Google hat die Dokumentation zur Wortzählung in Docs aktualisiert – mit klaren Regeln für Desktop und Mobilgeräte.
Die überarbeiteten Richtlinien, die zwischen dem 3. und 5. Juli 2026 veröffentlicht wurden, geben Nutzern erstmals detaillierte Einblicke in die Funktionsweise des Tools. Die Wortzählung erfasst Texte, Zeichen und Seiten – allerdings ohne Kopf- und Fußzeilen sowie Fußnoten. Wer umfangreiche Dokumente verwaltet, findet die Statistiken im Menü „Extras“. Bei kürzeren Texten erscheint ein Zählfeld in der unteren linken Ecke.
Gemini AI und neue Plugins
Die Aktualisierung ist Teil einer größeren Offensive im digitalen Produktivitätssektor. Google hat kürzlich die KI-Integration Gemini in Workspace ausgebaut: Abonnenten können nun direkt in Docs Inhalte generieren und in Slides bearbeitbare Präsentationen erstellen. Ein neuer Werbespot vom 4. Juli zeigt sogar ein fiktives Szenario, in dem die Unabhängigkeitserklärung der USA mit Workspace-Tools und Gemini verfasst wird – inklusive E-Signaturen und KI-generierten Meeting-Notizen. Die Kampagne sorgte für gemischte Reaktionen in den sozialen Medien.
Parallel dazu hat Google den Gemini Spark Assistant Ende Juni auf macOS ausgeweitet. US-Nutzer des AI Ultra-Abonnements können damit lokale Dateien nutzen und Aufgaben in Echtzeit automatisieren.
Spezialisierte Tools für Profis
Für professionelle Schreiber gibt es ebenfalls Neuerungen: Das Writing Studio-Plugin für die Obsidian-Plattform wurde am 3. Juli auf Version 2.11.0 aktualisiert. Das reine Desktop-Tool bietet Fortschrittsverfolgung, Sprint-Timer und einen Schreibordner für das Projektmanagement.
Google Docs hat die Wortzählung aktualisiert und Gemini integriert – doch viele Nutzer nutzen nur einen Bruchteil der Funktionen. Mit dem kostenlosen Wissens-Check sehen Sie, welche Tools Sie bereits effektiv einsetzen und wo Optimierungspotenzial steckt. Wissens-Check per E-Mail anfordern
Auch mobile Anwendungen ziehen nach. Eine einfache Notiz-App für iOS mit Wortzählung und automatischer Speicherung erhielt Anfang Juni ein Update. Für browserbasierte Aufgaben bieten Online-Konverter seit Juli erweiterte Metriken: Neben Wortzahlen jetzt auch Zeilenumbrüche, Absatzsummen und UTF-8-Byte-Messungen sowie Lesezeit-Schätzungen basierend auf 200 Wörtern pro Minute.
Technische Zuverlässigkeit unter der Lupe
Eine am 4. Juli veröffentlichte Studie hat die Mechanismen mehrerer bekannter WYSIWYG-Editoren („What You See Is What You Get“) analysiert. Das Ergebnis: Die Systeme verfolgen Änderungen unterschiedlich zuverlässig. CKEditor schnitt mit hoher Erkennungsrate durch spezifische Befehlsauslöser ab, während Quill und UEditor bei HTML-Einfügungen etwas niedrigere Werte erzielten.
Im Bereich Übersetzung und Unternehmen hat memoQ 5.0 Anfang Juli erweiterte Änderungsverfolgung und Versionierung eingeführt. Die Funktionen helfen Übersetzern bei der Terminologie-Extraktion und Organisationen bei der Verwaltung von Segmentverläufen und CMS-Integrationen.
KI-Assistenten auf dem Vormarsch
Betrifft Sie das? Die aktualisierte Wortzählung in Google Docs erfasst Texte, Zeichen und Seiten – aber ohne Kopf- und Fußzeilen. Unser kostenloser Wissens-Check zeigt Ihnen, wie Sie die neuen Funktionen in Ihren Workflow integrieren. Checkliste anfordern
Der Inkward AI Writing Assistant wurde Anfang des Sommers für Copilot+ PCs vorgestellt. Die Besonderheit: Die Funktionen zum Kürzen oder Erweitern von Texten laufen lokal auf dem Gerät – ohne Cloud-Verbindung. Ein wichtiger Schritt für datenschutzbewusste Nutzer.
Die Entwicklungen zeigen: Der Markt für digitale Textverarbeitung wird zunehmend von KI-gestützten Funktionen und spezialisierten Tools für unterschiedliche Anwendergruppen geprägt. Google setzt dabei auf die Integration in sein Workspace-Ökosystem, während Nischenanbieter mit maßgeschneiderten Lösungen für Profis punkten.

