Google Messages ab Pixel 6: Neuer Sicherheitsmodus prüft Links mit Gemini Nano

Googles neuer Sicherheitsmodus kombiniert KI-gestützte Nachrichtenprüfung, Linkkontrollen auf dem Gerät und zusätzliche Warnhinweise.

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Google hat mit dem Rollout eines neuen, optionalen Sicherheitsmodus namens Enhanced Protection für seine Anwendung Google Messages unter Android begonnen. Die Funktion ist in der Beta-Version 20261020_00_RC00 verfügbar und soll Smartphone-Nutzer wirksamer vor komplexen Betrugsversuchen und bösartigen Verlinkungen schützen.

Dreistufiges Sicherheitskonzept mit KI-Unterstützung

Das Sicherheitspaket stützt sich auf drei zentrale Säulen. Den Kern bildet eine Betrugserkennung, die auf Gemini-Cloud-Modelle zurückgreift, um den inhaltlichen Kontext von Mitteilungen unbekannter Absender zu analysieren. Diese Cloud-Prüfung ergänzt die bisherige Standarderkennung und zielt darauf ab, auch neuartige und raffinierte Vorgehensweisen aufzudecken – darunter langfristig angelegte Anlage- und Überweisungsbetrügereien.

Flankiert wird dies durch einen erweiterten Link-Schutz. Das Modell Gemini Nano überprüft Webadressen direkt auf dem Gerät, bevor diese geöffnet werden, und bezieht dabei Echtzeit-Websignale ein.

Auf diese Weise können auch verdächtige Webseiten erfasst werden, die noch auf keinen einschlägigen Sperrlisten verzeichnet sind. Als dritte Komponente führen die Entwickler überarbeitete Warnhinweise ein, die Nutzern vor dem Anklicken von Links von Nummern außerhalb der eigenen Kontaktliste mehr Bedenkzeit verschaffen.

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Datenschutz über isolierte Cloud-Umgebungen

Bei der Analyse sensibler Inhalte verweist Google auf Sicherheitsarchitekturen innerhalb von Android. Die cloudbasierte Betrugserkennung erfolgt über Androids Private AI Compute. Die dabei verarbeiteten Daten sind verschlüsselt und werden in einer isolierten Umgebung ausgewertet. Die Informationen bleiben ausschließlich für den jeweiligen Nutzer zugänglich; Google oder außenstehende Dritte haben keinen Zugriff darauf.

In den Einstellungen der App ersetzt die Neuerung den bisherigen einfachen Schalter zur Spam-Erkennung. Unter dem Menüpunkt für Schutz und Sicherheit stehen künftig drei Stufen zur Auswahl: ein erweiterter Schutz, ein Standardschutz sowie die Deaktivierung jeglicher Schutzmaßnahmen, von der der Hersteller abrät.

Neben diesen Funktionen bereitet die Beta-Version messages.android_20261020_00_RC00.phone.openbeta_dynamic eine Umgestaltung der Einstellungen vor, bei der der Bereich für Spam und Sicherheit neu benannt und das Hauptmenü in Kategorien unterteilt wird. Da diese Anpassungen im Rahmen von Software-Analysen entdeckt wurden, können sie sich bis zur finalen Veröffentlichung noch ändern.

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Breite Verfügbarkeit und schrittweiser Rollout

Die Erkennung bösartiger Links steht auf ausgewählten Modellen bereit, darunter die Pixel-10-Reihe, die Samsung-Galaxy-S26-Serie sowie das Z Flip 8 und das Z Fold 8. Der allgemeine Rollout des erweiterten Schutzmodus umfasst Geräte ab dem Pixel 6 sowie Android-Smartphones, die mit Android AICore ausgestattet sind. Zunächst erhalten Pixel-Geräte die Aktualisierung, bevor im weiteren Jahresverlauf hunderte Millionen weitere Android-Nutzer folgen sollen.

Zudem dehnt Google Betrugswarnungen in Benachrichtigungen von Chat-Apps von Drittanbietern, die bisher auf Pixel-Telefone beschränkt waren, bis zum Jahresende auf hunderte Millionen Geräte anderer Marken aus. Dazu zählen Modelle von HONOR, Motorola, OPPO, OnePlus, realme, vivo und Xiaomi.

Hintergrund der verschärften Maßnahmen ist die anhaltende Verbreitung betrügerischer Nachrichten. Laut einer Erhebung, die Google gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov unter Smartphone-Nutzern in den USA, Kanada und Australien durchgeführt hat, gaben 40 Prozent der Befragten an, sehr oder extrem über Telefonbetrug besorgt zu sein.