Google Images 25 Jahre: KI generiert Bilder in vier Sekunden

KI erkennt Gesichter so gut wie Menschen, hat aber Probleme mit Diversität. Google und Apple erweitern unterdessen ihre KI-Fotofunktionen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Notre Dame, die am heutigen Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Forschung, erschienen im Journal of Applied Research in Memory and Cognition, verglich die Leistungsfähigkeit von KI-Modellen mit der von 4.000 menschlichen Teilnehmern.

Doch die Studie fördert auch Schwachstellen zutage. Die Genauigkeit sinkt deutlich, wenn KI-Systeme Gesichter aus unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen analysieren. Hinzu kommen Einflussfaktoren wie die ethnische Zugehörigkeit der abgebildeten Person, die des Betrachters und dessen angeborene Fähigkeiten zur Gesichtserkennung. Spitzenmodelle liefern zwar Ergebnisse auf Expertenniveau – aber längst nicht für alle Menschen gleichermaßen.

Google erweitert KI-Fotofunktionen in Europa

Parallel zur akademischen Debatte treiben Tech-Konzerne die Integration von KI in Alltagsanwendungen voran. Google Photos hat am Mittwoch seine Funktion „Edit with Ask Photos“ auf mehrere europäische Länder ausgeweitet. Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien kommen hinzu – insgesamt ist der Dienst nun in neun Ländern verfügbar. Nutzer können damit per Texteingabe Fotos bearbeiten lassen.

Noch einen Schritt weiter geht ein neues Feature, das Tester in aktuellen Softwareversionen entdeckt haben: Der „Ask Photos“-Assistent soll künftig auch Metadaten verändern können – Zeitstempel, Bildunterschriften und Aufnahmeorte per KI. Die Funktion erinnert an ähnliche Möglichkeiten, die Google erstmals mit dem Pixel 10 einführte.

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Ebenfalls seit heute befindet sich Google Gemini in einer Beta-Phase für „Personal Intelligence“. Der Dienst gibt proaktiv Vorschläge auf Basis privater Nutzerdaten. Wer etwa Urlaubsfotos von einer Reise durch die Alpen in seiner Bibliothek hat, könnte den Hinweis erhalten, Ganzjahresreifen zu kaufen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Apple setzt auf Alibaba für China-Markt

In China hat Apple am Mittwoch die behördliche Genehmigung für den Einsatz von KI-Funktionen erhalten, die auf Technologie von Alibaba basieren. Die Partnerschaft soll sicherstellen, dass die lokalen Datenschutzvorschriften eingehalten werden. Chinesische iPhone-Nutzer erhalten dadurch eine verbesserte Foto- und Videoerkennung, einen intelligenteren Sprachassistenten sowie Echtzeit-Übersetzungen.

Neue Werkzeuge für die Bildbearbeitung

Der Markt für spezialisierte Fotobearbeitung wächst. Mango AI hat am Mittwoch ein browserbasiertes Tool zum Gesichtertausch in Fotos gestartet. Die Anwendung unterstützt die Formate JPG, PNG und WebP und bietet Einstellungen für Ausrichtung und Wasserzeichen-Entfernung – ganz ohne Software-Installation.

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Updates für Open-Source-Fotoverwaltung

Auch die Open-Source-Szene ist aktiv. Der Fotomanager digiKam hat Version 9.1 veröffentlicht. Sie unterstützt erstmals Bewegtbildfotos von Google-Pixel-Geräten. Hinzu kommen eine Funktion zum Aufheben aller Gruppen in der erweiterten Suche und verbesserte Video-Thumbnails für USB-Speicher.

Ebenfalls am Mittwoch erschien Immich in Version 3.0.3. Das Update für die selbst gehostete Plattform behebt mehrere Fehler, darunter Probleme beim Hochladen von Live Photos und unautorisierte Änderungen an Alben-Besitzern. Nutzer der F-Droid-Plattform wurden zudem über einen notwendigen Repository-Wechsel informiert.

Google Images feiert 25. Geburtstag mit neuem Design

Mitte Juli 2026 jährt sich der Start von Google Images zum 25. Mal. Aus diesem Anlass rollt der Konzern für US-Nutzer eine überarbeitete Desktop-Oberfläche aus. Sie enthält eine personalisierte „For You“-Galerie und integriert das KI-Modell Nano Banana 2 Lite. Damit lassen sich Bilder direkt in den Suchergebnissen generieren – in etwa fies Sekunden. Alle KI-erzeugten Inhalte erhalten einen SynthID-Wasserzeichen-Stempel.