Google modernisiert die Software-Oberfläche für das Auto. Wie das Unternehmen bekannt gab, erhält der Play Store für Fahrzeuge mit Google built-in ein umfassendes Redesign. Das Update soll in den kommenden Wochen automatisch an kompatible Fahrzeuge verteilt werden.
Ziel der Überarbeitung ist es, das digitale Angebot auf dem Armaturenbrett übersichtlicher zu gestalten und an moderne Infotainmentsysteme anzupassen. Mittlerweile umfasst die fahrzeugspezifische App-Bibliothek nach Angaben des Konzerns mehr als 700 Anwendungen. Das integrierte System ist inzwischen bei 16 verschiedenen Automarken und in über 100 Modellen verfügbar.
Flexibles Layout und kuratierte Inhalte je nach Fahrstatus
Das überarbeitete Design des Play Store richtet sich flexibel nach der Hardware des jeweiligen Fahrzeugs: Das Layout passt sich automatisch an Form, Ausrichtung sowie Abmessungen des verbauten Bildschirms an. Die Navigationselemente für Apps, Spiele, Suche und weitere Kategorien befinden sich standardmäßig auf der linken Seite. Bei hochkant montierten, vertikalen Displays wandert die Menüleiste hingegen an den oberen Bildschirmrand.
Auf der Startseite präsentiert der Marktplatz künftig ausgewählte Apps, aktuelle Neuzugänge und detaillierte Programminformationen, wobei Installationen mit einer einzigen Berührung angestoßen werden können. Zudem reagiert die Anzeige auf den Zustand des Fahrzeugs: Der Play Store stellt kuratierte App-Sammlungen bereit, die sich danach unterscheiden, ob der Wagen parkt oder sich in Bewegung befindet.
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Google built-in unterscheidet sich vom grundlegenden Open-Source-System Android Automotive OS dadurch, dass es Automobilherstellern die direkte Integration nativer Google-Dienste und Android-Apps gestattet.
Die Premiere feierte die Plattform ursprünglich im Polestar 2, gefolgt von einer Einführung im Honda Accord Touring im Jahr 2023. Unter anderem setzen Marken wie Mazda, Honda, Polestar, BYD und Volvo auf die Technologie.
Auch General Motors stattet diverse Modelle wie den 2027 Chevrolet Silverado 1500, den GMC Sierra 1500 sowie den 2027 GMC Sierra 1500 Denali Ultimate AT4X mit der integrierten Google-Umgebung aus.
Streaming im Stand und automatischer Wechsel zur Tonspur
Parallel zur neuen Store-Oberfläche wächst die Auswahl an installierbaren Programmen. Neu hinzugekommen sind unter anderem die Streaming- und Medien-Apps STARZ und JioHotstar, der Webbrowser Firefox sowie das Spiel Ludo King. Diese Anwendungen lassen sich ausschließlich bei stehendem Fahrzeug nutzen.
Für den Videodienst YouTube führt Google ebenfalls Anpassungen ein: Während der Rast können Fahrzeuginsassen Videos auf dem Infotainment-Bildschirm abspielen.
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Setzt sich das Auto in Bewegung, wechselt die Wiedergabe automatisch in einen reinen Audiomodus, sodass der Ton weiterläuft, anstatt wie bisher komplett abzubrechen. Voraussetzung für diese unterbrechungsfreie Tonwiedergabe während der Fahrt ist ein kostenpflichtiges Abonnement von YouTube Premium.
Eine derartige Hintergrundwiedergabe für Android-Automotive-Fahrzeuge war bereits 2025 in Aussicht gestellt worden und wurde nun offiziell bestätigt. Auch für die smartphonebasierte Projektionslösung Android Auto kündigte Google die künftige Bereitstellung von Video-Apps an.
Im Audiobereich arbeitet Google zudem mit Diensten wie Audible, Pandora, SiriusXM, Amazon Music, TuneIn, Gaana sowie The Post zusammen. Flankiert werden die Neuerungen im Cockpit von einem Wechsel beim digitalen Sprachassistenten: Gemini AI übernimmt die Aufgaben des bisherigen Google Assistant in Fahrzeugen von Herstellern wie Ford, GM, Honda, Nissan und Volvo.

