Google Health 5.0: Fitbit-App wird eingestellt – neues Widget startet

Google startet Rollout von Health 5.0 und stellt Fitbit-App ein. Neues Widget zeigt sechs Gesundheitswerte auf einen Blick.

Google hat den Rollout von Google Health 5.0 für Android gestartet. Die Fitbit-App verschwindet, ein mächtiges neues Widget kommt.

Seit heute rollt der Suchmaschinenriese das große Update aus, das die bisherige Fitbit-App endgültig ablöst. Bis zum 26. Mai sollen alle kompatiblen Android-Geräte die neue Version erhalten. Die Software heißt nun offiziell Google Health – der Name Fitbit bleibt nur noch als Hardware-Marke bestehen.

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Das neue „Quick Access“-Widget: Sechs Metriken auf einen Blick

Herzstück des Updates ist ein völlig neu gestaltetes Widget. Es ersetzt den alten, einfachen Schrittzähler und bietet eine beeindruckende Informationsdichte. In der maximalen Größe (5×3 Raster) zeigt es bis zu sechs Gesundheitswerte gleichzeitig an. Wer es minimalistischer mag, kann auf eine kleinere Ansicht mit nur einer Kennzahl umschalten.

Besonders praktisch: Die großen „Schritte“- oder „Wöchentliche Cardio“-Ringe lassen sich in den Einstellungen entfernen. Dann entsteht ein kompaktes 2×3-Raster mit quadratischen Metrik-Karten – ideal für den schnellen Check zwischendurch.

Das Widget ist zudem vollständig interaktiv. Ein Herz-Symbol links oben führt direkt zur Google-Health-App, ein „Health Coach“-Button rechts öffnet den neuen KI-Assistenten. Dazu gibt es eine manuelle Aktualisierungs-Taste und einen Zeitstempel, der anzeigt, wann die Daten zuletzt synchronisiert wurden.

Fitbit-App wird eingestellt – einige Funktionen verschwinden

Die Umstellung ist mehr als nur ein Update. Google verpasst der Anwendung ein komplett neues Icon – ein „wasserfarbenes Regenbogenherz“ ersetzt das bekannte Fitbit-Logo. Die Software heißt jetzt durchgängig Google Health.

Für eingefleischte Fitbit-Nutzer gibt es eine schlechte Nachricht: Die beliebten Funktionen „Schlaf-Tiere“ und „Schlaf-Profil“ sind Geschichte. Google setzt stattdessen auf ein neu gestaltetes Schlaf-Tracking, das nach eigenen Angaben 15 Prozent genauer arbeiten soll. Auch die „Geschätzte Sauerstoffvariation“ (EOV) wurde gestrichen – ersetzt durch direkte SpO2-Daten, die ein klinischeres Bild der Sauerstoffsättigung liefern sollen.

Die neue Version ist übrigens Pflicht für alle, die das kommende Fitbit Air nutzen wollen. Das Wearable erscheint nächste Woche und lässt sich nur mit Google Health 5.0 einrichten.

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KI-Coach kommt – aber nur gegen Aufpreis

Großes Thema des Updates ist die Integration von „Google Health Coach“ , einem persönlichen Wellness-Assistenten auf Basis von Gemini AI. Der Coach soll helfen, die Zusammenhänge zwischen Aktivität, Schlaf und Ernährung zu verstehen. Er erstellt personalisierte Fitnesspläne und gibt tägliches Feedback.

Doch der Service hat seinen Preis. Das neue „Google Health Premium“ -Abo ersetzt Fitbit Premium. Der Monatspreis bleibt bei 9,99 Euro, die Jahresgebühr steigt jedoch von 79,99 auf 99,99 Euro – ein Plus von 20 Euro für die KI-Funktionen.

Premium-Nutzer können künftig auch Fotos von Mahlzeiten hochladen, um ihre Ernährung zu tracken. In den USA ist zudem das Hochladen von medizinischen Unterlagen möglich – der KI-Coach beantwortet dann Fragen zu Laborwerten oder Vitaldaten.

Google Fit wird eingestellt – Daten-Migration geplant

Der Rollout von Version 5.0 ist nur der erste Schritt. Google plant, später im Jahr auch Nutzer der alten Google Fit -App zur Migration auf die neue Plattform einzuladen. Grundlage dafür ist das Health Connect -Framework, das inzwischen über 50 Datentypen unterstützt – darunter Hauttemperatur und Trainingsrouten.

Die neue App kann Daten von Drittanbietern wie Peloton, MyFitnessPal und sogar Apple Health einbinden. Das macht Google Health zu einer zentralen Schaltstelle für alle, die mehrere Plattformen zur Gesundheitsverfolgung nutzen.

Branchenbeobachter sehen in der Strategie den Versuch, einen einheitlichen Konkurrenten zu Apple Health zu schaffen. Der Fokus auf KI-gestützte Analysen und das flexible Widget sollen die entscheidenden Unterschiede sein – in einem Markt, in dem Nutzer zunehmend handfeste Erkenntnisse statt bloßer Zahlenkolonnen verlangen.