Google macht seinen Dateiaustauschdienst Quick Share für Apples AirDrop kompatibel. Die Funktion kommt noch dieses Jahr auf viele Android-Smartphones.
Ursprünglich war die Interoperabilität nur für die Pixel-10-Serie verfügbar. Nun kündigte Eric Kay, Vice President of Engineering für Android, die Ausweitung an. Millionen Nutzer sollen so bald Fotos, Videos und Dokumente nahtlos zwischen Android und iOS teilen können.
So knackt Google das Apple-Ökosystem
Die technische Umsetzung ist ein bemerkenswerter Erfolg – ganz ohne direkte Kooperation mit Apple. Google hat einen Weg gefunden, damit Quick Share mit dem AirDrop-Protokoll kommuniziert.
Der Trick: iPhone-Nutzer müssen ihre AirDrop-Einstellung nur auf „Jeder für 10 Minuten“ stellen. Dann erkennen Android-Geräte in der Nähe das iPhone und bauen eine direkte Peer-to-Peer-Verbindung auf.
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- Treiber der Öffnung: Experten sehen regulatorische Vorgaben der EU als Grund. Sie zwangen Apple, AirDrop auf offenere Standards umzustellen.
- Sicherheit geprüft: Google ließ die Funktion von der Sicherheitsfirma NetSPI analysieren. Das Ergebnis: Die verschlüsselte Verbindung sei „bemerkenswert stärker“ als andere Branchenlösungen.
Warum das ein strategischer Schachzug ist
AirDrop galt lange als eines der stärksten Lock-in-Argumente für Apples geschlossenes Ökosystem. Diese Barriere fällt nun.
Für Nutzer in gemischten Geräteumgebungen – ob im Haushalt oder im Job – bedeutet das eine enorme Erleichterung. Branchenbeobachter werten den Schritt als klugen Zug von Google: Der Wechsel von einem iPhone zu einem Android-Smartphone wird attraktiver. Eric Kay deutete zudem an, dass Google an verbesserten Datenmigrationstools von iOS arbeitet.
Wann kommt die Funktion auf mein Gerät?
Ein exaktes Datum nannte Google noch nicht. Eric Kay versprach aber „sehr bald“ weitere Ankündigungen. Die technischen Voraussetzungen sind geschaffen: Google hat Quick Share von einer Systemkomponente zu einer eigenständigen Play-Store-App umgewandelt. Das erleichtert Updates und die Verbreitung.
Erste Hersteller signalisieren bereits Unterstützung:
* Nothing bestätigte die Arbeit an einer Implementierung.
* Qualcomm deutete an, Snapdragon-basierte Geräte vorzubereiten.
Das lässt erwarten, dass Flaggschiff-Modelle von Samsung, OnePlus und anderen bald nachziehen.
Beginnt jetzt die Ära der Zusammenarbeit?
Die Öffnung ist mehr als ein technisches Feature. Sie signalisiert einen philosophischen Wandel. Während Apple traditionell abschottet, treibt Google die Interoperabilität voran.
Google äußerte sogar den Wunsch nach engerer Kooperation mit Apple, um künftig auch den privateren „Nur Kontakte“-Modus zu ermöglichen. Die Botschaft ist klar: Die Mauern zwischen Android und iOS bröckeln – zum Vorteil aller Nutzer.




