Google Signatures: Neue Unterschrifts-App für Android ab sofort

Google führt mit der neuen Signatures-App eine systemweite Lösung für digitale Unterschriften auf Android-Geräten ein.

Google verteilt eine neue System-App für Android, die das Erstellen und Verwalten digitaler Unterschriften deutlich vereinfacht.

Die Anwendung namens „Signatures“ wird ab sofort über das Play-System-Update vom Juni 2026 ausgerollt. Voraussetzung ist mindestens Android 12. Das Tool soll die Lücke zu Konkurrenz-Plattformen schließen, die solche Funktionen bereits länger integriert haben.

Wie die Signatures-App funktioniert

Die App fungiert als zentrale Sammelstelle für digitale Unterschriften. Nutzer können ihre Unterschrift auf drei Wegen anlegen: direkt auf dem Bildschirm zeichnen, per Tastatur tippen oder ein Foto einer handschriftlichen Unterschrift hochladen. Mehrere Varianten lassen sich speichern und verwalten.

Noch befindet sich die Funktion im frühen Ausrollstadium. Während das Anlegen und Speichern bereits reibungslos funktioniert, berichten erste Nutzer, dass das direkte Einfügen der Unterschrift in andere Apps noch nicht bei allen Geräten möglich ist. Google plant offenbar, die Signatures-App als sogenannten „Picker“ zu etablieren – ein System-Dialog, den kompatible Apps aufrufen können, wenn eine Unterschrift benötigt wird.

Erste Geräte und technische Details

Erste Sichtungen der App gelangen auf aktuellen High-End-Smartphones: Pixel-Serie, Samsung Galaxy Z Fold 7 und OnePlus 15. Da es sich um eine Systemkomponente handelt, gibt es keinen regulären Eintrag im Google Play Store. Nutzer erreichen die Oberfläche über die Systemeinstellungen oder spezielle Activity-Launcher.

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Technisch erzeugt die App einfache elektronische Signaturen. Diese werden lokal auf dem Gerät gespeichert – ein Pluspunkt für den Datenschutz. Allerdings fehlt ihnen derzeit eine kryptografische Absicherung. Das bedeutet: Für strenge Compliance-Vorgaben wie die eIDAS-Verordnung der EU sind sie in dieser Form nicht ausgelegt. Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen müssen also weiterhin auf spezialisierte Lösungen setzen.

Praktischer Nutzen im Alltag

Gerade für Nutzer ohne spezielle Eingabestifte wie den Samsung S Pen bietet die App eine einheitliche Lösung. Statt sich durch verschiedene Drittanbieter-Apps zu kämpfen, reicht künftig ein einheitlicher System-Dialog. Das spart Zeit und macht den Prozess vorhersehbarer.

Mehr Produktivität im Android-Ökosystem

Die Signatures-App ist nicht die einzige Neuerung. Google treibt parallel die Produktivitätsfunktionen voran. Seit dem 26. Juni 2026 steht die „Ask Gemini“-Funktion für Google Drive auf Android zur Verfügung. Sie erlaubt natürliche Sprachabfragen über Drive, Gmail und andere Workspace-Tools – ein KI-gestützter Suchassistent, der Dokumente schneller auffindbar macht.

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Zeitgleich erreicht das Android 17 QPR1 Beta 6 die Plattformstabilität. Das Update bringt frische UI-Elemente wie ein neues Home-Kontextmenü und Anpassungen der Taskleiste. Besonders auf Tablets sollen diese Änderungen die Bedienung spürbar verbessern.

Der Rollout der Drive-Funktionen soll bis zum 8. Juli für Android und 29. Juli für iOS abgeschlossen sein. Google befindet sich damit in einer Phase intensiver Produktivitäts-Updates – und die Signatures-App ist ein wichtiger Mosaikstein in diesem Puzzle.