Google Meet: KI transkribiert Gespräche und erstellt Aufgaben

Google Meet führt Echtzeit-Transkription ein, NotebookLM generiert Video-Zusammenfassungen. Neue Plattformen für Dokumentenanalyse und Datenschutz-Lösungen vorgestellt.

Automatisierte Notizen, intelligente Dokumentenanalyse und datenschutzfreundliche Transkription – der Markt für digitale Produktivitätstools erlebt dieser Woche einen wahren Innovationsschub.

Google hat am heutigen Mittwoch eine neue Funktion für seine Videokonferenzplattform Meet eingeführt. Die Option „Notizen für mich aufnehmen“ transkribiert Gespräche in Echtzeit, erstellt Zusammenfassungen und erfasst automatisch Aufgaben. Verfügbar ist das Feature für Abonnenten von Gemini Pro und Ultra sowie für Workspace-Business-Kunden. Die Ergebnisse landen direkt in Google Drive, gefolgt von einer Zusammenfassungs-E-Mail an alle Teilnehmer. Unterstützt werden acht Sprachen – darunter Deutsch, Englisch, Französisch und Japanisch.

NotebookLM liefert Video-Zusammenfassungen

Bereits am Dienstag hatte Google sein KI-Notizbuch NotebookLM aktualisiert. Die Plattform generiert nun 60-sekündige vertikale Video-Zusammenfassungen auf Basis des Nano Gemini 2 Light Modells. Zielgruppe sind Ultra- und Pro-Abonnenten ab 18 Jahren. Hinzu kommen verbesserte Anpassungsmöglichkeiten für digitale Karteikarten und die Option, Lernmaterialien per Link zu teilen.

Branchenbeobachter rechnen zudem mit der Veröffentlichung von Gemini 3.5 Pro um den 17. Juli. Das Modell soll einen Kontextfenster von zwei Millionen Tokens und einen speziellen Reasoning-Modus bieten.

Spezialisierte Plattformen für Dokumentenanalyse

Der Markt für PDF- und Dokumentenanalyse zeigt sich ebenfalls in Bewegung. Phrasly.AI meldet inzwischen über drei Millionen Nutzer aus dem akademischen Bereich. Das kostenlose Chat-mit-PDF-Tool erlaubt die gleichzeitige Arbeit mit bis zu sechs Dokumenten, liefert Seitenangaben und Exportmöglichkeiten in verschiedene Formate. Die Verschlüsselung erfolgt nach AES-256-Standard, die Plattform erfüllt DSGVO- und SOC-2-Anforderungen.

Mit OpenParser AI hat das Unternehmen Innovatix am Dienstag eine neue Plattform vorgestellt. Sie bietet über 20 vorgefertigte KI-Agenten, die an Google Drive, SharePoint und verschiedene Datenbanken angebunden werden können. Unterstützt werden zahlreiche Dateiformate, darunter ODS, ODT und HTML. Organisationen können zudem eigene Large Language Models von Anbietern wie OpenAI oder Anthropic einbinden.

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Google Meet transkribiert jetzt Gespräche und erstellt automatisch Aufgaben – ein echter Produktivitätsschub. Doch wie aktivieren Sie die Funktion richtig und bleiben dabei DSGVO-konform? Dieser Guide führt Sie in drei Schritten durch die Einrichtung und vergleicht die wichtigsten Alternativen. Jetzt kostenlosen Guide anfordern

Datenschutz als Wettbewerbsvorteil

Datenschutz und Offline-Fähigkeiten rücken bei Meeting-Tools zunehmend in den Fokus. Meetily, ein quelloffener Assistent, verarbeitet Transkriptionen und Zusammenfassungen komplett auf dem Gerät des Nutzers. Das Tool ist mit Zoom und Microsoft Teams kompatibel und erfüllt HIPAA- sowie DSGVO-Anforderungen.

Auch etablierte Anbieter ziehen nach:
Evernote veröffentlichte Version 11.24.2 mit einem KI-Assistenten für semantische Suche und Notiztranskription.
Otter.ai bleibt mit Echtzeit-Transkription und Folienaufzeichnung im Android-Ökosystem präsent.
Anthropic launchte Claude Cowork für Web und Mobile. Das Unternehmen betont, dass 90 Prozent der aktuellen Sitzungen nicht-technische operative Aufgaben betrafen – etwa Datenextraktion aus Verträgen. Die Nutzungslimits wurden für bestimmte Tarife bis zum 5. August verdoppelt.

Berliner Startup verhindert Vendor-Lock-in

Das Berliner Unternehmen Komplyt hat auf dem WeAreDevelopers World Congress den Dienst „Komplyt Zero“ vorgestellt. Die kostenlose Lösung fungiert als Verbindungsstück für KI-Assistenten wie Claude. Sie erfasst Wissen aus Gesprächen und macht es plattformübergreifend wiederverwendbar – ohne Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.

Wearable als „Erinnerungskapsel“

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Datenschutzbedenken bei Cloud-Transkription? Kein Problem: Meetily verarbeitet Notizen komplett auf dem Gerät und ist HIPAA- sowie DSGVO-konform. Erfahren Sie im Guide, wie Sie Vendor-Lock-in vermeiden und das passende Tool für Ihr Team finden. DSGVO-Checkliste für Meeting-Tools sichern

Der Trend zur Informationserfassung erfasst auch die Hardware. Das Plaud NotePin, ein tragbarer KI-Device, fungiert als „Erinnerungskapsel“ für Sprachnotizen. Das Gerät kann als Clip oder Kette getragen werden, transkribiert Audioaufnahmen und erstellt über eine synchronisierte App Mindmaps.

Google hat zudem Gemini in seiner Office-Suite weiter ausgebaut. In Google Docs bietet die KI nun kontextbezogene Textgenerierung, in Google Sheets unterstützt sie bei der Erstellung von Datenstrukturen und Analysen. Google Drive erhielt eine natürlichsprachliche Suchfunktion, die Abfragen über Dateien, E-Mails und Kalender hinweg ermöglicht.