Google schließt 129 Android-Lücken, darunter aktive Zero-Day

Google veröffentlicht das größte Android-Sicherheitsupdate seit acht Jahren, um 129 Schwachstellen zu beheben, darunter eine bereits aktiv genutzte Zero-Day-Lücke.

Google hat das umfangreichste Android-Sicherheitsupdate seit Jahren veröffentlicht. Es behebt 129 Schwachstellen, darunter eine kritische Zero-Day-Lücke, die bereits für gezielte Angriffe genutzt wird. Das Update wird ab sofort an Hersteller verteilt.

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Eine der größten Patchesammlungen seit acht Jahren

Nach kleineren Updates zu Jahresbeginn legt Google nun massiv nach. Das März-Update vom 2. März 2026 ist das umfangreichste seit April 2018. Im Fokus steht die kritische Lücke CVE-2026-21385 – ein sogenannter Zero-Day, der bereits aktiv ausgenutzt wird.

Akute Gefahr: Qualcomm-Chip-Lücke wird gekittet

Die Zero-Day-Schwachstelle steckt in einer quelloffenen Display-Komponente von Qualcomm. Sie ermöglicht Angreifern, Speicher zu beschädigen und gilt als hohes Sicherheitsrisiko. Qualcomm wurde bereits im Dezember informiert und lieferte erste Korrekturen im Januar. Jetzt sorgt Google für die breite Verteilung des Patches über sein monatliches Bulletin.

Zwei Update-Wellen für maximale Sicherheit

Google teilt das Update in zwei Stufen auf, um die Implementierung zu beschleunigen. Die erste Welle (Patch-Level 2026-03-01) schließt 63 Lücken in Android-Framework, System und Play-Diensten. Die schwerwiegendste davon erlaubt Fernzugriff ohne Nutzerinteraktion.

Der zweite Teil (Patch-Level 2026-03-05) behebt weitere 66 Schwachstellen in Kernel- und Herstellerkomponenten. Hier ist auch die aktive Zero-Day-Lücke enthalten. Insgesamt macht das 129 geschlossene Sicherheitslücken in einem einzigen Monat.

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Samsung reagiert mit eigenen Patches

Mit der Veröffentlichung des Bulletins beginnt für Hersteller wie Samsung die Arbeit. Der Konzern hat bereits Details zu seinem März-Update bekanntgegeben: Es enthält 60 Patches von Google und sieben eigene Korrekturen für Samsung-spezifische Schwachstellen (SVE). Diese enge Abstimmung ist entscheidend für das gesamte Android-Ökosystem.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Die Größe des Updates zeigt die anhaltende Bedrohungslage. Für Pixel-Nutzer kommt der Patch voraussichtlich mit dem nächsten „Feature Drop“. Alle anderen Android-Nutzer sollten umgehend in den Systemeinstellungen nach Updates suchen.

Die Auslieferungsgeschwindigkeit hängt wie immer vom Hersteller und Modell ab. Angesichts der aktiven Angriffe über die Zero-Day-Lücke ist schnelles Handeln in diesem Monat aber besonders ratsam.