Google Smart Home: KI erkennt ab sofort, was Kameras sehen

Google integriert Gemini 3.1 in Nest Cams für Echtzeit-Szenenanalyse und löst damit komplexe Smart-Home-Routinen aus.

Google rüstet sein Smart-Home-Ökosystem mit einer revolutionären KI-Funktion auf: Kameras verstehen ab sofort, was sie sehen.

Statt bloßer Bewegungserkennung analysiert das System ab dem 27. Mai 2026 komplexe Szenen in Echtzeit. Die neue Automatisierung erkennt etwa, ob ein rotes Auto in die Einfahrt biegt, jemand aussteigt oder ein Paket abgelegt wird. Diese visuellen Ereignisse können dann beliebige Smart-Home-Routinen auslösen – vom Verriegeln der Haustür bis zum Einschalten der Außenbeleuchtung.

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Natürliche Sprache statt Programmier-Kauderwelsch

Der Clou: Nutzer definieren die Auslöser in ganz normalen Sätzen. Statt komplizierter Regeln reicht ein Satz wie „Wenn ein roter BMW in die Einfahrt kommt, schalte das Licht ein“. Möglich macht das die Integration von Gemini 3.1, Googles neuester KI-Generation.

Die Technik erfasst auch kritischere Ereignisse. Zersplitterndes Glas etwa löst sofort einen Alarm aus. Für Desktop-Nutzer gibt es zudem die neue Funktion „Ask Home on Web“, die dieselben Steuerungsmöglichkeiten über den Browser bietet.

Günstige Kamera von Walmart als Einstieg

Die neuen Funktionen laufen auf Google Nest Cams und ausgewählter Drittanbieter-Hardware. Als preiswerten Einstieg bringt Walmart unter der Marke Onn eine Außenkamera für rund 32 Euro auf den Markt. Das Modell liefert 1080p-Bilder mit Farb-Nachtsicht und bindet sich direkt in die Google-Home-App ein.

Allerdings: Die KI-Features bleiben Premium-Kunden vorbehalten. In den USA kostet das entsprechende Abo etwa neun Euro pro Monat, in Großbritannien sind es umgerechnet neun Euro für den Standard- und 18 Euro für den Advanced-Tarif. Das Abo umfasst Cloud-Speicher und die Gemini-gestützten Automatisierungen.

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Mehr Tempo, weniger Fehler

Das Mai-Update bringt auch systemweite Verbesserungen. Google verspricht kürzere Reaktionszeiten bei Sprachbefehlen und eine zuverlässigere Gemini-Assistentin, die seit Oktober 2025 schrittweise den alten Google Assistant ersetzt.

Konkret behoben wurden:
Apple Music: Wiedergabeprobleme gehören der Vergangenheit an
„Stop“-Befehl: Beendet jetzt nur noch die Sprachausgabe, nicht die laufende Musik
Android-Widget: Reaktionsschneller in der Google Home App Version 4.17
Bluetooth: Verbesserte Kopplungsprotokolle
Gerätevielfalt: Klügere Automatisierungslogik für Saugroboter und Smart Locks

Rollout in 19 Ländern gestartet

Die neuen Funktionen werden schrittweise in 19 Ländern über das Public-Preview-Programm ausgerollt. Enterprise- und Family-Link-Konten bleiben vorerst außen vor.

Ein im Oktober 2025 angekündigter dedizierter Google-Home-Lautsprecher, der für das Frühjahr 2026 versprochen wurde, ist weiterhin nicht im freien Verkauf erhältlich. Wann das Gerät erscheint, bleibt offen.