Google NotebookLM: 65% bessere Performance mit Gemini 3.5 Flash

Adobe, Bluebeam und Google treiben KI-Integration in Dokumentenprozesse voran. Neue Tools automatisieren PDF-Bearbeitung und Signatur-Workflows.

Gleich mehrere Unternehmen stellten Anfang Juni 2026 neue Produkte vor, die PDF-Bearbeitung, Datenextraktion und Signaturprozesse automatisieren sollen.

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Bluebeam rüstet Bauindustrie auf und übernimmt mbue

Bluebeam, Teil der Nemetschek-Gruppe, hat am 9. und 10. Juni umfassende Updates für seine Max-Plattform vorgestellt. Im Fokus stehen neue Funktionen für die Zusammenarbeit in der Architektur-, Ingenieur- und Bauindustrie (AEC). Die Erweiterungen umfassen verbesserte Web- und Mobilfunktionen für PDF-Erstellung und Markups, eine optimierte Studio-Suche sowie breitere KI-Integration – unter anderem für Tools wie Claude, GitHub Copilot CLI und AnythingLLM.

Parallel dazu bestätigte Bluebeam die Übernahme von Technologie und Personal des auf Vorbereitungs- und Dokumenten-Workflows spezialisierten Unternehmens mbue. Jason Bonifaz, Chief Technology Officer bei Bluebeam, betonte, die Innovationen zielten auf eine stärker vernetzte Zukunft für Branchenprofis ab. Das Architekturbüro ZGF setzt die neuen Werkzeuge bereits beim Bau des PDX-Flughafens in Portland ein.

Google stattet NotebookLM mit Export- und Suchfunktionen aus

Google hat sein KI-Notebook NotebookLM in den vergangenen Tagen grundlegend überholt. Seit dem 10. Juni läuft die Plattform auf Gemini 3.5 Flash und Antigravity – jeder Notizblock erhält dabei einen eigenen, sicheren Cloud-Computer zur Code-Ausführung.

Herzstück des Updates ist der erweiterte Datei-Support. Nutzer können ihre Recherchen und generierten Inhalte nun in die Formate PDF, Excel und PowerPoint exportieren. Neu ist zudem eine „Null-Quellen-Option“, die es der KI erlaubt, automatisch im Web nach Quellen zu suchen. Verfügbar ist die Plattform für Google-AI-Ultra-Abonnenten zum Preis von umgerechnet rund 90 Euro pro Monat sowie für Workspace-Kunden. Interne Tests des Unternehmens zeigen, dass das neue System in 65 Prozent der Vergleichstests besser abschnitt als seine Vorgänger.

Automatisierte Barrierefreiheit und digitales Signieren

Siteimprove hat am 9. Juni zwei neue KI-Agenten für Content Intelligence und Dokumentenstandards vorgestellt. Der PDF Remediation Agent automatisiert die Anpassung von Dokumenten an die WCAG- und PDF-UA-Barrierefreiheitsstandards. Nayaki Nayyar, CEO von Siteimprove, erklärte, die Plattform wolle Barrierefreiheit mit Content-Strategie und Analyse verbinden.

Ebenfalls am 9. Juni kündigte Inkit Updates zur Vereinfachung von Dokumentensignaturen und Formularverwaltung an. Zu den neuen Funktionen zählen paralleles Signieren, automatische Feldbefüllung und Dropdown-Steuerungen für Unterzeichner. Ziel ist es, manuelle Eingriffe in Unternehmens-Dokumentenzyklen zu reduzieren.

Office-Suiten setzen auf KI und bessere Dokumenten-Kompatibilität

Auch die Open-Source-Community und Office-Produktivitätsanbieter legten Anfang Juni 2026 nach. Collabora veröffentlichte am 9. Juni CODE 26.04, das KI-Funktionen in Calc, Writer und Impress integriert. Die Version bietet ein neues Dokumenten-Vergleichstool, Markdown-Import und -Export sowie die BITV-2.0-Zertifizierung für Barrierefreiheit.

ONLYOFFICE brachte am 9. Juni DocSpace 3.7 auf den Markt, das nun KI-generierte PDF-, DOCX- und PPTX-Dateien unterstützt. Das Update integriert Modelle von Anbietern wie DeepSeek, Google AI und xAI. Neu sind zudem ein „Dark Document Mode“ und verbesserte Sicherheitsfunktionen für externe Links.

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Adobe setzen auf KI-Agenten und meldet Rekordumsatz

Adobe hat am 10. Juni die allgemeine Verfügbarkeit seines CX Enterprise Coworker bekannt gegeben. Dieses KI-gestützte Tool koordiniert Aufgaben in den Bereichen Analyse und Content-Erstellung und nutzt das Model Context Protocol (MCP) für die Interoperabilität mit verschiedenen Cloud-Anbietern. Parallel dazu meldete Adobe für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von umgerechnet rund 5,9 Milliarden Euro – ein Plus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen durchläuft derzeit einen Führungswechsel: Shantanu Narayen bereitet nach 18 Jahren seinen Abschied vor.

Im Bereich Datenintegration stellte Astera am 10. Juni Centerprise AI vor. CEO Ibrahim Surani beschrieb die Plattform als agentische Weiterentwicklung des Datenmanagements, die sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Datenquellen – darunter PDFs und Videodateien – verarbeiten kann.

Nützliche Helfer und kostenlose PDF-Tools

Mehrere spezialisierte PDF-Utilities wurden ebenfalls am 10. Juni auf den Markt gebracht oder aktualisiert:

  • PDFgear: Eine kostenlose, lokale Alternative zu Abo-basierten Editoren mit OCR und Textbearbeitung – ohne Internetverbindung.
  • Mailvare: Veröffentlichte ein kostenloses PDF Unlocker-Tool für Windows, das Druck- und Bearbeitungseinschränkungen entfernt.
  • FlipHTML5: Startete einen KI-Poster-Maker, der visuelle Inhalte direkt aus PDF- oder Word-Dokumenten generiert.
  • DreamHost: Bietet eine 30-tägige kostenlose Testversion seines Remixer-Website-Builders an, der KI zur Erstellung mehrsprachiger Websites nutzt.