Google erweitert seinen KI-Assistenten Gemini um eine revolutionäre Funktion für Fußgänger und Radfahrer. Ab sofort bietet Google Maps eine freihändige, konversationelle Navigation für alle, die nicht mit dem Auto unterwegs sind. Diese Neuerung soll die App zum universellen Mobilitätsbegleiter machen.
Vom starren Wegweiser zum Gesprächspartner
Der Kern des Updates ist ein radikaler Wandel: Nutzer können sich auf dem Fußweg oder dem Fahrrad nun natürlich mit der Navigation unterhalten. Statt nur Anweisungen zu hören, starten sie einen Dialog. Das System ersetzt den klassischen Google Assistant durch eine spezielle Gemini-Oberfläche, erkennbar an einem blauen Funken-Symbol.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Wer zu Fuß unterwegs ist, muss nicht mehr aufs Display schauen. Aktiviert wird die Funktion per Sprachbefehl. Anschließend beantwortet die KI komplexe Fragen, die über die reine Wegbeschreibung hinausgehen. Touristen können sich etwa über das Viertel, durch das sie laufen, informieren oder Empfehlungen für nahegelegene Sehenswürdigkeiten erhalten.
KI-Systeme wie Gemini verändern, wie öffentliche Räume digital begleitet werden – und das wirft auch rechtliche Fragen auf. Wer KI-Lösungen entwickelt oder einsetzt, muss Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationspflichten verstehen, um Strafen zu vermeiden. Ein kompakter Leitfaden zur EU-KI-Verordnung erklärt die wichtigsten Pflichten, Übergangsfristen und praktische Umsetzungsschritte für Unternehmen und Entwickler. KI-Verordnung jetzt kostenlos herunterladen
Laut ersten Berichten kann die KI auch praktische Probleme in Echtzeit lösen. Fußgänger fragen nach Cafés mit Toilette oder nach hoch bewerteten Restaurants mit veganen Optionen entlang ihrer Route. Die KI verarbeitet diese mehrstufigen Anfragen sofort und passt die Route an, ohne dass der Nutzer stehen bleiben muss.
Mehr Sicherheit für Radfahrer durch Freisprechen
Für Radfahrer adressiert die Integration ein drängendes Sicherheitsproblem: die Nutzung des Smartphones während der Fahrt. Analysten betonen, dass die freihändige Gemini-Steuerung es ermöglicht, beide Hände am Lenker und den Blick auf die Straße zu behalten.
Radler können nun per Sprache ihre voraussichtliche Ankunftszeit abfragen, ihren Kalender auf anstehende Termine prüfen oder sogar Textnachrichten diktieren, um Verspätungen mitzuteilen. Das System versteht natürliche Sprache – Nutzer fragen einfach nach der nächsten Abbiegung oder der Verkehrslage. Dieser „Augen-frei“-Ansatz ist ein entscheidender Fortschritt gegenüber starren Sprachbefehlen früherer Assistenten.
Weltweite Veröffentlichung und Plattform-Verfügbarkeit
Google hat einen schnellen Rollout der neuen Features bestätigt. Seit der Ankündigung am 29. Januar ist die Gemini-Integration für Fußgänger und Radfahrer global auf iOS-Geräten verfügbar, überall dort, wo Gemini unterstützt wird. Die Auslieferung für Android-Nutzer läuft bereits und soll in den kommenden Wochen alle kompatiblen Geräte erreichen.
Das Update baut auf der Infrastruktur auf, die mit der Einführung von Gemini für die Autonavigation im November 2025 geschaffen wurde. Google schafft so eine einheitliche KI-Schnittstelle für alle Fortbewegungsarten. In unterstützten Regionen integriert sich die Funktion auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln – ideal für Pendler, die zu Fuß zum Bahnhof und dann mit dem Rad zum Ziel fahren.
Strategische Neuausrichtung von Google Maps
Experten deuten diesen Schritt als strategischen Schwenk. Google Maps wandelt sich vom reinen Kartentool zu einem proaktiven, intelligenten Agenten. Indem das Unternehmen generative KI direkt in die Navigation einbettet, tritt es in direktere Konkurrenz zu neuen, KI-zentrierten Plattformen.
Die Integration nutzt Googles riesige Datenbank mit über 250 Millionen Orten, angereichert mit Echtzeitdaten und Street-View-Bildern. So kann Gemini nicht nur sprachlich korrekte, sondern auch räumlich präzise Antworten geben. Zeigt ein Nutzer auf ein Gebäude, identifiziert es die KI basierend auf dem genauen Standort und liefert sofort historische Daten oder Geschäftsinformationen.
Analysten sehen darin einen Trend: KI-Assistenten werden „agentisch“. Sie handeln für den Nutzer, statt nur Informationen abzurufen. Die Fähigkeit, persönliche Daten wie Kalendertermine mit räumlichen Daten wie Fahrzeiten zu verknüpfen, zeigt diesen Wandel hin zu personalisierter, vorausschauender Hilfe.
Was kommt als Nächstes?
Die Integration von Gemini in Google Maps wird sich voraussichtlich vertiefen. Google deutete weitere Updates an, darunter erweiterte visuelle Suchfunktionen. Nutzer könnten dann ihre Kamera auf die Umgebung richten und KI-generierte Overlays mit Informationen erhalten.
Marktbeobachter erwarten, dass der Erfolg dieses Rollouts die Entwicklung ähnlicher Features in konkurrierenden Navigations- und Ride-Sharing-Apps beeinflussen wird. Die Grenzen zwischen Suchmaschine, persönlichem Assistenten und Navi verschwimmen weiter. Die Karte wird zur zentralen Schnittstelle für Interaktionen in der realen Welt.
Der unmittelbare Effekt ist eine intelligentere und sicherere Navigation für Millionen von Fußgängern und Radfahrern weltweit. Sie haben jetzt einen KI-Begleiter, der nicht nur weiß, wohin sie gehen, sondern auch, was sie unterwegs brauchen könnten.
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