Google Pixel 11 ab 12. August: Vierfacher RAM-Preisanstieg erzwingt Umbau

Steigende RAM-Preise zwingen Google und Apple zu deutlichen Aufschlägen bei ihren neuen Flaggschiff-Modellen.

Die nächste Generation der Flaggschiff-Smartphones wird für Verbraucher spürbar teurer. Grund sind explodierende Kosten für Speicherchips und Halbleiter. Google und Apple stehen vor massiven Preisanpassungen.

Speicherkosten schießen in die Höhe

Der Preisdruck kommt vor allem vom RAM-Markt. Kostete ein Gigabyte Arbeitsspeicher 2025 noch umgerechnet rund 2,60 Euro, sind es 2026 fast 11 Euro – ein Anstieg um mehr als das Vierfache. Die Investmentbank Morgan Stanley beziffert die Entwicklung als beispiellos in der Branche. Google reagiert darauf mit einer strategischen Änderung: Die Basisversion mit 128 Gigabyte Speicher fällt weg, 256 Gigabyte werden zum neuen Einstiegsstandard.

Google Pixel 11: Höhere Preise, bessere Ausstattung

Googles Vizepräsident Shakil Barkat hat höhere Einstiegspreise für die Pixel-11-Serie bestätigt. Die Vorstellung ist für den 12. August 2026 geplant. Für den europäischen Markt deuten durchgesickerte Preise auf folgende Einstiegspunkte hin:

  • Pixel 11: 999 Euro
  • Pixel 11 Pro: 1.199 Euro
  • Pixel 11 Pro XL: 1.399 Euro
  • Pixel 11 Pro Fold: ab 1.899 Euro

In den USA soll das Basismodell bei 899 Dollar starten. Das Herzstück der Serie bildet der Tensor G6 – einer der ersten Smartphone-Chips, der im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Technisch bietet das Pro-Modell ein 6,3 Zoll großes OLED-Display mit 144 Hertz Bildwiederholrate und eine Triple-Kamera mit 48-Megapixel-Periskop-Teleobjektiv.

Um die höheren RAM-Kosten abzufedern, arbeiten die Entwickler parallel an einer schlankeren Version von Android. Das Betriebssystem soll mit weniger Arbeitsspeicher effizienter laufen.

Apple setzt auf Verhandlungsmacht

Auch Apple bereitet sich auf den September 2026 vor, wenn die iPhone-18-Pro-Modelle erwartet werden. Das Standard-iPhone 18 soll dagegen erst im ersten Quartal 2027 erscheinen. Um die gestiegenen Speicherkosten auszugleichen, verhandelt Apple aggressiv bei anderen Komponenten.

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Besonders bei den OLED-Displays will der Konzern sparen. Branchenkreisen zufolge strebt Apple einen Preis von umgerechnet rund 62 Euro pro Panel an – ein Fünftel weniger als bei der Vorgängergeneration. Doch das reicht nicht: Marktforscher von IDC rechnen mit Preiserhöhungen von 100 bis 200 Dollar. Das iPhone 18 Pro könnte damit in den USA bei 1.299 Dollar starten, das Pro Max bei 1.399 Dollar.

Zur Finanzierung bringt Apple am 28. Juli 2026 ein neues Leasing-Programm in Kooperation mit Klarna auf den Markt. Der A20 Pro-Chip, ebenfalls im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt, soll entweder 30 Prozent mehr Leistung oder 25 bis 30 Prozent höhere Effizienz bieten. Die Pro-Modelle erhalten zudem 12 Gigabyte RAM für KI-Funktionen, eine variable Hauptkamera-Blende und ein schmaleres Dynamic Island.

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Der große Sprung auf 2 Nanometer

Beide Hersteller setzen auf die neue Chip-Generation. Der Wechsel von 3 auf 2 Nanometer bringt nicht nur mehr Rechenleistung, sondern auch Fortschritte bei der Akkutechnologie. Das iPhone 18 Pro Max soll einen 5.567 Milliamperestunden starken Akku erhalten – ein Plus von 9,4 Prozent.

Google führt mit dem Pixel 11 zudem eine neue Benachrichtigungsfunktion namens Pixel Glow ein. Die Farbpalette umfasst Midnight Haze, Pine und Dune. Apple kontert mit Dark Cherry und Light Blue für die Pro-Modelle.

Die Entwicklung kommt nicht überraschend: Alphabet, Googles Mutterkonzern, meldete für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von umgerechnet rund 112 Milliarden Euro – ein Plus von 24 Prozent zum Vorjahr. Die Cloud- und Hardware-Sparte laufen auf Hochtouren, pünktlich zur Pixel-11-Einführung.