Google Play Store: Neue Funktion soll das Teilen von KI-Apps vereinfachen

Code-Hinweise zeigen einen geplanten Play-Store-Bereich für KI-Anwendungen; Sicherheitsregeln, Einnahmen und Starttermin sind noch offen.

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Eine aktuelle Code-Analyse der Google Play Store App deutet auf eine weitreichende Funktionserweiterung hin. In der App-Version 53.2.23-34 wurden Hinweise auf einen neuen Bereich entdeckt, der es Nutzern ermöglichen könnte, mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) erstellte Anwendungen direkt über die Plattform zu verwalten und zu verbreiten.

Entdeckung in der App-Analyse

Die Untersuchung der neuesten Testversion des Google Play Store durch Branchenexperten von Android Authority brachte einen neuen Eintrag mit der Bezeichnung „Your creations“ (deutsch: „Deine Kreationen“) ans Licht. Dieser findet sich laut den Berichten im Menüpunkt „Apps und Gerät verwalten“.

Obwohl die Funktion für die breite Öffentlichkeit aktuell noch nicht zugänglich ist, geben die Code-Fragmente bereits Aufschluss über die geplante Ausrichtung.

Derzeit führt eine entsprechende Schaltfläche noch zur mobilen Website von Googles AI Studio. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass das Unternehmen langfristig eine direkte Integration seines KI-Modells Gemini anstrebt. Ziel sei es offenbar, den Prozess von der Erstellung bis zur Bereitstellung einer App innerhalb des Google-Ökosystems zu schließen.

Vereinfachtes Teilen statt kompliziertem Sideloading

Ein zentrales Element der entdeckten Neuerungen ist eine Schaltfläche mit der Aufschrift „mit allen teilen“. Dies deutet darauf hin, dass Google plant, das Teilen selbst erstellter Anwendungen massiv zu vereinfachen. Bisher war die Nutzung solcher Eigenentwicklungen auf Android-Geräten meist nur über das sogenannte Sideloading möglich – ein manueller Installationsprozess abseits des offiziellen Stores, der für viele Nutzer eine Hürde darstellt.

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Der neue Bereich im Play Store soll dazu dienen, die Verwaltung dieser Projekte zentral zu bündeln. Durch die direkte Anbindung an die Infrastruktur des Stores könnte die Barriere für Hobby-Entwickler und KI-Nutzer sinken, ihre digitalen Kreationen einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Offene Fragen zu Sicherheit und Regulierung

Trotz der konkreten Funde im Quellcode bleiben wesentliche Aspekte der Umsetzung bislang ungeklärt. So ist noch nicht absehbar, ob für KI-generierte Anwendungen die gleichen strengen Anforderungen gelten werden, die Google normalerweise für eine öffentliche Veröffentlichung im Play Store voraussetzt.

Auch die Frage der Monetarisierung ist offen: Es gibt bislang keine Informationen darüber, ob diese Apps grundsätzlich kostenlos bleiben müssen oder ob Urheber damit künftig Einnahmen erzielen können.

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Ein weiterer kritischer Punkt betrifft die Sicherheit. Da KI-Systeme Code in großem Umfang generieren können, stellt sich die Frage, wie Google die automatisierte Sicherheitsprüfung dieser Anwendungen gewährleisten will. Zudem ist unklar, ob das System exklusiv auf Anwendungen aus dem hauseigenen AI Studio beschränkt bleibt oder ob auch Programme unterstützt werden, die auf anderen KI-Plattformen basieren.

Bisher hat Google die Funktionen nicht offiziell angekündigt. Da die Erkenntnisse ausschließlich aus der Analyse einer Testversion stammen, bleibt auch der Zeitpunkt für einen möglichen Rollout sowie die endgültige Ausgestaltung des Features abzuwarten.