Google Meet: Ultraschall erkennt automatisch Konferenzraum-Betritt

Googles neue Ultraschall-Technologie erkennt automatisch, wann Nutzer einen Besprechungsraum betreten, aktiviert den Begleitmodus und verhindert so störende Audio-Echos in hybriden Meetings.

Google löst mit einer neuen Ultraschall-Technologie ein zentrales Problem der hybriden Arbeit: das mühsame Einchecken in Besprechungsräume. Das Feature erkennt automatisch, wann ein Nutzer den Raum betritt, und schaltet das Smartphone in den Begleitmodus, um störende Audio-Echos zu verhindern.

Automatischer Check-in per unhörbarem Signal ist der Kern der Neuerung. Kompatible Google-Meet-Hardware in Konferenzräumen sendet permanent ein Ultraschallsignal aus. Die Google-Meet- oder Gmail-App auf dem Smartphone erkennt dieses Signal über das Mikrofon und bestätigt den genauen Raum. Die Verarbeitung erfolgt lokal auf dem Gerät. Anschließend schlägt die App dem Nutzer vor, den „Begleitmodus“ zu aktivieren. Das Gerät wird dann automatisch stummgeschaltet und der Nutzer im Raum-Teilnehmerfeld sichtbar – ohne manuelle Suche.

Geister-Meetings und Echos adé

Das Update zielt auf zwei typische Ärgernisse hybrider Meetings ab. Bisher kam es oft zu störenden Echos, wenn Nutzer im Raum vergaßen, ihr Smartphone stummzuschalten. Der neue automatische Begleitmodus verhindert dies proaktiv. Zudem sorgt der automatische Check-in für Transparenz: Remote-Teilnehmer sehen nicht mehr nur einen anonymen Raum-Namen, sondern genau, welche Kollegen anwesend sind.

Anzeige

Viele Android-Nutzer übersehen, welche Apps dauerhaft Mikrofon- oder Hintergrundrechte haben – gerade in hybriden Meetings führt das nicht nur zu Echos, sondern kann auch vertrauliche Informationen gefährden. Ein kostenloses Sicherheitspaket erklärt die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen für Ihr Android-Smartphone: Mikrofon- und Berechtigungsprüfung, App‑Kontrolle, automatische Updates, sicheres WLAN und Backup-Strategien. Mit klaren Schritt‑für‑Schritt-Anleitungen schützen Sie WhatsApp, Online‑Banking und sensible Meeting‑Daten sofort. Jetzt Gratis‑Sicherheits‑Paket für Android sichern

Rollout-Plan und Voraussetzungen

Die Einführung erfolgt gestaffelt. Für Rapid-Release-Domänen begann der Rollout am 13. Januar 2026 und dauert etwa 15 Tage. Scheduled-Release-Domänen folgen ab dem 2. Februar 2026. Nutzer benötigen die aktuellen App-Versionen: Auf Android Google Meet Version 336.0 oder Gmail Version 2025.12.01, auf iOS Google Meet Version 336.0 oder Gmail Version 6.0.251201. Das Feature steht allen Google-Workspace-Kunden zur Verfügung.

Datenschutz und Admin-Kontrolle

Angesichts der sensiblen Mikrofonnutzung hat Google Datenschutzsicherungen integriert. Während der passiven Abhörphase zur Signalerkennung werden keine Audiodaten aufgezeichnet oder in die Cloud übertragen. Die Verarbeitung bleibt lokal.

Für IT-Administratoren ist die Funktion standardmäßig aktiviert, kann aber für bestimmte Räume oder Geräte im Google Workspace Admin Console deaktiviert werden – besonders relevant für sensible Bereiche wie Vorstandsräume. Auch einzelne Nutzer behalten die Kontrolle: Wird die Mikrofonberechtigung verweigert, bleibt die automatische Erkennung inaktiv.

Wettlauf um intelligente Besprechungsräume

Mit dem Update tritt Google in direkte Konkurrenz zu ähnlichen Raum-Intelligenz-Features von Microsoft Teams und Zoom. Der Vorteil der Ultraschall-Lösung: Sie kommt ohne zusätzliche Bluetooth-Beacons aus und nutzt die vorhandene Hardware. Dieser Software-first-Ansatz ermöglicht breite Kompatibilität.

Die Entwicklung zeigt den Trend hin zu „Meeting Equity“. Plattform-Anbieter konzentrieren sich zunehmend darauf, die Teilnahme-Erfahrung für alle – ob im Homeoffice oder Konferenzraum – nahtlos zu gestalten. Automatisierte Features wie dieser Ultraschall-Check-in könnten bald zum Standard für moderne Kollaborationstools werden.

Anzeige

PS: Die meisten Probleme in hybriden Meetings lassen sich durch einfache Smartphone‑Einstellungen vermeiden – besonders Mikrofon‑ und Berechtigungs‑Checks sind entscheidend. Holen Sie sich den kostenlosen Ratgeber „Die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen für Ihr Android‑Smartphone“ mit praktischen Checklisten für Mikrofonrechte, App‑Kontrollen und Netzwerksicherheit. Ideal, um Ihr Gerät im Büro und während Meetings störungsfrei und datenschutzfreundlich zu nutzen. Gratis‑Ratgeber jetzt herunterladen