Google Home: Philips-Hue-Bridges wechseln automatisch zu Matter-Steuerung

Google verbessert Matter-Anbindung, App-Bedienung und Sprachassistenz; ein Anzeigeproblem bei der Raumzuordnung besteht weiterhin.

•

Google modernisiert die Vernetzung im vernetzten Zuhause: Wie aus Veröffentlichungen zu Google Home und Gemini for Home hervorgeht, stellt der Konzern bestehende Philips-Hue-Bridges im Hintergrund automatisch auf eine lokale Matter-Steuerung über Google-Home-Hubs um.

Nutzer müssen ihre Beleuchtungssysteme dafür nicht erneut anlernen. Durch die Umstellung werden Steuerungsbefehle schneller und zuverlässiger ausgeführt, was sich auch auf andere im Haushalt genutzte Matter-Geräte mit Hub positiv auswirkt.

Umfassende Neuerungen für die Smartphone-App

Der Rollout der neuen Funktionen erfolgt schrittweise, wie aus einem Branchenbericht vom 14. Oktober 2026 hervorgeht. Parallel zur lokalen Matter-Integration erhält die Google-Home-App eine überarbeitete Bedienoberfläche.

Lampen, smarte Steckdosen und Schalter von Drittanbietern lassen sich damit direkter handhaben: Nutzer können Geräte unmittelbarer ein- und ausschalten sowie Helligkeit und Farben anpassen. Zudem führt eine Wischgeste vom unteren Bildschirmrand der Vollbild-Steuerungsseite direkt zu den Favoriten, dem Geräteverlauf und den Systemeinstellungen.

Das App-Update enthält zudem diverse Fehlerbehebungen. So wurde die Drag-and-Drop-Funktion in den Favoriten überarbeitet. Nach der Entwarnung bei einem Rauch- oder Kohlenmonoxid-Alarm blendet die Anwendung künftig ein Banner mit der genauen Uhrzeit ein. Auf iOS-Geräten wurde die Liveansicht von Sicherheitskameras verbessert, während unter Android Probleme beim Spulen von Videos sowie Darstellungsfehler bei Standbildern behoben wurden.

Anzeige

Wer sein vernetztes Zuhause bequem vom Sofa aus steuern möchte, kann die eigene Infrastruktur oft mit wenigen Handgriffen optimieren. Dieser kostenlose Kurs verrät wenig bekannte Tricks für ein stabileres Netzwerk und die Einbindung smarter Geräte. FRITZ!Box richtig einrichten und Maximum herausholen

Verbesserte Sprachinteraktion mit Gemini for Home

Neben der Hardware- und App-Steuerung optimiert Google auch das Sprachsystem Gemini for Home. Künftig verabschiedet sich die Assistenz nach einem Dankeschön des Nutzers und schaltet das Mikrofon umgehend ab. Gleichzeitig wurde ein Fehler behoben, der dazu führte, dass Befehle mit dem Wort Stopp fälschlicherweise das gesamte Gespräch beendeten.

Auf Smart Displays wird Text nach dem Update zügiger dargestellt, und Wetterinformationen erscheinen verlässlich in der vom Nutzer gewählten Einheit Celsius oder Fahrenheit. Zudem ist das System nun in der Lage, gezielt zwischen Entspannungsmusik und reinen Hintergrundgeräuschen zu unterscheiden.

Ein vergangene Woche veröffentlichter und später wieder zurückgezogener Changelog des Herstellers listete bereits mehr als 20 geplante Detailverbesserungen auf. Dazu zählten schnellere Reaktionen auf Steuerungsbefehle für das Smart Home, Medien, Alarme und Timer sowie ein besseres Sprachverständnis bei Störgeräuschen und in mehrsprachigen Haushalten mit bis zu drei Sprachen.

Anzeige

Neben der Steuerung von Licht und Musik lassen sich über die zentrale Heimvernetzung auch Heizung und Steckdosen mühelos per Smartphone verwalten. Erfahren Sie in diesem gratis 5-Teile-Kurs, wie die ganze Familie von einer optimalen Einrichtung profitiert. Kostenlosen Kurs zur Smart-Home-Steuerung starten

Bekannte Probleme bei der Raumzuordnung

Während die neuen Funktionen verteilt werden, kämpft die Plattform mit einem Darstellungsfehler in der Google-Home-App, der seit rund einer Woche auftritt. Geräte verschiedener Hersteller – darunter Kasa, Tapo, Google-eigene Hardware sowie generische Schalter und Leuchtmittel – werden fälschlicherweise in der Übersicht unter dem Bereich der verknüpften Geräte angezeigt, obwohl sie einem festen Raum zugewiesen sind.

In den Geräteeinstellungen bleibt die ursprüngliche Raumzuordnung intakt, was auf ein reines Synchronisations- oder Anzeigeproblem hinweist und nicht auf einen Datenverlust.

Ein erzwungenes Beenden der Android-App kann die korrekte Ansicht mitunter vorübergehend wiederherstellen, während das Löschen von App-Daten oder Neuzuweisungen keinen dauerhaften Erfolg brachten. Da neue App-Aktualisierungen bei Google üblicherweise im Abstand weniger Wochen erscheinen, rechnen Beobachter mit einer baldigen Fehlerbehebung.

Mehr zum Thema bei Caschys Blog: „Google Home: Update bringt lokales Matter für Philips Hue und überarbeitete Steuerung“