Am 5. Oktober 2026 hat DEVONtechnologies die Version 4.4.1 seiner Dokumentenmanagement-Software DEVONthink veröffentlicht. Das Update bringt unter anderem eine direkte Bearbeitung von Markdown-Tabellen im WYSIWYG-Editor mit. Zeitgleich kündigte Google am selben Tag eine native Unterstützung für Markdown-Dateien in Google Docs und Google Drive an, womit zwei Softwareanbieter zeitgleich den Umgang mit dem leichtgewichtigen Format ausbauen.
Tabellenbearbeitung und Modellanbindung in DEVONthink 4.4.1
Mit der Veröffentlichung von DEVONthink 4.4.1 können Nutzer Markdown-Tabellen direkt innerhalb des WYSIWYG-Editors erstellen und modifizieren. Darüber hinaus nummerieren sich Listen mit Ziffern nun automatisch neu, wenn Einträge geändert oder ergänzt werden. Für die Textverarbeitung hat DEVONtechnologies zudem die Word-Engine überarbeitet: Diese unterstützt nun Dokumentstile, Zitate sowie mathematische Formeln über MathJax.
Für Nutzer der Pro-Edition enthält die Aktualisierung funktionale Erweiterungen bei der Websuche und der E-Mail-Verwaltung. DEVONthink Pro integriert die Suchdienste Tavily und Brave. Die Anbindung an Apple Mail bietet laut Hersteller eine bis zu 30-mal schnellere Auflistung von Nachrichten.
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Weiterhin bindet die Pro-Ausführung Schnittstellen zu KI-Modellen ein, darunter Claude Fable 5.1, Opus und Sonnet 5.5 sowie von OpenAI die Modelle GPT 6 Astra, Sol, Luna und GPT-Image-2.5.
Das Update umfasst 94,9 MB und setzt macOS 13 oder neuer voraus. Die Software ist in drei Editionen erhältlich: Die Standardversion kostet 99 US-dollar, für DEVONthink Pro werden 199 US-Dollar fällig, und die Server-Edition liegt bei 499 US-Dollar. Mitglieder von TidBITS erhalten einen Rabatt von 15 Prozent.
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Google Docs und Drive verarbeiten Markdown-Dateien nativ
Am selben Tag stellte Google eine native Bearbeitung und Vorschau von Markdown-Dateien mit der Dateiendung .md für Google Drive und Google Docs vor. Bislang erforderte das Bearbeiten solcher Dateien in Docs eine vorherige Konvertierung in das Standard-Format, was häufig die Formatierung veränderte oder Kommentare entfernte. Künftig lassen sich .md-Dateien direkt öffnen, bearbeiten und gemeinsam kommentieren, ohne das Format des Dokuments zu verändern.
Die Bearbeitung in Docs ist sowohl in einer WYSIWYG-Ansicht als auch direkt im Quellcode mit Markdown-Syntax möglich. Google Drive stellt die Dokumente vorab gerendert mit Links, Tabellen und Überschriften dar und erlaubt das Umschalten zwischen Vorschau und Quelltext.
Bestimmte komplexe Formatierungen entfallen bei der Speicherung als Markdown: Sogenannte Smart Chips werden zu Text oder Links vereinfacht, HTML-Elemente in reinen Text umgewandelt. Zudem entfallen Schriftfarben, Hervorhebungen und spezifische Textausrichtungen.
Die Funktion steht ohne zusätzliche administrative Einstellungen sowohl für Workspace-Organisationen als auch für private Konten standardmäßig zur Verfügung. Der weltweite Rollout begann am 5. Oktober 2026 und kann laut Google bis zu 15 Tage dauern.
Mehr zum Thema bei Neowin: „Google Docs and Drive can now edit Markdown files without converting them“

