Beim KI-Dienst Gemini von Google ist es zu erheblichen Ausfällen gekommen. Tausende Anwender meldeten Störungen beim Zugriff auf die Plattform, wie Daten des Überwachungsportals Downdetector bestätigen. Vor allem die Kernfunktion zur Text- und Inhaltserstellung war von den technischen Problemen betroffen.
Tausende Beschwerden binnen weniger Minuten
Der Ausfall zeichnete sich durch einen raschen Anstieg der Fehlermeldungen ab. Wie aus einem Bericht von gvwire.com vom 8.10.2026 hervorgeht, registrierte Downdetector um 9:30 Uhr PT zunächst über 6.000 Meldungen, die überwiegend die KI-Generierungsfunktion betrafen.
Nur zehn Minuten später, um 9:40 Uhr PT, stieg diese Zahl auf fast 10.000 betroffene Nutzer an. Tom’s Guide berichtete am selben Tag über einen anfänglichen Anstieg von rund 1.700 auf über 5.000 Meldungen gegen 16:31Z, nachdem der Wert zuvor unter 2.000 gelegen hatte.
Nutzer sahen sich am Morgen mit abgebrochenen Anfragen, spürbarer Verlangsamung und Fehlermeldungen konfrontiert. Häufig trat dabei der Fehlercode 1155 auf, begleitet vom Hinweis, dass ein Fehler aufgetreten sei.
Einem Bericht von canaltech.com.br vom 8.10.2026 zufolge verweigerte Gemini bei Tests in Brasilien Textaufgaben mit dem Hinweis, es handele sich um eine textbasierte KI. Um 13:24 Uhr verzeichnete Downdetector dort 770 Meldungen, während zur gleichen Zeit in den USA über 4.800 und in Spanien über 500 Störungen erfasst wurden.
Schwerpunkt auf der KI-Generierung
Die Auswertung der Störungsursachen zeigte ein eindeutiges Bild. Laut Berichten vom 8.10.2026 bezogen sich international 66 % der Downdetector-Meldungen auf die Generierung von KI-Inhalten, 16 % auf Probleme mit der App und 13 % auf die Website. Eine parallele Aufschlüsselung bezifferte die Anteile auf 69 % für die KI-Generierung, 13 % für die Website und 12 % für die App.
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Regional wiederholte sich dieses Muster: In den USA entfielen laut Downdetector 68 % der Meldungen auf die KI-Generierung, 14 % auf die App und 13 % auf die Website. In Großbritannien waren es 63 % für die Generierung, 23 % für die App und 12 % für die Website, während in Indien 62 % die KI-Funktion, 18 % die App und 14 % die Website betrafen.
Neben Gemini traten auch bei Google Workspace Beeinträchtigungen auf; die am stärksten betroffenen Orte innerhalb von 24 Stunden waren Indien, Großbritannien und Tschechien. Nutzer beklagten zudem verlangsamte Dienste oder Login-Probleme in den Niederlanden und den USA sowie vollständige Unerreichbarkeit in Japan, Belgien, Neuseeland, Australien und Frankreich.
Diskrepanzen auf den Statusseiten
Während Überwachungsdienste wie Down for Everyone or Just Me am 8.10. Fehlermeldungen aus Großbritannien und Beschwerden über Schnittstellen aus Indien dokumentierten, reagierten offizielle Kanäle zurückhaltend.
Das Portal StatusGator erfasste gegen 11:48 UTC Meldungen darüber, dass Gemini Pro Anfragen nicht verarbeiten könne, nachdem zuvor Meldungen aus der Türkei um 10:14 und 10:26 Uhr sowie aus Hongkong, den Philippinen und der Schweiz eingegangen waren. Später führte StatusGator den Dienst wieder als betriebsbereit.
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Googles offizielle Statusanzeigen spiegelten die Lage jedoch lange Zeit nicht wider. Die Google-Statusseite zeigte laut Tom’s Guide weiterhin an, dass alle Systeme betriebsbereit seien, und auch Google Cloud Service Health wies keine großflächige Störung aus. Eine offizielle Stellungnahme oder Ursachenerklärung seitens Google lag zunächst nicht vor; das Unternehmen antwortete nicht auf Anfragen.
Die jüngsten Aussetzer reihen sich in frühere technische Zwischenfälle ein. Nach Angaben von Down for Everyone or Just Me dauerte die vorangegangene Störung am 6.10.2026 rund 1 Stunde.
Der letzte offiziell dokumentierte Ausfall ereignete sich am 11.9.2026 bei Gemini 3.1 Pro und dauerte infolge eines Updates rund 7 Stunden. Weitere Ausfälle am 7.9.2026 nahmen rund 56 Minuten, rund 1 Stunde und rund 2 Stunden in Anspruch, während eine Störung vom 7. bis 8.9. rund 4 Stunden andauerte.

