren.

Kontextuelle Hilfe und Kreativ-Tools im Browser

Der Assistent versteht den Kontext der besuchten Webseiten. Nutzer können lange Artikel zusammenfassen lassen oder komplexe Themen erklären. Gemini vergleicht auch Informationen aus mehreren Quellen, etwa bei Produktrecherchen.

Zudem bietet die KI kreative Funktionen: Sie verfasst E-Mails, entwirft Social-Media-Posts und generiert Bilder auf Textbasis. Die erstellten Inhalte lassen sich direkt in Google Docs oder Gmail übertragen. Mit Gemini Live sind sogar Sprachdialoge für Brainstormings oder Meeting-Vorbereitungen möglich.

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Premium-Strategie gegen Microsoft Copilot

Die exklusive Freigabe für die Plus-Modelle unterstreicht Googles Strategie. Die Geräte sollen sich durch höhere Leistung und einzigartige KI-Features von Standard-Chromebooks abheben. Damit tritt Google in einen direkten Wettbewerb mit Windows-Laptops, die zunehmend mit Microsofts Copilot ausgestattet werden.

Für Geschäfts- und Bildungskunden betont Google strenge Datenkontrolle. Workspace-Administratoren können die KI-Funktion für ihre gesamte Domain, Organisationseinheiten oder Gruppen deaktivieren. Die schrittweise Einführung begann am 28. Januar und dauert voraussichtlich über zwei Wochen. Ob Standard-Chromebooks später nachziehen, ist noch offen.

Der Browser wird zum persönlichen Assistenten

Die Integration markiert einen Wendepunkt: Chrome entwickelt sich vom einfachen Webbrowser zur intelligenten Plattform. Basis ist das leistungsstarke Gemini-3-Modell. Eine optionale Verknüpfung mit „Persönlicher Intelligenz“ erlaubt den Zugriff auf Gmail, Fotos und Kalender.

So kann Gemini etwa bei der Reiseplanung helfen, indem es Flugdetails aus einer E-Mail mit Hotelangeboten aus einem anderen Tab kombiniert. Diese tiefe Vernetzung soll ein nahtloseres Nutzererlebnis schaffen, das Bedürfnisse vorausahnt.

Ausblick: Automatisierung und internationale Expansion

Langfristig plant Google einen „agentischen“ Web-Erfahrung. Für Premium-AI-Abonnenten testet das Unternehmen bereits eine Auto-Browse-Funktion. Diese soll mehrstufige Aufgaben wie Ticketbuchungen oder Formularausfüllungen automatisch übernehmen.

Aktuell ist das Angebot auf die USA beschränkt. Google kündigte jedoch eine baldige Ausweitung auf weitere Sprachen und Regionen an. Für Chromebook-Plus-Nutzer beginnt damit eine neue Ära, in der der Browser zum echten Arbeitspartner wird.

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