Google Fitbit Air: Displayloser Tracker kostet 99,99 Euro und ist schnell vergriffen

Der Fitbit Air überzeugt bei Schlaf- und Pulsmessung; Google will Blutdruck- und Insulintrends 2026 ergänzen.

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Für den neuen bildschirmlosen Fitness-Tracker Google Fitbit Air liegen erste ausführliche Testberichte vor. Wie Fachmedien in Berichten vom 26. September 2026 hervorheben, setzt Google bei dem rund 100 Euro teuren Wearable auf ein unauffälliges Design ohne Display und eine kontinuierliche Erfassung von Vitalwerten.

Nach dem Verkaufsstart war das Gerät schnell vergriffen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 99,99 Euro, während der Marktpreis ab 78 Euro beginnt. International wird das Gerät für 100 US-Dollar sowie 85 GBP angeboten.

Leichtes Gehäuse und Fokus auf Sensoren

Das Gehäuse des Trackers besteht aus recyceltem Polycarbonat sowie PBT und misst 35 mal 17 mal 8 Millimeter. Mit einer Dicke von gut 8 Millimetern wiegt das Modul rund 5 Gramm, zusammen mit dem Textil-Knit-Armband beläuft sich das Gesamtgewicht auf 12 Gramm.

Das Armband wird mit Klettverschluss oder Edelstahlschnalle ausgeliefert. Farblich stehen Obsidian, Berry, Lavender und Fog zur Auswahl. Zudem ist das Gerät bis zu 50 Meter wasserdicht beziehungsweise nach IP68 sowie 5ATM zertifiziert.

Google verbaut im Gehäuse einen optischen Herzfrequenzsensor, einen 3-Achsen-Beschleunigungsmesser, ein Gyroskop, Sensoren für Rot- und Infrarot-SpO2 sowie Sensoren für Hauttemperatur, Herzfrequenzvariabilität (HRV) und Vorhofflimmern-Erkennung (AFib). Auf ein eigenes GPS-Modul verzichtet das Gerät; Streckenaufzeichnungen sind ausschließlich in Verbindung mit einem Smartphone möglich. Ebenso fehlen Schnittstellen für NFC, EKG und ANT+.

In den Tests schnitt die Pulsmessung gut bis sehr gut ab. Bei hohen Pulsbereichen traten im Vergleich zu einem Brustgurt Abweichungen von bis zu 10 Schlägen auf. Das Gerät speichert minütliche Bewegungsdaten über sieben Tage und erfasst den Puls in Intervallen von zwei Sekunden.

Die Genauigkeit der Schlafwerte lag in den Tests nahe an denen einer Garmin Fenix 8 Pro. Nach zehn bis 15 Minuten erkennt der Tracker Aktivitäten automatisch, während in der zugehörigen Anwendung über 100 Trainingsarten zur Auswahl stehen.

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Akkulaufzeit und App-Anbindung

Google beziffert die Akkulaufzeit auf bis zu sieben Tage. Im Testbetrieb verblieben nach acht Tagen noch 15 Prozent Restkapazität, bei wenigen Trainingseinheiten wurden bis zu etwa zehn Tage erreicht. Ein vollständiger Ladevorgang über das proprietäre Ladekabel dauert rund 90 Minuten. Fünf Minuten Ladezeit genügen laut Google für einen weiteren Tag Nutzung.

Die Auswertung der Daten erfolgt über die Google Health App, die eine Weiterentwicklung der bisherigen Fitbit-App darstellt und mit Fitbit- sowie Pixel-Watch-Geräten kompatibel ist. Für die Nutzung auf Smartphones mit Android ab Version 11 oder iOS ab 16.4 ist ein Google-Konto Pflicht. Die Erfassung von Aktivität, Schlaf und allgemeinen Gesundheitswerten ist ohne Abonnement möglich.

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Erweiterte Funktionen bündelt Google im Abonnement Google Health Premium, das monatlich 8,99 Euro oder jährlich 99,99 Euro kostet. In anderen Märkten liegt der Preis bei 10 US-Dollar beziehungsweise 8 GBP pro Monat sowie 80 GBP oder 99,99 US-Dollar pro Jahr. Beim Kauf sind drei Monate enthalten.

Das Paket umfasst unter anderem Trainingspläne, eine KI-basierte Kalorienschätzung über Fotos von Mahlzeiten sowie einen auf Gemini basierenden KI-Gesundheitscoach, den Tester als zu nachsichtig einstuften. Die sogenannten Health-Guardian-Funktionen zur Erfassung von Trends bei Blutdruck und Insulinresistenz waren zum Testzeitpunkt mit der Firmware 20001.253.2 noch nicht verfügbar.

Google plant diese Funktionen, für die das Premium-Abonnement erforderlich ist, im Laufe des Jahres 2026 bereitzustellen. Für die Trendanalysen sind Datenerfassungen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen für den Blutdruck sowie an sieben Tagen im Monat für die Insulinresistenz vorgesehen.