Google Health 5.09: Cardio Load erfasst jetzt auch Garmin-Workouts

Google Health berechnet Cardio Load nun auch aus herzfrequenzbasierten Trainingsdaten kompatibler Drittanbieter-Geräte.

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Google hat mit dem Update auf Version 5.09 seiner Health-App für Android und iOS eine Erweiterung eingeführt, die Nutzern mit mehreren Fitness-Geräten zugutekommt: Workouts aus Drittanbieter-Apps und -Geräten fließen künftig in die Cardio-Load-Berechnung ein. Voraussetzung ist, dass beim jeweiligen Training Herzfrequenzdaten aufgezeichnet wurden. Das gilt auch für Geräte von Garmin und Apple Watch.

Cardio Load öffnet sich für externe Daten

Bislang blieb die Cardio-Load-Metrik in Google Health weitgehend auf Aktivitäten beschränkt, die direkt über Googles eigenes Ökosystem erfasst wurden. Mit der neuen Version ändert sich das: Training, das über Health Connect eingeht, wird nun berücksichtigt, sofern Herzfrequenzwerte vorliegen.

Google nutzt dabei ausdrücklich nicht die eigenen Trainingsbewertungen der Drittanbieter, sondern berechnet aus den über Health Connect übermittelten Rohdaten – etwa Herzfrequenz, Schritte, Distanz, Etagen und Kalorien – eine eigene Cardio-Load-Kennzahl.

Tiefere Garmin-spezifische Metriken wie Training Readiness, Herzfrequenzvariabilität, VO2max oder detaillierte Rundenzeiten werden dabei weiterhin nicht an Google übertragen.

Konkret behebt das Update damit auch einen bislang bestehenden Fehler: Workouts, die über Garmin-Geräte aufgezeichnet wurden, veränderten den Cardio-Load-Wert in Google Health bisher nicht. Enthält ein Garmin-Workout Herzfrequenzdaten, berechnet Google Health daraus nun eigenständig den entsprechenden Wert.

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Ergänzend synchronisieren Herzfrequenzdaten kompatibler Garmin- und Apple-Watch-Modelle künftig automatisch. Nutzer, die mehrere Wearables parallel verwenden, erhalten dadurch ein einheitlicheres Gesundheits-Dashboard, statt Werte aus unterschiedlichen Quellen manuell abgleichen zu müssen.

Health Guardian als Rahmen des Updates

Die Cardio-Load-Erweiterung ist Teil eines größeren Updates, mit dem Google seit dem 24. September 2026 die neue Funktion Health Guardian für Besitzer der Pixel Watch 3, 4 und 5 ausrollt.

Health Guardian liefert Berichte zu Blutdrucktrends, Insulinresistenz-Trends und der Schlafatmungsqualität – jeweils basierend auf Langzeitmustern statt Sofortmessungen. Google betont dabei, dass es sich um Wellness-Indikatoren handelt, nicht um klinische Diagnosen: Hypertonie, Diabetes oder Schlafapnoe werden damit ausdrücklich nicht diagnostiziert.

Blutdrucktrends erscheinen im Bereich Herz, wenn die Uhr an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen im September getragen wurde. Insulinresistenz-Trends im Bereich Stoffwechsel setzen mindestens sieben durchgehend getragene Tage und Nächte voraus. Die Schlafatmungsqualität wird sowohl täglich als auf Monatsbasis im Schlaf-Tab ausgewiesen. Der erste monatliche Health-Guardian-Bericht ist für Anfang Oktober 2026 vorgesehen.

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Health Guardian steht Besitzern der Pixel Watch 3, 4 und 5 kostenlos zur Verfügung. Besitzer der Fitbit Air sollen die Blutdruck- und Insulinresistenz-Trends später im Jahr 2026 erhalten, dann jedoch nur über ein Abonnement von Google Health Premium.

Weitere Neuerungen im Update

Neben den Health-Guardian-Funktionen und der Cardio-Load-Erweiterung bringt Version 5.09 mehrere kleinere Verbesserungen: Nutzer können Portionsgrößen und Mahlzeiten bei selbst angelegten Lebensmitteln nun einfacher umschalten, ein entsprechender iOS-Fehler wurde behoben.

Im Fitness-Tab stehen zudem mehr Optionen beim Protokollieren von Aktivitäten zur Verfügung, und Google arbeitet an der Wiederherstellung verloren gegangener historischer Schritt-Serien.

Der Rollout von Version 5.09 erstreckt sich Google zufolge über einen Zeitraum von etwa einer Woche; Verfügbarkeit und Funktionsumfang können je nach Land, Region und Gerät variieren, teils ist dafür ein Abonnement von Google Health Premium erforderlich.