Google-Startseite: Suchbutton weicht drei KI-Funktionen

Google erprobt eine KI-zentrierte Suchoberfläche mit Funktionen für Bildgenerierung, Dokumentenanalyse und Chat. Klassische Suche bleibt per Enter-Taste erhalten.

Google experimentiert derzeit mit einer tiefgreifenden Umgestaltung seiner weltweit bekannten Suchoberfläche. In einem aktuellen Testlauf für eine begrenzte Nutzergruppe wurde der traditionelle Suchbutton durch drei neue Schaltflächen ersetzt, die den Fokus massiv auf Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI) verschieben. Die neuen Bedienelemente tragen die Bezeichnungen „Create images“, „Ask about files“ und „Brainstorm“ und rücken direkt unter das zentrale Suchfeld.

Fokus auf Bildgenerierung und Dokumentenanalyse

Die Neugestaltung markiert eine deutliche Abkehr vom bisherigen Design-Minimalismus der Google-Startseite. Jede der drei neuen Schaltflächen repräsentiert eine spezifische KI-gestützte Kernfunktion, die über die reine Websuche hinausgeht.

Hinter dem Button „Create images“ verbirgt sich ein KI-Bildgenerator. Laut internen Angaben wird hierfür das Modell „Nano Banana“ eingesetzt. Um diese Funktion nutzen zu können, ist für die Anwender ein Login erforderlich.

Besondere Aufmerksamkeit widmet Google zudem der Verarbeitung nutzereigener Daten. Die Schaltfläche „Ask about files“ ermöglicht es Anwendern, Dokumente direkt hochzuladen, wobei unter anderem das PDF-Format unterstützt wird.

Anzeige

Die Integration von KI-Funktionen zur Dokumentenanalyse in Suchmaschinen unterstreicht die wachsende Bedeutung regulatorischer Rahmenbedingungen für Unternehmen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet Ihnen einen kompakten Überblick über alle Anforderungen, Pflichten und Fristen der neuen EU-KI-Verordnung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

Nach dem Hochladen können Nutzer der KI spezifische Fragen zum Inhalt der Dateien stellen. Diese Integration deutet darauf hin, dass die Suchmaschine zunehmend als Analyse-Werkzeug für private oder berufliche Dokumente positioniert werden soll.

Die dritte neue Option, „Brainstorm“, öffnet einen direkten KI-Chat. Dieser basiert auf Googles Sprachmodell Gemini. Er ist darauf ausgelegt, Nutzer bei kreativen Prozessen zu unterstützen oder komplexe Dialoge zu führen, die über einfache Suchanfragen hinausgehen. Damit wird die Interaktion mit dem Chatbot zu einem integralen Bestandteil der ersten Einstiegsseite.

Erhalt bewährter Funktionen und technischer Rahmen

Trotz dieser signifikanten optischen und funktionalen Änderungen bleiben grundlegende Elemente der Google-Suche erhalten. So können Anwender weiterhin eine klassische Suche auslösen, indem sie die Enter-Taste betätigen.

Anzeige

Während neue KI-Schnittstellen die Arbeit mit Daten erleichtern, müssen Unternehmen gleichzeitig die rechtliche Konformität ihrer genutzten Systeme sicherstellen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und was Verantwortliche jetzt konkret tun müssen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act jetzt herunterladen

Auch die traditionelle Schaltfläche „Auf Gut Glück!“ („I’m Feeling Lucky“) ist in dem getesteten Layout weiterhin vorhanden. Zudem steht der sogenannte AI Mode direkt im Suchfeld zur Verfügung, was die hybride Nutzung von klassischer Suche und KI-Assistenz unterstreicht.

Google bestätigte, dass es sich bei diesen Änderungen um einen A/B-Test handelt, der nur für eine kleine, ausgewählte Nutzergruppe sichtbar ist. Erste Hinweise auf die Umgestaltung wurden über Fachmedien wie Search Engine Watch sowie über die Plattform X bekannt.

Ob und wann diese Funktionen für die breite Masse der Nutzer weltweit ausgerollt werden, bleibt abzuwarten. Der Test zeigt jedoch deutlich das Bestreben des Unternehmens, KI-Anwendungen prominenter in den Alltag der Internetnutzung einzubetten und die klassische Suchmaske zu einem multifunktionalen KI-Portal weiterzuentwickeln.