Google verteilt ein riesiges 3,3-GB-Update für seine Pixel-Smartphones. Das Rettungspaket soll die schwerwiegenden Systemfehler eines fehlerhaften Januar-Updates korrigieren, das zahlreiche Geräte lahmlegte.
WLAN, Bluetooth, Kamera – nichts ging mehr
Das Debakel begann mit dem regulären Sicherheitspatch für Januar 2026. Kurz nach der Installation meldeten Nutzer in Foren und sozialen Medien massive Probleme:
* Komplettausfall von WLAN und Bluetooth
* Nicht funktionierende Kameras
* Extremer Akkuverbrauch im Standby-Modus
* Defekte Suchfunktion in den Einstellungen
Die Störungen traten quer durch verschiedene Modellreihen auf – von der aktuellen Pixel 10-Serie bis hin zum Pixel 8 Pro. Selbst ein vollständiger Werksreset brachte in den meisten Fällen keine Abhilfe. Experten vermuteten daraufhin einen tief im System verankerten Fehler, etwa in den Treibern.
3,3 GB statt Megabyte: Das Rettungspaket rollt aus
Als Reaktion stoppt Google zunächst den Rollout des fehlerhaften Updates. Die Lösung kommt nun in Form eines außergewöhnlich großen Reparatur-Patches. Mit 3,3 Gigabyte ist er um ein Vielfaches größer als übliche monatliche Updates.
Das Paket geht an alle Nutzer – sowohl an die Betroffenen als auch an jene, die noch auf dem Dezember-Stand sind. Die enorme Größe legt nahe, dass Google nicht nur einzelne Fehler korrigiert, sondern das gesamte System-Image neu aufspielt. Ein drastischer Schritt, der die Probleme zuverlässig beseitigen soll. Alle persönlichen Daten bleiben dabei erhalten.
Ein seltener Fehltritt mit Folgen
Ein Software-Rollout-Debakel dieses Ausmaßes ist selbst für die Android-Welt ein seltener Vorfall. Google, das mit schnellen und zuverlässigen Updates wirbt, sieht sich mit einem erheblichen Vertrauensverlust konfrontiert.
Die Entscheidung für ein Komplettpaket zeigt, dass das Unternehmen auf Nummer sicher gehen will. Doch sie wirft auch Fragen auf: Wie konnte ein derart fundamentaler Fehler den Testprozess überhaupt passieren?
Erste Berichte von Nutzern, die das neue Update installiert haben, sind vorsichtig positiv. Ein detailliertes offizielles Statement zu den Ursachen steht von Google noch aus. Die nächste Bewährungsprobe steht mit dem Februar-Sicherheitsupdate bereits in den Startlöchern.





