Google Drive: Gemini-Chats ab 3. Juni direkt teilbar

Google integriert KI-Chats in Drive mit statischen Schnappschüssen und bekannten Zugriffsrechten für Unternehmen.

Google führt eine neue Funktion ein, mit der Gemini-Chats und KI-generierte Inhalte direkt über Google Drive geteilt werden können. Der Schritt vereinfacht die Zusammenarbeit in Unternehmen und nutzt die bekannte Drive-Infrastruktur für die Verwaltung von Zugriffsrechten auf KI-Inhalte.

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Sichere Zusammenarbeit durch Schnappschüsse

Die neue Funktion erlaubt es Nutzern, Schnappschüsse ihrer Interaktionen mit der Gemini-App zu teilen. Technisch handelt es sich dabei um statische Kopien des Gesprächs zum Zeitpunkt der Freigabe. Das bedeutet: Wenn ein Empfänger eigene Änderungen vornimmt oder weitere Fragen stellt, bleibt das Original unverändert. Alle Modifikationen erfolgen in einem separaten, neuen Chat.

Branchenbeobachter sehen darin eine sicherere Alternative zum Teilen öffentlicher Links. Die Funktion greift auf die bereits vorhandenen, granularen Zugriffskontrollen von Google Drive zurück. Die Bedienung gleicht der von Google Docs und Sheets – ein vertrautes Interface für Unternehmensnutzer.

Zeitplan und administrative Steuerung

Die Einführung erfolgt gestaffelt. Administrative Kontrollen stehen seit dem 28. Mai 2026 in der Admin-Konsole zur Verfügung. Damit können Führungskräfte festlegen, ob Nutzer sogenannte „Gems“ – personalisierte Versionen von Gemini – und andere Chat-Inhalte teilen dürfen, bevor die Funktion die breite Belegschaft erreicht.

Für Endnutzer werden die Teilen-Optionen ab dem 3. Juni 2026 sichtbar sein. Google rechnet mit einem vollständigen Rollout für alle Workspace-Kunden bis zum 8. Juni 2026. Die Funktion ist standardmäßig aktiviert, Administratoren können sie jedoch über die KI-Einstellungen in der Admin-Konsole deaktivieren.

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Anpassungen der Gemini-Nutzungslimits

Neben den neuen Teilen-Funktionen hat Google die rechenbasierten Nutzungslimits seiner Gemini-Modelle überarbeitet. Grund waren Rückmeldungen aus der Entwickler-Community. Eine wesentliche Änderung: Für Gemini 3.1 Pro gibt es jetzt ein Verbrauchslimit pro Anfrage, um zu verhindern, dass komplexe Aufgaben das gesamte Kontingent eines Nutzers aufbrauchen.

Weitere Anpassungen im Überblick:

  • Anfragen an Gemini 3.1 Flash-Lite sind jetzt kostenlos
  • Systemfehler werden nicht mehr auf das Rechenlimit angerechnet
  • Abonnenten von AI Ultra erhalten doppelt so viele Omni-Generierungen wie bisher
  • Rechenlimits werden künftig alle fünf Stunden zurückgesetzt, bis zu einem wöchentlichen Maximum

Google plant zudem ein detaillierteres Nutzungs-Dashboard und ein Pay-as-you-go-Kreditsystem für Anwender, die über ihre Standardlimits hinaus Kapazitäten benötigen.

Neue KI-Anwendungen in Wissenschaft und Medizin

Die Updates im Gemini-Ökosystem fallen mit der Einführung spezialisierter Tools für Wissenschaft und Medizin zusammen. Auf einer Branchenveranstaltung kündigte Google „Gemini for Science“ an. Dazu gehören agentenbasierte Plattformen wie ERA für Softwareentwicklung und Co-Scientist für die Zusammenarbeit an Hypothesen.

Im Gesundheitssektor präsentierte das Unternehmen „Symptom AI“ für Fitbit-Nutzer. Interne Studien deuten darauf hin, dass Kliniker die von diesen Systemen erstellten Differenzialdiagnosen häufig bevorzugten. Anwender berichteten zudem, dass sie durch die KI-Unterstützung deutlich besser auf Arzttermine vorbereitet waren.