Google Maps: Neue Nachrichten-Schaltfläche führt direkt zu WhatsApp oder SMS

Google platziert WhatsApp und SMS prominenter in Unternehmensprofilen; der weltweite Starttermin und regionale Verfügbarkeit bleiben offen.

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Google baut die direkte Kommunikation zwischen lokalen Betrieben und Kundschaft aus. Wie das Unternehmen am 5. November 2026 im Small Business Bulletin durch Lisa Landsman aus der Google-Business-Profile-Gemeinschaft ankündigte, erhalten Geschäftseinträge in Google Maps für Android und iOS eine neue Schaltfläche für Nachrichten. Diese wird direkt neben dem Anruf-Button platziert und führt Nutzer unmittelbar zu WhatsApp oder zum SMS-Dienst des Unternehmens.

Prominente Platzierung in Suchergebnissen und Profilen

Bislang war die Chatfunktion in Unternehmensprofilen meist weit unten platziert. Die neue Schaltfläche soll künftig an mehreren zentralen Stellen sichtbar sein: direkt in der Suchergebnisliste, im erweiterten Kopfbereich des Profils sowie in der unteren Leiste für Schnellaktionen.

Lisa Landsman, bei Google für Branchenkontakt und den Erfolg kleiner Betriebe zuständig, hob hervor, dass die Funktion dadurch gut sichtbar im direkten Blickfeld der Nutzer platziert werde.

Bei der Neuerung handelt es sich nicht um einen eigenständigen Kommunikationsdienst von Google. Das Unternehmen stellt weder ein neues Postfach bereit noch verlangt es ein Entgelt für die Funktion. Stattdessen zielt die Anpassung darauf ab, bereits bestehende Kontaktwege von Firmen sichtbarer zu machen.

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Die Schaltfläche öffnet je nach hinterlegter Verbindung entweder WhatsApp oder den SMS-Dienst. Haben Betriebe beide Optionen eingerichtet, sehen Kundinnen und Kunden standardmäßig die SMS-Variante. Zudem ist es möglich, denselben WhatsApp-Link über mehrere Unternehmensprofile hinweg zu teilen.

Voraussetzungen und Einrichtung für Inhaber

Die Aktivierung der Funktion setzt voraus, dass der jeweilige Google-Maps-Eintrag beansprucht und durch den Inhaber verifiziert wurde. Die Konfiguration erfolgt über die Kontoverwaltung unter dem Menüpunkt zur Profilbearbeitung im Bereich Kontakt und Chat. Dort können Betreiber den gewünschten Kanal festlegen und die zugehörige Webadresse oder Telefonnummer hinterlegen.

Google empfiehlt Unternehmen, vorab interne Abläufe wie Zuständigkeiten, Antwortzeiten und Übergaben im Team zu klären. Zudem sollten Betriebe die Anzeige, den Nachrichteneingang, die Beantwortung sowie die Ergebnisse separat im Vorfeld testen.

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Eingeschränkte regionale Verfügbarkeit und zusätzliche Prüfungen

Einen festen Zeitplan für die weltweite Einführung nannte Google bislang nicht. Auf den offiziellen Hilfeseiten verweist der Konzern lediglich auf ausgewählte Regionen. Eine Verfügbarkeit in Frankreich ist derzeit ebenso wenig bestätigt wie eine flächendeckende Bereitstellung für alle Unternehmen in Japan, wo die Dokumentation auf regionale Einschränkungen hinweist.

Bereits am 28. Oktober 2026 wurde zudem über zusätzliche bürokratische Hürden bei einigen Betrieben berichtet. Bei der Einrichtung des Buttons verlangte Google vereinzelt eine US-Arbeitgeber-Identifikationsnummer (Employer Identification Number) sowie den Link zu einer Datenschutzerklärung.

Den Angaben zufolge prüft ein externer Partner von Google diese Daten vor der endgültigen Freischaltung, was drei bis vier Werktage in Anspruch nehmen kann, um Unternehmen und Kunden zu schützen. Eine offizielle Stellungnahme von Google zu dieser Anforderung liegt nicht vor.

Unklar bleibt daher, ob es sich um einen Testlauf handelt, welche Geschäftsarten genau betroffen sind und wie die übermittelte Steuernummer verarbeitet wird. Ein Einfluss auf das Ranking in den Suchergebnissen ist nicht belegt.