Google treibt die grüne Digitalisierung in Deutschland voran. Der Tech-Riese hat einen langfristigen Vertrag über 100 Megawatt Strom aus einem neuen Nordsee-Windpark abgeschlossen, um seine energiehungrigen KI-Rechenzentren mit sauberer Energie zu versorgen.
Der 15-Jahres-Vertrag mit dem Energieversorger EnBW ist ein strategischer Schachzug. Er verknüpft die Zukunft der deutschen Digitalwirtschaft direkt mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Der Strom aus dem Offshore-Windpark He Dreiht wird die deutschen Google-Rechenzentren speisen, die das Rückgrat der Cloud- und KI-Dienste des Konzerns in Europa bilden. Hintergrund ist der explodierende Bedarf an Rechenleistung für Künstliche Intelligenz, der enorme und zuverlässige Strommengen erfordert.
Langfristige Partnerschaft für Planungssicherheit
Das Herzstück der Vereinbarung ist ein sogenannter Power Purchase Agreement (PPA). Google wird über 15 Jahre hinweg 100 MW des erneuerbaren Stroms vom Windpark He Dreiht abnehmen. Für EnBW bedeutet das langfristige Einnahmesicherheit für das milliardenschwere Offshore-Projekt. Für Google garantiert es eine stabile Versorgung mit Grünstrom.
Seit August 2024 gelten neue EU-Regeln für Künstliche Intelligenz – und viele Unternehmen unterschätzen die praktischen Anforderungen. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung erklärt praxisnah, wie Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationsanforderungen zu erfüllen sind, welche Übergangsfristen gelten und welche Pflichten Betreiber und Nutzer beachten müssen. Ideal für Cloud‑Anbieter, Rechenzentrumsbetreiber und IT‑Teams, die KI-Systeme einsetzen oder bereitstellen. Jetzt KI-Umsetzungsleitfaden herunterladen
Es ist nicht das erste Engagement des Konzerns im deutschen Offshore-Windmarkt. Bereits zuvor sicherte sich Google 50 MW von einem anderen Projekt. Die neue Vereinbarung verdoppelt nun sein Engagement. Solche Unternehmensverträge werden für die Finanzierung großer Ökostromprojekte immer wichtiger. Sie zeigen, wie die Tech- und die Energiewirtschaft voneinander profitieren können. Unternehmen wie Google helfen durch ihre langfristigen Abnahmegarantien, zusätzliche Kapazitäten ans Netz zu bringen und beschleunigen so die Energiewende.
He Dreiht: Strom für eine Million Haushalte
Die Energie für Googles KI-Infrastruktur kommt aus einem der größten aktuellen Ökostromprojekte Europas. Der Windpark He Dreiht liegt etwa 85 Kilometer nordwestlich von Borkum in der Nordsee. Mit einer Gesamtleistung von 960 MW wird er nach seiner Fertigstellung einen erheblichen Beitrag zur deutschen Stromversorgung leisten.
Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Der Windpark speiste bereits im November 2025 erstmals Strom ins Netz ein. Die Installation der 64 Windturbinen des Herstellers Vestas ist zur Hälfte abgeschlossen. EnBW rechnet damit, alle Anlagen bis Sommer 2026 zu installieren und in Betrieb zu nehmen. Vollständig betriebsbereit soll der Park dann im Frühjahr 2026 sein – und könnte rechnerisch über eine Million Haushalte mit grüner Energie versorgen.
Milliardeninvestitionen in deutsche Infrastruktur
Der Nordsee-Windstrom wird Googles wachsenden Fußabdruck in Deutschland antreiben. Das Land ist ein zentraler Knotenpunkt für seine europäischen Cloud- und KI-Dienste. Erst im November 2025 kündigte der Konzern einen Investitionsplan in Höhe von 5,5 Milliarden Euro für Deutschland an, der bis 2029 läuft.
Dazu gehört der Bau eines neuen Rechenzentrums in Dietzenbach bei Frankfurt sowie weitere Investitionen in den erst 2023 eröffneten Campus im hessischen Hanau. Diese Anlagen sind die kritische Infrastruktur für Dienste wie Google Cloud und die KI-Plattform Vertex AI. Eine zuverlässige, leistungsstarke und zunehmend grüne Stromversorgung ist für das Wachstum dieser datenintensiven Technologien unerlässlich.
KI-Boom treibt Nachfrage nach Grünstrom
Die Vereinbarung zwischen Google und EnBW unterstreicht einen entscheidenden Trend: Der immense Strombedarf des KI-Booms zwingt die Tech-Giganten zum Umdenken in Sachen Nachhaltigkeit. Der Druck wächst, über den bloßen Kauf von Ökostrom-Zertifikaten hinauszugehen. Stattdessen investieren sie direkt in neue, zusätzliche Grünstrom-Kapazität.
Dies passt perfekt zur deutschen Energiewende. Die Bundesregierung hat ehrgeizige Ziele: Bis 2030 sollen 30 Gigawatt Offshore-Windleistung installiert sein, bis 2045 sogar 70 Gigawatt. Langfristige Abnahmeverträge mit kreditwürdigen Unternehmen wie Google schaffen die finanzielle Planungssicherheit, die solche Großprojekte erst möglich machen. Es ist ein marktgetriebener Ansatz, der die staatliche Klimapolitik ergänzt.
Mit dem Deal kommt Google seinem eigenen Ziel näher, seinen globalen Betrieb bis 2030 stundengenau mit CO₂-freier Energie zu versorgen. Für seine deutschen Standorte prognostiziert das Unternehmen für 2026 bereits einen Anteil von fast 85 Prozent CO₂-freiem Strom. Die Partnerschaft könnte so zum Blaupause werden, wie die Digital- und die Energiewirtschaft gemeinsam die Dekarbonisierung vorantreiben.
Übrigens: Wenn Ihr Unternehmen KI-Systeme nutzt oder plant, stärker in Cloud‑Infrastruktur zu investieren, lohnt sich ein Blick auf die konkreten Pflichten der EU‑KI‑Verordnung. Der kostenlose Leitfaden fasst die wichtigsten Übergangsfristen, Kennzeichnungs- und Dokumentationsanforderungen kompakt zusammen, liefert eine praktische To‑Do‑Liste für IT‑Leiter und Compliance‑Teams und zeigt, wie Sie Reporting‑Pflichten systematisch umsetzen können. KI-Verordnung: Kostenlosen Leitfaden sichern





