Google Kalender: 200 Farben statt 11 für bessere Übersicht

Google erweitert seine Produktivitäts-Apps um KI-Funktionen, 200 Kalenderfarben und Wear-OS-Updates. Gemini 3 und Thread 1.4 verbessern Terminplanung und Smart-Home-Netz.

Google erweitert seine Produktivitäts-Apps mit KI-Funktionen, neuen Farboptionen und Wear-OS-Updates – deutsche Nutzer profitieren von smarteren Kalender- und Sprachfunktionen.

Der US-Konzern hat einen umfassenden Umbau seiner Produktivitäts-Suite gestartet. Im Zentrum stehen verbesserte Personalisierungsmöglichkeiten und KI-gestützte Terminplanung. Die Änderungen betreffen sowohl mobile Geräte als auch Wearables und zielen darauf ab, die Bedienung spürbar zu vereinfachen.

Kalender wird bunter: 200 Farben für bessere Organisation

Google reagiert damit auf einen langjährigen Nutzerwunsch: Der Kalender bietet nun 200 statt bisher 11 Farboptionen für Termine und Aufgaben. Die Erweiterung ermöglicht eine deutlich feinere Kategorisierung – etwa nach Projekten, Prioritäten oder Teams. Gerade für Vielnutzer dürfte das die tägliche Übersicht erheblich verbessern.

Auch für Besitzer von Falt-Smartphones gibt es Neuerungen. Ein optimiertes „Kalenderplaner“-Widget für Geräte wie das Samsung Galaxy Z Fold 8 zeigt Termine auf einen Blick, lässt sich in der Größe anpassen und bietet eine Direktschaltfläche für neue Einträge.

Für Unternehmen erleichtert Google zudem den Wechsel in sein Ökosystem: Ein neues Migrationswerkzeug überträgt E-Mail- und Kalenderdaten von Microsoft Exchange Online zu Gmail – für bis zu 250 Nutzer gleichzeitig. Die Funktion unterstützt Delta-Migrationen und bietet Beta-Support für bestimmte Kalenderdaten.

Gemini 3: KI-Agent für komplexe Aufgaben

Mit der Einführung von Gemini 3 hält eine neue Generation künstlicher Intelligenz Einzug. Der integrierte „Gemini Agent“ bewältigt mehrstufige Aufgaben eigenständig – etwa die Koordination mehrerer Termine oder die Vorbereitung von Besprechungen. Die Funktion wird zunächst für AI-Ultra-Abonnenten in den USA freigeschaltet.

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Auf Smartwatches verändert sich die KI-Interaktion grundlegend: Die Gemini-App für Wear OS setzt künftig auf ein Overlay statt eines Vollbild-Interfaces. Die Uhrzeit bleibt dabei sichtbar, während Live-Transkripte und Aktionsbestätigungen eingeblendet werden. Das Update erreicht Geräte wie die Pixel Watch und Galaxy-Watch-Modelle mit One UI 8 Watch.

Thread 1.4: Schnelleres Smart-Home-Netz

Auch im Smart-Home-Bereich tut sich etwas: Nest-Geräte wie Nest Hub und Nest Wi-Fi Pro erhalten das Update auf den Kommunikationsstandard Thread 1.4. Der neue Standard verspricht geringere Latenzzeiten und vereinheitlicht die Weitergabe von Zugangsdaten zwischen vernetzten Geräten. Das dürfte die Einrichtung und Steuerung smarter Haushalte spürbar vereinfachen.

„Auris“: Pixel 11 soll Gespräche zusammenfassen

Ein besonders spannendes Projekt trägt den Codenamen „Auris“ – auch als „Conversation Capture“ bekannt. Das Tool soll Gespräche aufzeichnen, transkribieren und zusammenfassen sowie Folgeaktionen vorschlagen. Erwartet wird ein Debüt mit dem Pixel 11, möglicherweise bereits in der kommenden Woche.

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Die Datenverarbeitung soll Ende-zu-Ende-verschlüsselt erfolgen, KI-gestützte Verbesserungen erfordern eine ausdrückliche Zustimmung der Nutzer. Parallel dazu testet Google in den neuesten Android-Canary-Builds KI-generierte Sperrbildschirm-Uhren und erweiterte Kontrollmöglichkeiten für Benachrichtigungssymbole.

Google Messages und Photos: Fokus auf Bedienbarkeit

Abseits der KI-Offensive verbessert Google die Bedienbarkeit seiner Apps: Google Messages erhält Updates für einhändige Nutzung und stabilere Oberflächen. Google Photos führt für Android-Nutzer eine schwebende untere Leiste ein – ein Design-Element, das sich bereits auf iOS bewährt hat und nun den Zugriff auf Sammlungen und Bearbeitungswerkzeuge erleichtert.