Google rüstet Android mit KI-Diebstahlschutz aus

Googles neue KI-Funktion erkennt Smartphone-Diebstähle in Echtzeit und sperrt das Gerät automatisch. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erschweren den Zugriff auf sensible Daten.

Google stattet Android-Smartphones mit einem intelligenten Diebstahlschutz aus. Die KI-gestützte Funktion erkennt einen Raubversuch in Echtzeit und sperrt das Gerät sofort. Die Maßnahme soll gestohlene Telefone für Kriminelle wertlos machen.

Die Technologie namens „Theft Detection Lock“ analysiert Bewegungsmuster. Erfasst die KI eine plötzliche, schnelle Bewegung – typisch für einen Diebstahl –, wird der Bildschirm sofort blockiert. Das geschieht, noch bevor der Dieb das Gerät deaktivieren kann.

So funktioniert die intelligente Festung

Das System wertet Daten von Sensoren wie dem Beschleunigungsmesser in Echtzeit aus. Kombiniert mit Kontextinformationen entscheidet der Algorithmus, ob ein Diebstahl vorliegt. Die KI soll Fehlalarme minimieren und bei echten Vorfällen zuverlässig reagieren.

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Weitere Sicherheitsebenen ergänzen den Schutz:
* Offline Device Lock: Das Gerät sperrt sich automatisch, wenn es längere Zeit offline ist – ein gängiger Trick, um die Ortung zu verhindern.
* Verbesserte Remote-Sperre: Nutzer können ihr Telefon jetzt direkt über die Webseite android.com/lock sperren, ohne die Funktion vorher aktivieren zu müssen.
* Erschwerte Zugriffe: Die Anzahl erlaubter Fehleingaben bei PIN oder Passwort wurde reduziert. Wartezeiten zwischen Versuchen wurden verlängert, um Brute-Force-Angriffe zu vereiteln.

Mehr Schutz für sensible Daten

Die Neuerungen gehen über die Gerätesperre hinaus. Der „Identity Check“ verlangt bei kritischen Aktionen eine biometrische Bestätigung. Betroffen sind etwa Passwort-Änderungen oder das Deaktivieren der Sperre an unbekannten Orten. Diese Abfrage gilt auch für viele Banking-Apps und Passwort-Manager.

Die „Failed Authentication Lock“ sperrt den Bildschirm nach mehreren Fehlversuchen nun auch innerhalb von Apps. Nutzer können diese Funktion in den Einstellungen verwalten. Die Updates laufen über die Google Play Services, sodass auch ältere Geräte ab Android 10 profitieren.

Ein globaler Sicherheitsstandard entsteht

Die schrittweise Einführung der KI-Funktionen begann bereits 2024. In Ländern mit hohen Diebstahlraten wie Brasilien sind die Schutzmechanismen auf neuen Geräten oft schon standardmäßig aktiviert.

Die proaktive Erkennung stellt für Diebe eine erhebliche Hürde dar. Bisher konnten sie ein frisch gestohlenes, entsperrtes Gerät sofort nutzen, um den Besitzer aus seinen Konten auszusperren. Diese Zeiten sollen nun vorbei sein.

Google plant, die selbstlernende KI kontinuierlich zu verbessern. Die intelligenten Schutzmechanismen werden voraussichtlich in künftigen Android-Versionen noch tiefer integriert und zum weltweiten Standard.

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