Google Pics: KI-Bildbearbeitung startet in Google Workspace

Google führt Pics schrittweise für ausgewählte AI- und Workspace-Abos ein. Das Tool bearbeitet Bilder, übersetzt Texte und unterstützt Teamarbeit.

Google hat die allgemeine Verfügbarkeit von Google Pics angekündigt. Das neue Werkzeug für KI-gestützte Bildgenerierung und -bearbeitung wird im Rahmen von Google Workspace eingeführt.

Der Rollout soll über die kommenden Wochen erfolgen und richtet sich an Abonnenten von Google AI Pro und Ultra sowie an Nutzer der Workspace-Tarife Business Standard, Business Plus, Enterprise Standard und Enterprise Plus. Auch für den Bildungsbereich steht das Tool über Google AI Pro for Education zur Verfügung.

Technologische Basis und Funktionsumfang

Google Pics basiert auf dem Modell Nano-Banana. Die Anwendung ist darauf ausgelegt, komplexe Bearbeitungsschritte direkt in der Arbeitsumgebung zu ermöglichen. Zu den Kernfunktionen gehören die Objektsegmentierung sowie die gezielte Bearbeitung und Übersetzung von Texten innerhalb von Bilddateien. Letztere Funktion unterstützt nach Unternehmensangaben 29 Sprachen.

Darüber hinaus bietet das Tool Funktionen für das Upscaling von Bildern auf Auflösungen in 2K und 4K. Für effiziente Arbeitsabläufe in Unternehmen ermöglicht Google Pics die gleichzeitige Durchführung mehrerer Bearbeitungsschritte sowie kollaborative Editier-Funktionen, bei denen Teams gemeinsam an Grafiken arbeiten können. Das Werkzeug ist sowohl als eigenständige Applikation als auch über die Kurzwahl-Domain pics.new erreichbar.

Integration in den Workflow von Google Workspace

Die Einführung folgt auf eine erste Ankündigung im Mai 2026, die im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O erfolgte. Zum aktuellen Start ist Google Pics bereits in Google Docs und Google Slides integriert, was die Erstellung von Präsentationen und Dokumenten mit maßgeschneiderten visuellen Inhalten unterstützen soll. Eine tiefere Integration in Google Drive ist für die kommenden Wochen geplant.

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Zusätzlich zu diesen Neuerungen testet Google derzeit weitere Funktionen für die Zusammenarbeit im Unternehmen. In Gemini Enterprise wird laut Berichten Ende August ein Prototyp namens „Rooms“ erprobt. Dabei handelt es sich um dedizierte Räume mit spezifischen Wissensbasen und Leitfäden für die teamweite KI-Interaktion. Ein offizielles Veröffentlichungsdatum für dieses Feature steht jedoch noch nicht fest.

Marktumfeld der KI-gestützten Produktivitätslösungen

Die Veröffentlichung von Google Pics erfolgt in einer Phase intensiven Wettbewerbs bei der Integration generativer KI in etablierte Kommunikations- und Designplattformen. Zeitgleich wurden mehrere Entwicklungen von Mitbewerbern bekannt.

Adobe kündigte eine umfassende Integration seiner Werkzeuge in die Kommunikationsplattform Slack an. Nutzer der Tarife Slack Business+ und Enterprise+ sollen künftig über den Slackbot Zugriff auf Tools wie Firefly, Photoshop, Express und Premiere erhalten. Ziel ist es, kreative Prozesse direkt aus Konversationen heraus zu steuern und bestehende Creative-Cloud-Assets zu nutzen.

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Auch im Bereich der Kollaborationssoftware Zoho gibt es Neuerungen. Mit der Version 7.0 von Zoho Cliq wurden KI-Agenten und die Unterstützung verschiedener Modelle wie Gemini, Claude oder DeepSeek eingeführt.

Ein neuer Bot ermöglicht dort unter anderem die Erstellung von Skripten per Spracheingabe. Parallel dazu meldete das Unternehmen Firstup den Erhalt der Zertifizierung nach ISO/IEC 42001:2023 für KI-Governance im August 2026 und kündigte neue Anbindungen an Microsoft Copilot und ChatGPT an.

Diese Entwicklungen unterstreichen den Trend, generative Bild- und Textwerkzeuge nicht mehr nur als isolierte Anwendungen, sondern als fest integrierte Bestandteile professioneller Software-Ökosysteme anzubieten.