Google-Startseite: Suchbutton weicht KI-Funktionen wie Bildgenerierung

Google ersetzt im Test den Such-Button auf der Startseite durch KI-Funktionen. Die Kernsuche bleibt unverändert, die Entwicklung hin zum Action Hub schreitet voran.

Der US-Technologiekonzern Google hat eine weitreichende Anpassung seiner bekannten Startseite eingeleitet. In einem aktuellen Testlauf wurde der klassische Button für die Websuche durch drei neue Schaltflächen ersetzt, die direkt auf Funktionen der künstlichen Intelligenz (KI) verweisen. Diese Änderung markiert einen potenziellen Paradigmenwechsel für die weltweit meistgenutzte Webseite, die sich damit von einer reinen Suchmaske zu einer interaktiven Arbeitsumgebung entwickelt.

Fokus auf Bildgenerierung und Dateianalyse

Am 12. August 2026 wurde bekannt, dass Google die herkömmliche Schaltfläche für die Suche auf der Desktop-Homepage in einem begrenzten Test durch die Funktionen „Create images“ (Bilder erstellen), „Ask about files“ (Dateien abfragen) und „Brainstorm“ (Ideenfindung) ersetzt hat. Die bekannte Option „Auf gut Glück“ bleibt in diesem Entwurf hingegen erhalten.

Robby Stein, VP Product bei Google, bestätigte den laufenden Testbetrieb für Desktop-Nutzer. Er stellte dabei klar, dass die Kernsuche von diesen Änderungen inhaltlich unberührt bleibe. Laut Berichten vom 11. August 2026 ist die neue Benutzeroberfläche derzeit primär für Nutzer sichtbar, die nicht in ihrem Google-Konto angemeldet sind. Wer eingeloggt ist, sieht weiterhin die klassische Ansicht. Trotz des Wegfalls des zentralen Such-Buttons können Anwender die herkömmliche Suche weiterhin über die Enter-Taste auslösen.

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Technologische Basis durch das Modell „Nano Banana“

Hinter den neuen Funktionen steht eine aktualisierte technologische Infrastruktur. Der Button zur Bildgenerierung nutzt nach vorliegenden Informationen das Modell „Nano Banana“. Dieses Modell kommt auch in der Beta-Version der Google App (Version 17.48.13) zum Einsatz, die seit dem 10. August 2026 verfügbar ist. Die APK-Datei mit einer Größe von 218,94 MB deutet darauf hin, dass die KI-Integration tiefgreifend in die Bildbearbeitung innerhalb von Google Lens sowie in einen speziellen KI-Modus eingebettet wird.

Branchenbeobachter werten diesen Schritt als Transformation der Suchmaschine hin zu einem sogenannten „Action Hub“. Diese Entwicklung könnte erhebliche Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und das digitale Werbegeschäft haben, da der Fokus sich von der Link-basierten Navigation hin zur direkten Aufgabenlösung verschiebt.

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Integration in die neue Pixel-Hardware

Parallel zur Anpassung des Web-Interfaces weitet Google die Verfügbarkeit von KI-Werkzeugen auf seine Hardware-Sparte aus. Die Funktion „Circle to Search“ wird künftig direkt in die Kamera-Anwendung der neuen Pixel-Geräte integriert. Nutzer können damit Objekte identifizieren oder Texte übersetzen, ohne zuvor ein Foto aufnehmen zu müssen.

Diese Erweiterung ist Bestandteil der neuen Pixel-11-Serie. Für diese Modelle hat das Unternehmen folgende Preise angekündigt:
* Pixel 11: ab 899 US-Dollar
* Pixel 11 Pro: 1.099 US-Dollar
* Pixel 11 Pro XL: 1.299 US-Dollar

Die Geräte werden ab dem 20. August 2026 im Handel verfügbar sein. Ob die neuen Kamera-Funktionen auch per Software-Update für ältere Pixel-Modelle nachgereicht werden, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Die enge Verzahnung von Hardware-Funktionen und der neuen Desktop-Oberfläche unterstreicht die Strategie des Konzerns, KI-gestützte Interaktionen über alle Plattformen hinweg als Standard zu etablieren.