Google stattet seine Videokonferenz-App für Android und iOS mit dem KI-Assistenten „Ask Gemini“ aus. Ab sofort können Nutzer in Meetings per Smartphone oder Tablet Zusammenfassungen erstellen und Fragen zum Gesprächsverlauf stellen – eine Funktion, die bisher dem Desktop vorbehalten war. Damit will der Tech-Riese mobile Nutzer produktiver machen und holt im Wettrennen um die intelligenteste Meeting-KI zu Konkurrenten wie Microsoft Teams auf.
KI-Unterstützung für unterwegs
Die Integration von „Ask Gemini“ in die Google Meet-App soll die mobile Zusammenarbeit revolutionieren. Wer zu spät zum Meeting dazustößt oder zwischendurch den Faden verliert, kann den Assistenten privat befragen. Er fasst die Diskussion zusammen, listet Entscheidungen und nächste Schritte auf – ohne den Gesprächsfluss zu stören. Aktiviert wird das Feature über das Menü der Meet-App.
Die Antworten generiert die KI in Echtzeit anhand der Meeting-Untertitel. Alle Anfragen bleiben für den Nutzer privat, die Untertitel-Daten werden nach dem Meeting gelöscht. Meeting-Gastgeber können die Funktion in den Einstellungen deaktivieren. In Breakout-Räumen steht „Ask Gemini“ aktuell noch nicht zur Verfügung.
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Breitere Verfügbarkeit und mehr Sprachen
Google rollt den KI-Assistenten für eine deutlich größere Nutzergruppe aus. War das Tool zunächst Enterprise-Kunden vorbehalten, erhalten nun auch andere Google Workspace-Nutzer Zugang – ab diesem Februar erstmals auf mobilen Geräten. Parallel hat Google die Sprachunterstützung massiv erweitert.
Neben Englisch versteht „Ask Gemini“ jetzt auch Französisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch. Allerdings wird pro Meeting weiterhin nur eine Sprache unterstützt. Die Erweiterung ist Teil einer größeren Strategie, Sprachbarrieren in virtuellen Meetings abzubauen, zu der auch Echtzeit-Übersetzungen für über 60 Sprachen gehören.
Im Wettlauf mit Microsoft und Zoom
Mit der Mobil-Version von „Ask Gemini“ geht Google in die Offensive gegen die KI-Assistenten der Konkurrenz. Microsoft Teams Copilot und Zooms AI Companion verfolgen dasselbe Ziel: Meeting-Müdigkeit reduzieren und Effizienz durch Automatisierung steigern.
Google setzt auf seinen Heimvorteil in der KI-Entwicklung. Sein Assistent soll nicht nur transkribieren, sondern Inhalte verstehen und kontextbezogen antworten können. Diese Fähigkeit, in Echtzeit mit dem Meeting zu interagieren, ist ein klarer Pluspunkt für alle, die unterwegs arbeiten. „Ask Gemini“ ist Teil des kostenpflichtigen Gemini for Google Workspace-Abos und richtet sich klar an Geschäftskunden im Google-Ökosystem.
Der Weg zum proaktiven Meeting-Partner
Die Mobil-Einführung ist nur ein Schritt in Googles größerer KI-Strategie. Gemini soll künftig enger mit Google Workspace und Android verwoben sein – und könnte sogar den klassischen Google Assistant auf Smartphones ersetzen. Die Vision: ein kontextbewusster, proaktiver Helfer.
Zukünftige Versionen dürften über reine Reaktionen hinausgehen. Denkbar sind vorbereitende Briefings vor dem Meeting oder Analysen, die Daten aus Docs, Sheets und Gmail verknüpfen. Die heutige Mobil-Funktion legt das Fundament für einen KI-Assistenten, der Meetings grundlegend verändern wird.
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