Google macht seinen KI-Assistenten handlungsfähig: Erstmals kann Gemini auf Android-Geräten eigenständig Aufgaben in Fremd-Apps erledigen. Dieser Schritt markiert den Übergang von reiner Sprachsteuerung zu einem proaktiven, digitalen Helfer.
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Vom Befehl zum Auftrag: KI erledigt komplexe Aufgaben
Die neue Funktion verwandelt Gemini in einen echten digitalen Agenten. Nutzer können einen Auftrag wie „Bestell mir ein Taxi“ erteilen. Die KI startet dann eigenständig die Uber-App, wählt die Route, bestätigt die Fahrt und holt nur die finale Freigabe des Nutzers ein. Der gesamte Prozess läuft in einer virtuellen Umgebung ab, die der Nutzer live verfolgen kann.
Dieser Ansatz soll Sicherheitsbedenken adressieren. Google behält die Kontrolle über den Prozess, während die KI die mühsame Navigation, Formularausfüllung und Auswahl übernimmt. Die Funktion ist aktuell eine frühe Vorschau auf ausgewählten Geräten wie dem Samsung Galaxy S26 und Google Pixel 10. Kompatible Apps sind zunächst Dienstleister wie Uber oder DoorDash.
Die treibende Kraft: Gemini 3.1 Pro
Die neuen Fähigkeiten speisen sich aus Gemini 3.1 Pro. Dieses leistungsstärkere KI-Modell stellte Google am 19. Februar vor. Es bietet laut Unternehmen eine mehr als doppelt so hohe Leistung bei logischen Schlussfolgerungen gegenüber dem Vorgänger. Getestet wurde dies unter anderem mit dem ARC-AGI-2-Benchmark, der die Fähigkeit zur Lösung neuer Logikmuster prüft.
Das Modell steht sowohl Privatnutzern mit Abo als auch Entwicklern und Unternehmen zur Verfügung. Für Enterprise-Kunden ist es bereits in der Vorschau über die Gemini API und Vertex AI nutzbar. Das eröffnet Geschäftsanwendungen, die tiefgehende Kontextanalyse und mehrstufige Planung erfordern.
Unternehmen erhalten mehr Kontrolle und Einblick
Parallel zu den Consumer-Features rüstet Google auch seine Geschäftskunden auf. Administratoren von Gemini Enterprise können seit dem 23. Februar verschiedene KI-Agenten mit ihren Teams teilen. Dazu gehören Google-eigene Tools wie „Deep Research“, interne Mitarbeiter-Agenten und maßgeschneiderte Lösungen.
Zusätzlich erhalten Administratoren detaillierte Einblicke in die Nutzung. Neue Berichte in der Google Workspace Admin Console zeigen die Adoption von Gemini-Features nach Anwendung und aktivem Nutzer. Diese Metriken helfen Unternehmen, ihre Lizenzen zu verwalten und KI-Trends zu verstehen.
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Der Wettlauf um die autonome KI hat begonnen
Mit dieser Entwicklung positioniert sich Google an der Spitze des Branchenrennens. Der Schritt vom reagierenden Chatbot zum handelnden Agenten gilt als nächste große Stufe der KI-Entwicklung. Die Fähigkeit, zuverlässig mehrstufige Aufgaben zu delegieren, könnte zum entscheidenden Merkmal zukünftiger Betriebssysteme werden.
Die Strategie, die Ausführung in einer virtuellen Sandbox zu isolieren, ist ein kluger Schachzug. Sie verbindet Leistungsfähigkeit mit Nutzerkontrolle – eine Antwort auf die Risiken weniger überwachter autonomer Systeme. Der Erfolg hängt nun maßgeblich von der Zuverlässigkeit der KI und der Tiefe der App-Integration ab.
Ausblick: Wohin führt die Reise?
Google betont, dass es sich um eine „frühe Vorschau“ handelt. Nutzerfeedback soll die Weiterentwicklung prägen, besonders in puncto Entscheidungsgenauigkeit und Datenschutz. Die Roadmap sieht vor, die kompatiblen Apps stark zu erweitern – von Essenslieferungen hin zu komplexen Workflows.
Die Branche beobachtet gespannt, wie schnell Google diese Technologie skalieren kann und wie Wettbewerber wie Apple reagieren werden. Sollte sich der Ansatz durchsetzen, könnte das mühsame manuelle Wechseln zwischen Apps für eine einfache Aufgabe bald der Vergangenheit angehören. Bis Ende 2026 könnten sich die Nutzererwartungen an mobile Assistenten grundlegend wandeln.





